Secret of The Cursed Island & The Black Seawolf

Ein Historisches Piraten RPG mit Fantasyelementen, spielt etwa Ende des 17.Jahrhunderts.
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 Betreff des Beitrags: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 2. Okt 2012, 21:03 
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Ungeduldig lief Patrick McFarlane am Hafen herum. Leider hatte der Commodore seine dreiste Bitte abschlägig beschieden, so dass Mackenzie nicht offiziell zum Hafen kommen durfte, um ihm Lebewohl zu sagen. Er wusste nicht ob es ihr gelingen würde, das Haus unbemerkt zu verlassen. Doch er hatte keine Möglichkeit gesehen ihr behilflich zu sein. Letztlich war er kurz in seinem Quartier gewesen, wo er sich in kompletter Montur auf die Pritsche warf und einfach die Stunden bis zum Morgengrauen gezählt hatte. Er hatte sich nach seiner süssen, kleinen, liebreizenden Frau gesehnt. Und sich vor dem Commodore gefürchtet. Wenn er richtig rechnete, dann konnte die "Glorious Victory" erst eintreffen, lange nachdem die "Amalia" fort war. Es war nicht auszudenken, was Gregory Evans mit ihm anstellen würde, wenn er heraus fand, dass er ihm die Frau ausgespannt hatte. Doch Mackenzie Misstress Patrick McFarlane klang doch sehr viel besser als Mackenzie Evans, befand er. Er lenkte seine Schritte an die Stlle zurück, wo die "Amalia " vor Anker lag und nur darauf wartete, dass die Männer an Bord gingen. Längst hatte er sein weniges Zeug unter Deck gebracht und sich ein abgelegenes Fleckchen als Schlafplatz gesichert. Patrick war so angespannt, dass er anfing ein Gebet vor sich hin zu murmeln.


Zuletzt geändert von Patrick McFarlane am 3. Okt 2012, 07:47, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 2. Okt 2012, 21:25 
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CF: Port Royal - Villa der Familie Evans

Völlig außer Atem kam sie an ihrem Ziel an. Am Schiffsanleger herrschte recht viel Betriebsamkeit. Die Amalia schien nicht das einzige Schiff zu sein, welches an diesem Morgen auslief. Kurz blieb Mackenzie stehen, um sich zu orientieren. Wo genau sollte sie die Amalia finden? Etwas ratlos zuckte sie mit den Schultern und ärgerte sich darüber, dass es für sie keine Gelegenheit mehr gegeben hatte, den genauen Treffpunkt noch einmal mit Patrick zu besprechen. Es blieb ihr wohl nichts anderes übrig, als nach zu fragen. "Ach ... entschuldigt ... verzeihung bitte ...", versuchte sie, sich nach dem genauen Anlegeplatz des Schiffes zu erkundigen doch die Seeleute, die sie ansprach, waren alle sehr beschäftigt und schleppten Kisten und große Säcke von Hier nach Da. Mackenzie wurde gänzlich ignoriert. Einer von ihnen rempelte sie sogar so stark an, dass sie fast das Gleichgewicht verlor und ins Hafenbecken fiel. Doch im letzten Moment war es ihr gelungen, ihre Balance wieder zu finden und sie sah schleunigst zu, wieder in die Mitte des Stegs zu gelangen. Abermals blickte sie sich um. Die Sonne war schon fast aufgegangen und sie wurde nervös. War sie gar zu spät? Hatte die Amalia bereits abgelegt? Aber Patrick würde doch nicht einfach ohne sie verschwinden. Oder etwa doch? So blieb sie vorerst ratlos stehen und blickte sich suchend um.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 3. Okt 2012, 07:51 
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Noch immer patrouillierte er nervös am Anleger herum. "Wo zum Teufel bleibt sie denn nur," murmelte er vor sich hin, denn niemand hätte ihm diese Frage beantworten können. Es herrschte reger Betrieb am Hafen. Und dann entdeckte er seine Frau. Sie stand fast am entgegengesetzten Ende des Anlegers und schien sich suchend umzusehen. Patrick McFarlane nahm die Beine in die Hand. Er befürchtete, dass ihre suchenden Blicke irgendwelchen Verfolgern galten. Nach Atem ringend, kam er neben ihr zum Stehen. Doch die Notwendigkeit seine Lungen mit Luft zu füllen sorgte dafür, dass er nur hervorpresste: "Mcknsi,..." McFarlane zupfte am Ärmel seiner Frau und deutete hinter sich auf die "Amalia".


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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 3. Okt 2012, 12:59 
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Ständig wurde sie von irgendwem angerempelt, als sei sie unsichtbar. Und langsam aber sicher zeigte sich ein entnervter Ausdruck in ihrem Gesicht. Als schließlich auch noch jemand an ihrem Ärmel zupfte, fuhr sie herum und blickte geradewegs in Patricks Augen. Erleichtert atmete sie auf und lächelte ihn an. Gerne hätte sie ihn zur Begrüßung geküsst doch traute sie sich dies nicht hier in der Öffentlichkeit. Das musste wohl noch warten, bis sie außer Reichweite waren. "Niemand hat etwas bemerkt", erklärte sie ihm, sogleich flüsternd, damit er sich diesbezüglich keine Sorgen machen musste.


Zuletzt geändert von Alison M. McFarlane am 3. Okt 2012, 19:37, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 3. Okt 2012, 16:37 
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Er war erleichtert zu hören, das niemand etwas von ihrem Weggang gemerkt hatte. Laut den Informationen aus dem Hauptquartier wollten die Herren Clarks, Evans und Williams an diesem Morgen im Hause des Admirals ein gemeinsames Frühstück einnehmen. Es war also reecht unwahrscheinlich, das einer der hohen Herren sobald etwas von ihrer Abreise mitbekam. Und zudem hatte er noch dem einen oder anderen Mann auf den Zahn gefühlt, wie es um Mr. Gregory Evans Beliebtheit stand. viele hielten ihn für einen arroganten Emporkömmling, der sich deutlich auf den Lorbeeren des Vaters ausruhte und wenig Ambitionen für seine eigene Karriere zeigte. McFarlane hatte dieses mit spötttischem Grinsen hingenommen. Es stand also auch nicht unbedingt zu befürchten, dass einer der Kameraden sich bemüssigt fühlen könnte, ihn und Mackenzie zu verraten.
Am liebsten hätte er seine Frau hier und jetzt in die Arme geschlossen und ausgiebig geküsst. Doch beim Kuss würde er es schwerlich belassen können, also beschloss Patrick schwerenHerzens, dass das auf später verschoben werden musste. Nun zupfte er erneut ihren Ärmel und deutete zur "Amalia": "Sollten sehen, dass wir endlich aufs Schiff kommen. Sonst legen die gleich ohne uns ab, Liebste."

tbc-> "Amalia", an Deck


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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 3. Okt 2012, 19:42 
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Das ließ sich Mackenzie nicht zwei mal sagen und folgte Patrick sogleich, wenn auch ein wenig unsicher. Sie konnte sich immer noch nicht so recht vorstellen, wie er es arrangieren wollte, dass sie mit konnte. Doch sicher hatte sich Patrick auch darüber seine Gedanken gemacht und so ging sie mit ihm Seite an Seite in Richtung des Schiffes. Etwas nervös war sie allerdings doch, obwohl sie sich auf eine gemeinsame, ungewisse Zukunft mit ihrem Ehemann freute. Mackenzie konnte sich nicht erinnern, jemals auf einem Schiff gewesen zu sein und hatte ein wenig Angst davor, über das offene Meer zu schippern. Doch das wollte sie sich nicht anmerken lassen.

TBC: HMAV Amalia - An Deck


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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 22. Okt 2012, 16:02 
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Capitaine Le Renard
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cf-> "Glorious Victory", Unter Deck

In den späten Abendstunden erreichte die "Glorious Victory" endlich den Hafen von Port Royal. Es war dunkel und nieselte als man von Bord ging. Der Anleger war ruhig jedoch nicht menschenleer. Es hatte den Anschein als erwarte man weitere Schiffe oder einige wollten noch in der Nacht ablegen.

Nachdem Jack Perry von Bord gegangen war blieb er kurz auf dem Anleger stehen. Es war klar, das er mit seiner Gattin deren Haus aufsuchen würde, wenn er auch noch nicht genau wusste, wo sich dieses befand. Die Häuser und Familien in Port Royal hatten ihn nie wirklich interessiert. Dieser umstand rechte sich nun mit der Unkenntnis einer genaueren Strassenangabe. Er musste wohl oder übel solange warten bis Cathérine sich dazu bequemte ihn hin zu führen. Undd ann durchzuckte ihn eine unangenehme Erkenntnis. Er trug ebenso die Verantwortung für Caroline. Und es war mit keiner Silbe darüber gesprochen worden, wo Madame de Courteau Obdach finden könnte. Und selbst wenn Cathérine über Einhundert Zimmer verfügen würde, so war er nicht mal gewillt Caroline die kleinste Nische anzubieten. Allerdings würde sie wohl auch keine ngesteigerten Wert darauf legen, mit ihm und seiner Gemahlin unter einem Dach zu wohnen. Jack seufzte. Einen Ort hier im Hafenviertel kannte er ganz gut. Und vielleicht war das eine Option der ungeliebten Schwägerin eine Bleibe zu verschaffen. Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen zündete er sich eine Zigarette an.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 22. Okt 2012, 19:51 
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CF - Glorious Victory - Unter Deck

Etwas unwohl wurde Catherine dennoch, als das Schiff schlussendlich am Anleger vor Anker ging und reges Treiben an Bord herrschte, denn so manch ein Navy-Offizier wurde bereits sehnsüchtig erwartet. Zögernd stand sie da und versuchte, nicht im Weg herum zu stehen. Doch als sie schließlich Jack erblickte, der bereits von Bord ging, folgte sie ihm rasch und stand nach kurzer Zeit neben ihm. Sie schauderte kurz, wusste sie doch nicht so recht, wie nun zu verfahren war. "Eigentlich sollte man meinen, ich müsse mich darüber freuen, wieder zuhause zu sein", sinnierte sie leise vor sich hin. Doch was nun? Sollten sie das anstehende Gespräch mit ihrem Vater jetzt gleich hinter sich bringen oder lieber zuerst diese Nacht darüber schlafen? Und wie sollte sie ihm gegenüber treten? Oder wusste er bereits von der Ankunft der Glorious Victory und war ohnehin bereits auf dem Weg zum Hafen? Fragen über Fragen überhäuften Catherine und auf keine wusste sie eine Antwort.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 22. Okt 2012, 20:06 
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Cathérines unsicherer Blick sprach Bände. Jack trat die Zigarette aus und nahm ihre Hand. Sachte strich er über ihren Ring. "Die Begegnung mit deinem Vater sollten wir vielleicht auf den morgigen Tag verschieben, mon ange. Und ich brauche deine Unterstützung," merkte Jack an. Er schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln und erklärte dann: "Ich habe keine Ahnung, wo dein Haus ist. Du musst mich hin führen. Und dann ist da noch ein heikleres Problem - Caroline braucht eine Unterkunft. Ich glaube aber, dass wir beide sie nicht bei uns haben wollen. Nun ich wüsste vielleicht etwas. Allerdings liegt es in einem Teil des Hafenviertels, den du vielleicht nicht so gerne besuchen möchtest." Er versuchte ihr in die Augen zu schauen, was sich bei den Lichtverhältnissen schwierig gestaltete.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 22. Okt 2012, 20:54 
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Eigentlich hatte sie befürchtet, dass Jack bis zum nächsten Morgen warten wollte, bis sie ihren Vater aufsuchten. Catherine würde die ganze Nacht über kein Auge zu tun können. Das wusste sie bereits in diesem Moment. Doch es war auch wichtig, dass sie fit genug dafür waren und in diesem Moment fühlte sie sich alles andere als das. So nickte sie lediglich bezüglich seines Vorschlages. Bezüglich seiner Überlegungen, die Caroline angingen, blickte sie zum Schiff hinüber, auf dem sich soeben Gregory Jacks Schwägerin angenommen hatte, wie es schien. "Wieso überlassen wir sie nicht einfach Gregory Evans?", schlug sie vor. "Ich bin mir sicher, er wird sich gerne um ihr wertes Wohlbefinden bemühen". Unweigerlich musste sie an Mackenzie denken. Sie liebte ihn. Das hatte sie Catherine bereits gebeichtet. Doch er selbst schien diese Gefühle ganz offensichtlich nicht zu erwidern, so wie er sich soeben um Caroline bemühte. "Mackenzie tut mir leid", seufzte sie.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 23. Okt 2012, 06:32 
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"Ja, überlassen wir sie Mr. Evans," stimmte Jack mit einem breiten Grinsen zu. Er war sichtlich erleichtert dieses Problem so schnell als gelöst betrachten zu können. "Und nun zeig mir mal unser Haus," forderte er Cathérine auf: "Mir ist nach einem Bad, einem Rotwein und dir, mon ange." Cathérine wirkte noch immer beunruhigt und er machte sich gerade Gedanken sie angemessen zu zerstreuen als zwei Soldaten in Begleitung von Captain Williams auf sie zutraten: "Ihr seid festgenommen, Perry. Man lastet Euch einige Vergehen an. Wenn Ihr uns zum Hauptquartier begleiten mögt." Abwechselnd blickte Jack von Captain Williams zu seiner Frau und zurück. Erwog einen Wimpernschlag lang die Möglichkeit einer Flucht. Und dann fügte er sich dem Schicksal. Auf einen Wink von Williams hin fand er sich mit Ketten an den Händen zum Hauptquartier der Royal Navy abgeführt.

tbc-> Port Royal, Hauptquartier der Royal Navy

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 23. Okt 2012, 07:13 
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Soeben setzte sich Catherine in Bewegung, um Jacques zu ihrem Haus zu führen, doch auf seine Worte noch irgendetwas zu antworten fehlte ihr die Zeit. Sprachlos blickte sie Captain Williams und seine Begleiter an, umgriff Jacks Hand mit der ihren automatisch ein klein wenig fester doch diese wurde kurz darauf einfach ihrem Griff entrissen, um ihm Fesseln anzulegen. Auch sie hatte - ebenso wie Jack - Captain Williams und ihren Ehemann mit abwechselnden Blicken bedacht und stand nun recht hilflos da, als sie zusehen musste, wie er abgeführt wurde. Sie wollte schreien, schimpfen, Williams und seine Wachen aufs Schlimmste verfluchen doch kein Ton kam über ihre Lippen. Schließlich, als die Männer schon fast außer Sichtweite waren, setzte sie sich in Bewegung und lief ihnen hinterher, so schnell sie nur konnte.

TBC: Port Royal - Hauptquartier der Royal Navy - Büro der Admiralität

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 11. Dez 2012, 21:45 
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cf-> Port Royal, anwesen des Admiral

Sie waren eine ganze Weile durch die Gegend geritten. Erst ein wenig ziellos über Wiesen und Felder dann doch in Richtung aufs Meer zum Hafen. Es zog Jacques einfach dorthin. Er überlegte, dass er sich niemals ein solches Grundstück wie das des Admirals zulegen würde, dass so verflucht weit weg vom Meer war. Das war etwas was er auch an dem Haus auf Tortuga nicht gemocht hatte- es war nicht möglich gewesen vom Haus aus aufs Meer zu blicken. Am Schiffsanleger zügelte er sein Reittier und glitt aus dem Sattel. Tief sog er die Seeluft in die Lungen und starrte einen augenblick lang nur in die Dunkelheit aufs Wasser hinaus, lauschte dem Wellenschlag. Dann wandte er sich an Cathérine: "Kannst du schwimmen, monn ange? Ich weiss wenig über deine praktischen Fähigkeiten. Auf dem Schiff muss jeder nach Kräften mit anpacken. Wir sollten langsam feststellen für was du alles geeignet bist. Ich denke nicht, dass du dein Leben in der Kapitänskajüte verbringen willst, einzig damit befasst zu warten bis ich Zeit für dich fände. Du wärest dessen verdammt schnell überdrüssig, mon amour." Er liess seine Blick über die Schiffe schweifen, die hier am Anleger vor Anker lagen. Irgendwo mitten unter den ganzen Segeln musste die "Santiago" sein. Er wollte die Gelegenheit beim Schopfe packen und Captain O'Riordan gleich in seine weiteren Pläne einweihen, so sie denn an Bord ihres Schiffs weilte. Aber bevor er sich den Schiffen näherte, trat er hinter Cathérine, legte locker seinen Arm um ihre TAille und hauchte kleine Küsse in ihren Nacken. Nach dem Gespräch würde er seine Frau in die versteckte Bucht führen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 14. Dez 2012, 09:38 
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"Praktische Fähigkeiten?" Catherine musste überlegen. Gab es überhaupt irgendetwas, das sie konnt? Zumindest etwas, womit sie an Bord eines Schiffes helfen konnte? Und Jacques hatte recht. Sie wollte keineswegs den ganzen Tag in der Kapitänskajüte hocken und darauf warten, dass er endlich Zeit für sie fand. Doch was konnte sie tun? Und schwimmen konnte sie auch nicht. So schüttelte sie lediglich den Kopf. "Ich fürchte, außer zum Kartoffeln schälen bin ich zu nichts zu gebrauchen", gestand sie. "Und schwimmen kann ich auch nicht". Vielleicht, so überlegte sie, war es doch keine sehr gute Idee, mit Jacques auf See zu fahren. Wahrscheinlich wäre es klüger, sie würde sich irgendwo in London niederlassen und darauf hoffen, dass er sie wenigstens dort ab und an besuchen konnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 14. Dez 2012, 16:34 
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"Bis wir mit unserem Schiff in See stechen, kannst du Schwimmen, das verspreche ich dir. Und solange geben wir verdammt gut darauf acht, dass du nicht ins Wasser fällst, mon ange," gelobte Jacques mit einem Grinsen. Er drehte Cathérine zu sich herum und verschloss ihre Lippen mit einem Kuss. Das Thema ihrer praktischen Eignung für die Seefahrt, ihrer Fähigkeiten verfolgte er nicht weiter. Eigentlich waren seine Gedanken sowieso schon wieder meilenweit fort mit anderen Dingen beschäftigt. Und er passte seine Pläne den Gegebenheiten an. Heute Nacht würden sie kein Schiff mehr stehlen also konnte er auch am Morgen mit Captain O'Riordan sprechen. Stattdessen gab er Cathérines Lippen frei, schaute sie kurz mit einem liebevollen Lächeln an und meinte: "Komm mt mir." Er packte sein Pferd am Zügel und schlug einen Pfadd am Rande des Hafens ein, der am Meer entlang aber verborgen von Port Royal weg führte. Durch allerhand Pflanzen überwuchert war der Pfad auch nicht sonderlich gut zu erkennen.

tbc-> Port Royal, Versteckte Bucht

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 14. Dez 2012, 20:00 
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"Wenn Du meinst", war Catherines einziger Kommentar bezüglich der Tatsache, dass sie bald schwimmen lernen sollte. Allerdings war ihr nicht sehr wohl bei diesem Gedanken, obgleich sie wusste, dass es mitunter ihr Leben retten konnte. Doch dann folgte sie ihm zuerst einmal, ergriff auch selbst die Zügel ihrer Stute und machte sich gemeinsam mit Jacques auf den Weg über den unscheinbaren Pfad. Vorsichtig und Schritt für Schritt tastete sie sich im Dunkeln vorwärts, denn der Weg war hier wahrlich schlecht zu erkennen und bot im Dunkeln genügend Stolperfallen.

TBC: Port Royal - Versteckte Bucht

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 4. Feb 2013, 13:43 
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Pirat
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cf-> Hispaniola, Valparaiso- Strand

Seamus O'Leary hatte sehr viel Glück gehabt. Die Bucht wo der "Black Seawolf" vor Anker lag war nicht sehr weit vom Ort Valparaiso entfernt. Und dort im Hafen hatte O'Leary schenlleine Crew gefunden, die einige Stunden später auch schon auslief. Da man auf den einfachen Schiffen immer gut eine helfenden Hand gebrauchen konnte, hatte er ohne viele Fragen beim Kapitän anheuern können. Trotzdem hatte er verlauten lassen, dass es ihn nach Port Royal ziehe, da die Familie auf ihn warte. Man hatte ihm die Geschichte über Weib und eine Handvoll Kinder abgekauft und so fand er sich schon jetzt zur Mittagsstunde dieses sonnig werdenden Tages bereits am Schiffsanleger von Port Royal wieder. Er verabschiedete sich ordentlich von Kapitän und Mannschaft und kehrte erstmal in der ersten Taverne am Hafen ein, sich die Kehle zu befeuchten. Zu seinem Glück verkehrte auch ein Midshipman der Royal Navy in der Kaschemme. Der Bursche hatte schon einiges getankt und liess sich über das Hochzeitsbankett im Hause des Admirals aus, dem er hatte fern bleiben müssen, da man das Evans- Mädchen hatte suchen müssen. Seamus näherte sich dem Mann und spendierte ihm ein Bier, was ihm ermöglichte, den Kerl auszuhorchen. Der Junge war sehr gesprächig, wenn auch sein Vokabular von ettlichen ein- und zweideutigen zotigen Gesten begleitet wurde als er sich über den Admiral, Captain Perry, dessen Braut und einige Leute mehr ausliess. Schlussendlich gelang es Seamus O'Leary jedoch eine halbwegs brauchbare Wegbeschreibung zum Anwesen von Catherine Perry zu erhalten. Er nahm noch ein Bier, versuchte sein Glück beim Würfeln und machte sich dann auf den Weg zu den Freunden. doch kurzentschlosen kehrte er nochmals zum Anleger zurück und zog Erkundigungen über die diversen Schiffe ein. Es war besser man war vorbereitet und es konnte nichts schaden, zu wissen, welche verbündeten oder Feinde in der Nähe weilten. Doch die meisten Kapitäne die zur Zeit in Port Royal vor Anker lagen waren einfache Händler und Kauffahrer. Letztlich zog es Seamus denn doch vom Hafen fort.

tbc-> Port Royal, Anwesen von Catherine Perrier


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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 17. Feb 2013, 16:15 
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rettender Engel
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CF: Port Royal Anwesen von Catherine Perrier

In Begleitung einiger Crewmitglieder der Santiago, die noch ein paar Kisten aufs Schiff schleppten, hatte sich Catherine auf den Weg hinunter zum Hafen gemacht, wo sie sich mit Jack treffen wollte. Während sie auf ihn wartete, beförderte sie Lady Marys Brief wieder zum Vorschein und las darin, während sie überlegte, Jack lieber doch schon mitzuteilen, was darin stand, beziehungsweise ihn selbst lesen zu lassen. Je eher sie dies tat um so schneller hatten sie es beide hinter sich. Wenn sie es unnötig hinaus zögerte, würde es sicher auch umso schlimmer werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 17. Feb 2013, 17:09 
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Capitaine Le Renard
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cf-> Port Royal, Hafenviertel, Gasthaus "Zum Anker"

Auf der Strasse vor dem Gasthaus hielt Jacques Perrier einen Moment inne und holte tief Luft, liess ein wenig der Anspannung los. Er hatte sich das ganze Unterfangen mit Caroline schwieriger vorgestellt. Und Logan hatte er wohl zu sehr verblüfft als das da jetzt etwas nach kam. Er faltette die Dokumente ordentlich zusammen und verstaute sie sorgfältig. Dann machte er sich auf den Weg zum Schiffsanleger.

Schon aus einiger Entfernung sah Jacques Cathérine warten. Er blieb stehen und beobachtete sie ein Weilchen. Sie hatte einen Brief in den Händen. Jenen Brief den ihr O'Leary gegeben haben musste. Sie las darin und ihr Ausdruck umschattete sich, demnach kein angenehmer Brief. Jack überlegte ob er umkehren und er st eine grosse Flasche Whiskey besorgen sollte, denn er vermutete er würde ihn brauchen. Nicht, dass Brandy zu Schade wäre aufs Wohl seine rMutter getrunken zu werden. Aber wenn man Brandy mit Whiskey und anderem mischte ging das Betrinken umso schneller. Und das war das einzige was er heute noch tun wollte, sich betrinken und in Cathérines Armen einschlafen. Er hatte keine Lust die ganze Nacht von Wut und Trauer geplagt zu werden. Wobei die Wut immer noch überwog. Doch es war zu spät, denn seine Frau hatte ihn entdeckt und lächelte ihm entgegen. Er erwierderte das Lächeln und ging zu ihr, zog sie in eine Umarmung und dehnte den Begrüssungskuss aus. Dann schaute er sie an und fragte: "Keine guten Neuigkeiten in dem Brief, Princesse?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 17. Feb 2013, 18:54 
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Kurz hatte Catherine während des Lesens aufgeblickt und entdeckt etwas weiter entfernt Jack. Sie zwang sich zu einem Lächeln und wartete, bis er bei ihr stand. "Wie geht es Dir jetzt?", erkundigte sie sich mit einem Lächeln an Stelle einer Antwort. Sie fühlte sich nicht wohl dabei, ihm gleich sagen zu müssen, was in diesem Brief stand und druckste weiter herum. "Möchtest Du schon mal an Bord der Santiago gehen und nach unseren Sachen schauen? Wir haben schon viel geschafft". Doch wie sie es auch drehte und wendete, sie kam nicht drum herum, ihn endlich in Kenntnis zu setzen. "Das aufgesetzte Lächeln erstarb, als sie Jack ernst anblickte. "Möchtest Du immer noch wissen, was es mit den Geheimnissen um Deine Mutter auf sich hat? Möchtest Du es WIRKLICH wissen? Dann ließ". Zögerlich und mit zittriger Hand hielt sie Jack den Brief entgegen und wartete ab, ob er ihn entgegen nehmen würde oder nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 17. Feb 2013, 20:13 
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Forschend blickte er Cathérine ins Gesicht, die Frage nach seinem Befinden übergehend. Jack hätte lügen müssen, wenn er ihr gesagt hätte, dass es ihm besser oder gut ginge. Das tat es nicht. Aber ihre Nähe beruhigte ihn ein wenig, liess den Zorn ein wenig verfliegen. Er runzelte die Stirn als sie fragte, ob er an Bord der "Santiago" gehen und in Augenschein nehmen wolle, was sie schon her geschafft hatten. Das klang eher so als wolle sie Zeit schinden. Natürlich war es gut zu hören, dass schon ein grosser Teil ihrer Sachen an Bord war. Doch er vertraute Cathérine unda uch Captain O'Riordan und somit auch der Crew. Doch dann wurde es interessant, denn Cathérines aufgesetztes Lächeln erstarb und sie hielt ihm den Brief hin, erkundigte sich, ob er die Geheimnisse seiner Mutter wirklich ergründen wollte. Natürlich wollte er. Es gab immer Geheimnisse in der Familie, Geheimnisse und Lügen. Jack befand, dass damit einmal Schluss sein müsse. Er nahm Cathérine den Brief aus der Hand und begann zu lesen. Seine Gefühle, die immer noch zwischen Trauer, Zorn und Unverständnis schwankten spiegelten sich in seinen Zügen wieder. Es dauerte eine Weile bis er seiner Frau das Schriftstück zurück gab. Nun war seine Miene ausdruckslos, fast versteinert. Jack fühlte sich als hätte man ihm eine Schlinge um den Hals gelegt und langsam zugezogen. Er hatte den Eindruck keine Luft zu bekommen. Ohne ein Wort zu sagen machte er auf dem Absatz kehrt und verliess den Schiffsanleger. Er brauchte Zeit und Abstand. Wusste im Augenblick gar nicht das Gelesene wirklich einzuordnen. Einiges davon war ihm nicht neu anderes hatte er bereits vermutet. Doch was er nicht wirklich begreifen wollte, war wieso man Cathérine in die Sache mit hineingezogen hatte. Sie war doch völlig unschuldig. Wenn er in diesem Moment an seine Mutter dachte, kam sie ihm vor wie ein grosser böser fauchender Drache. Und vielleicht war sie auch genau das gewesen. Er fragte sich unwillkürlich wieviel dieser Wahrheit Tess kannte. Die grosse Schwester, die sich sein Leben lang wesentlich mehr um ihn gekümemrt und gesorgtt hatte als die eigene Mutter. Bald stand Jacques Perrier vor einer der Hafentavernen. Er zögerte, wollte schon hinein gehen und liess es dann bleiben. Es hatte keinen Sinn. Diese Lehre, die Kälte, die ihn erfasst wenn er daran dachte, dass seine eigene Mutter ihn verraten und verkauft hatte. Dass er eigentlich wenn es nach Ol' Spice gegangen wäre niemals hier gewesen wäre. Und statt die Verantwortung zu übernehmen hatte seine Mutter sie einfach Cathérine in die Hände gelegt und sich aus dem Staub gemacht. Dies alles war mit Unmengen an Alkohol nicht mehr wegzuspülen, da konnte er sich den Versuch sparen. Er ging weiter am Hafen entlang, bis zum Ende. Eine geraume Weile srtarrte er aufs Meer hinaus. Dachte einen Augenblick daran, ob er sich nicht in die Fluten stürzen sollte. Doch was würde das an der Vergangenheit schon ändern, an all den Qualen, all dem Schmerz. Nichts. Er würde nur genauso verantwortungslos sein wie Mary Perrier und alles an Cathérine auslassen. Jack lachte zynisch und bitter, ja, wenn Mary jetzt nicht bereits tot wäre, er hätte sich vielleicht auf sie gestürzt und sie erwürgt. Verdient hätte sie es. Vom Meer wehte Wind herüber und er brüllte ihm Flüche und Schimpfwörter entgegen. Alles was er der Mutter liebend gerne an den Kopf geworfen hätte. Wie konnte dieses Weib nur so ein niederträchtiges Stück sein, fragte er sich. Endlich, eine ganze Zeit später hatte er keine Kraft mehr zum Fluchen und der Zorn war dahin. Es hiess zu Cathérine zurück zu kehren. Ein neues Leben anzufangen. Als er den Schiffsanleger nun betrat, graute bereits der Morgen. Jemand hatte ein paar Kisten abgestellt. Auf denen hockte Cathérine zusammen gekauert unter Decken. Hatte man ihr gesagt, hier auf ihn zu warten oder war das ihr eigener Entschluss gewesen. Jack vermochte das nicht zu beantworten. Mit schuldbewusster Miene trat er vor sie, ging in die Knie, damit sie ihn ansehen konnte. "Es tut mir leid, dass ich dich allein gelassen habe, mon ange. Verzeih mir," entschuldigte er sich und griff nach ihrer Hand, auf die er einen Kuss platzierte. Ja, genau das war wichtig- Sie. Allein Cathérine würde von nun an das Maas aller Dinge sein, beschloss Jack. Allein ihr Glück läge ihm am Herzen. Denn wenn sie bei ihm war, war er zufrieden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 18. Feb 2013, 08:54 
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rettender Engel
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Sie ahnte schreckliches, während sie Jack dabei beobachtete, wie er den Brief las. Und dann machte er auf dem Absatz kehrt und schritt wütend davon. "Jack ...". Er hörte sie nicht. Ein Crewmitglied der Santiago hatte die Szenerie von weitem beobachtet, als er soeben dabei war, noch ein paar Kisten anzuschleppen. Und er bemerkte, dass Catherine fröstelte, denn ein frischer Wind kam auf. So stellte er die Kisten ab und wühlte darin, weil er sich ziemlich sicher war, darin eine Decke gesehen zu haben. Diese reichte er Catherine und machte sich wieder auf den Weg. Catherine hüllte sich in die Decke und ließ sich auf die Kisten sinken, während sie gefühlte Ewigkeiten darauf wartete, dass Jack wieder zurück kehrte. Insgeheim fragte sie sich, ob er überhaupt wieder kam oder in einer der Tavernen versank und dem Alkohol zusprach. Doch während sie so da saß und das plätschernde Wasser im Hafenbecken beobachtete, vernahm sie irgendwann Jacks Stimme und sie blickte auf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 18. Feb 2013, 09:35 
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Sie blickte auf, ihm direkt ins Gesicht, sagte aber nichts. Jack bekam Herzklopfen. Wären sie nicht bereits verheiratet, er hätte sie just in diesem Moment gebeten seine Frau zu werden. Er quetschte sich mit auf die Seekiste, legte den Arm um Cathérine und zog sie an sich. Abermals wiederholte er seine Worte: "Es tut mir leid, dich so lange allein gelassen zu haben."
Zur "Santiago" waren es nur wenige Schritte. Doch dort wären sie nicht allein. Jack hatte das Gefühl als ob sie über alles sprechen müssten und fand keinen Anfang. Die rechten Worte wollten ihm nicht einfallen. Und meistens sagte dieses süsse Weib an seiner Seite doch, dass es keine Rolle spiele. Vielleicht galt das auch für diesen Fall. Es gab einen Platz, wo sie vielelicht hingehen könnten. In der Nähe, in "Rosie's Taverne" konnte man Zimmer mieten, allerdings meist eher fürs Vergnügen mit den Hafenhuren. Schon während er darüber nachdachte, kam er sich schäbig vor. Das war seiner Princesse einfach nicht angemessen. Aber der Weg zurück zu ihrem, nun leider wohl Logans Haus war zu weit. Cathérine war übermüdet und ihm selbst mangelte es an der Kraft sie den ganzen Weg zu tragen. Und zu dieser frühen Stunde eine Mietdroschke aufzutreiben war in Port Royal nahezu unmöglich. Jack fluchte leise vor sich hin. Er schaute auf Cathérines zerzauste Frisur hinab und fuhr mit den Fingern hinein. Wusste sie eigentlich was für einen reizenden Anblick sie bot, fragte er sich. "Ähm, ich weiss nicht recht, ob wir darüber nochmal sprechen müssen oder ob das alles keine Rolle für uns spielen sollte," sprach er dann aus, was ihm durch den Kopf gegangen war.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 18. Feb 2013, 14:22 
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rettender Engel
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Aus müden Augen beobachtete sie ihn, wie er auf sie zutrat, um neben ihr auf der Kiste Platz zu nehmen. Catherine rutschte ein Stück zur Seite um ihm Platz zu machen. "Du musst Dich nicht entschuldigen". Müde legte sie den Kopf gegen seine Schulter und fragte sich, wohin sie nun gehen würden denn hier sitzen bleiben konnten sie schlecht. Bezüglich seiner Frage, ob sie noch darüber reden sollten, zuckte sie mit den Schultern. "Ich weiß es nicht. Wenn Du reden willst, können wir das gerne tun. Aber ich hoffe, dass somit endgültig alle Geheimnisse aus dem Weg geräumt sind und wir endlich in Ruhe unsere Ehe genießen können".

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 Betreff des Beitrags: Re: Schiffsanleger
BeitragVerfasst: 18. Feb 2013, 14:33 
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"Vielleicht später. Ich brauche noch immer Zeit einiges verstehen zu wollen," gab Jack zu, dass er mit dem Inhalt des Briefes noch so einige Probleme hatte. Er schaute auf Cathérine hinunter und bemerkte, das ihr beinahe die Augen zufielen, sie aber viel zu unbequem auf der kiste hockte und an ihngelehnt war. Jack grinste:"Ich habe einen kurzen Moment darüber nachgedacht mit dir "Rosies Taverne2 aufzusuchen, um dort ein Zimmer zu nehmen, Süsse. Aber die "Santiago" ist wohl doch näher. Du schläfst ja schon fast im Stehen ein, mon ange." Vorsichtig wandt er sich aus der Umarmung, in der er Cathérien gehalten hatte. Sein Grinsen wurde eine Spur fies als er sie nun von den Kisten aufhob, sie ein wenig wie einen Seesack über seine Schulter warf und zum Schiff ging.

tbc-> "Santiago", An Deck

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