Secret of The Cursed Island & The Black Seawolf

Ein Historisches Piraten RPG mit Fantasyelementen, spielt etwa Ende des 17.Jahrhunderts.
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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 10. Okt 2015, 15:24 
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Piratin
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Caroline erhob sich und strich sich das Kleid glatt. Dann ging sie zum Frühstückstisch zurück. Sie blieb neben dem Stuhl ihres Gatten stehen und betrachtete ihn eine Weile. "Alors, ich weiß, ich habe kein Recht danach zu fragen, dennoch würde ich gerne wissen, warum Madame Perrier dich nicht mag, Gregory. Hast du ihr jemals ein unschickliches Angebot gemacht oder sie in anderer Form beleidigt? Haben meine Schwiegereltern etwas damit zu tun? Ich bin ratlos, mon cher. Um unserer Zukunft und unserer, meiner Kinder Willen, musst du versuchen, gut Wetter zu machen, mon cœur."
Sie setzte sich nun und nahm noch etwas Tee.


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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 13. Okt 2015, 10:59 
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Gregory hatte ungehindert weiter gefrühstückt und trank nun seinen Kaffee aus, als Caroline neben ihn trat. Er sah sie an und schwieg mehrere Augenblicke, bevor er sich dazu entschloss, ihr zu antworten. "Vielleicht ist es Dir ja entgangen. Aber meine Familie ist generell nicht sehr beliebt. Viele Offiziere der Royal Navy machen mir zum Vorwurf, dass ich aus gutem Hause komme und mein Vater mir dadurch zu einer höheren Stellung verhelfen konnte. Und was Catherine angeht ... Nun ja. Als ihre beste Freundin damals aus Port Royal flüchtete, um ihrem Abenteuertrieb nachzugehen, war sie die Einzige, die den Kontakt zu ihr aufrecht erhalten hatte und ich habe sie gemeinsam mit Matthew so lange verhört, bis sie Lindsey schließlich verraten hat. Das hat sie mir bis heute nicht verziehen. Ihr guter Freund, der Admiral hat da allerdings bessere Karten. Denn er hat Catherine damals von ihrem tyrannischen Ehemann befreit", erklärte er Caroline die Geschichte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 13. Okt 2015, 18:49 
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Piratin
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"Wir schaffen das," murmelte Caroline vor sich hin. Insgeheim wunderte sich Caroline nicht wirklich, dass die gesamte Familie Evans nicht sonderlich beliebt war. Und sie kannte ihren Gatten mittlerweile gut genug, dass sie wusste, dass er es gerne ausgenutzt hatte durch seinen Vater etwas zu erreichen, wofür andere wirklich schuften mussten, wenn Ihnen denn überhaupt eine Karriere vergönnt war.

Sie schaute ihrem Geliebten direkt in die Augen und stellte fest:"Du hättest keinen Finger gerührt, dich an dem tyrannischen Gatten zu vergreifen. Dir tat Cathérine vielleicht leid aber letztlich fandest du wohl, dass sie selbst schuld war, ihn geheiratet zu haben. Und aufrichtig entschuldigt hast du dich auch nicht. Und ich mag mir das Verhör gar nicht vorstellen. Wenn du und der Admiral der armen Frau wohl auch nicht weh getan haben mögt, so habt ihr sie mit den Fragen allein gequält. - Du wirst in Zukunft alles dafür tun, dass das Mädchen bekommt, was sie wünscht. An Cathérine kannst du deine Versäumnis nicht gut machen. Aber an ihrer Tochter kannst du Wiedergutmachung leisten. Und auch ich werde sie behandeln als sei sie unser eigen Fleisch und Blut. Ebenso ihren Bruder."


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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 20. Okt 2015, 15:48 
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Capitaine Le Renard
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Eine knappe Stunde war Jack fort gewesen und kehrte nun bester Laune heim. Das Haus war bereits festlich geschmückt. Jack ging in die Küche, wo er den Beutel von Ana Juanita ablegte. Dann begab er sich auf die Suche nach seiner Gattin. Er fand sie im Kinderzimmer der Mädchen. Wie von selbst schlang sich seine Hand um ihre Mitte, ein Kuss landete auf ihrem Hals und er raunte ihr vergnügt ins Ohr:"Ich liebe dich, mon ange." Nach einem weiteren Kuss erklärte er:"Ich war bei Ana Juanita, die mir Blüten für einen Sud gegen das Sumpffieber gab. Und dann habe ich mit Lindseys Unterstützung die Zusage von Julien eingeholt. Dein Wunsch ist ihm nun Befehl, Catie. Lapierre wird der Pate unseres Sohnes."

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 22. Okt 2015, 08:32 
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rettender Engel
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Catherine hatte soeben an den letzten Dekorationen herum gezupft, als Jack wieder nach Hause kam. Ganz offensichtlich war er bei bester Laune, was sie mit einem Lächeln quittierte. Doch zuerst einmal ließ sie ihn in die Küche gehen. Sie wollte noch in Ruhe alles kontrollieren, bevor die Feierlichkeiten los gehen konnte. Ihr Lächeln wurde noch eine Spur breiter, als er sie umarmte und küsste. Und dann kam die beste Neuigkeit, die Catherine in der letzten Zeit gehört hatte. "Julien will Cédrics Pate werden?" Ungläubig starrte sie ihn an. "Ist das wirklich wahr?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 22. Okt 2015, 22:02 
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Capitaine Le Renard
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"Mon ange, ich hätte doch gar keinen Grund dich zu belügen." Jack hatte nun beide Hände um ihre Taille gelegt und suchte den Blick in ihre Augen. "Ich war bei Lindsey und versprach sowohl Ihr als auch Julien, dass ich alles tun oder geben würde, wenn sie Paten werden würden. Ich hatte selbst nicht damit gerechnet, dass la petite Evans wählen würde, was ich vor den beiden aufrichtig zugab. Julien zierte sich aber Lindsey hatte er nichts entgegen zu setzen. Seine Bedingung war aber, dass auch sie Patin unserer Kinder wird. Und dies ist doch wohl auch in deinem Sinne, Cathérine."
Langsam senkte Jack seinen Blick. Und dann fanden seine Lippen die seines Weibes zu einem aufrichtigen und innigen Kuss. Er war sich sicher alles getan zu haben, um seine Fehler wieder auszubügeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 25. Okt 2015, 19:00 
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rettender Engel
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Das stimmte wohl. Warum sollte Jack sie in dieser Hinsicht belügen? Dazu hatte er überhaupt keinen Grund. Und auch nicht in anderen Dingen. Catherine freute sich über diese Neuigkeiten wirklich sehr und erwiderte seinen Kuss daher mit entsprechender Leidenschaft, während sie ihre Hände um seinen Körper legte. Erst nach einer ganzen Weile löste sie sich wieder von Jack und lächelte ihn an. "Du bist einfach der Beste. Unter diesen Umständen kann ich auch darüber hinweg sehen, dass Evans der Taufpate von Cedric wird. Und natürlich soll auch Lindsey Taufpatin werden".

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 25. Okt 2015, 20:35 
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"Von Alienor," nuschelte Jack ein wenig atemlos als Cate von ihm abgelassen hatte. Ein Hüsteln im Hintergrund lenkte seine Aufmerksamkeit auf Father Macintosh, der sich das Ganze mit gerunzelter Stin besah. "Willkommen, Father. Meine Schwiegermutter und ihr Gatte werden Euch sicher gern ein Frühstück auftischen. Mein Weib und ich werden sogleich für die Zeremonie wieder hier sein." Ohne eine Antwort des Kirchenmannes abzuwarten, griff Jack nach der Hand seiner Gattin und zog sie hinter sich her ins Schlafzimmer und von dort ins Ankleidezimmer. "Wirf dich ein wenig in Schale, Princesse." Jack grinste und machte sich dann an der Waschschüssel zu schaffen. Doch bald war er damit fertig und zog aus einer Truhe edle Kleidung hervor. Und schon kurz darauf stand er in dunklen Kniehosen, weißem Rüschenhemd, dunkelgrüner Samtweste und grüner, bestickter Jacke vor dem Spiegel, wo er versuchte seine Haare mit einem Samtband zusammen zu fassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 26. Okt 2015, 21:36 
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Piratin
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Es war jedoch Caroline Evans, die sich des Priesters annahm, ihn zum Esstisch führte und neben Gregory Platz nehmen hieß. "Sagt, Father, wäre es möglich, dass mein Gatte und ich die Beichte ablegen. Wir wollen unsere Sünden bereuen," meinte Caroline während Sie Father Macintosh Tee eingoss und warme Brötchen servierte. Ihrem Gatten, goss sie dann sogleich noch Kaffee nach und streifte ihn nur mit einem Seitenblick.


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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 27. Okt 2015, 16:45 
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rettender Engel
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"Von mir aus auch von Aliénor", grinste Catherine. Dann vernahm auch sie das Hüsteln und wandte sich ebenfalls um. Augenblicklich lief Catherine rot an, als sie den Pfarrer erblickte. Wie lange mochte er schon da gestanden haben? Im Gegensatz zu ihrem Gatten verzichtete sie auf eine Begrüßung und nickte ihm lediglich zu. Nur all zu gerne ließ sich Catherine von Jack ins Ankleidezimmer ziehen, weshalb sie auch nicht lange bis dort hin brauchten.

Dort agnekommen, tat sie, was Jack ihr gesagt hatte und suchte sich unter ihren Kleidern Eines heraus, das aus Frankreich stammte. Mit Sicherheit nicht mehr die aktuellste Mode dort aber es gefiel ihr noch immer. mit seinem zartgrünen Stoff und den cremefarbenen Spitzen am Dekolleté. Dazu passend flocht sie sich die Haare zur Seite und verarbeitete ein Band darin, welches aus dem selben grünen Stoff wie das Kleid selbst bestand. So trat sie schließlich hinter Jack, der sich vor dem Spiegel noch an seinen Haaren zu schaffen machte. Kurzerhand nahm sie Jack das samtene Band aus der Hand und band seine Haare damit zusammen, wie er es wohl soeben selbst vorgehabt hatte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 31. Okt 2015, 14:17 
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"Merci, ange." Jack drehte sich zu seiner Gattin um und betrachtet sie Er sagte nichts während er den Blick forschend über sie gleiten ließ. Doch dann Schlich sich ein Lächeln auf seine Lippen und sein Blick spiegelte eine Mischung aus Bewunderung und Begehren wieder. Er reichte Catherine den Arm.
Aliénor und Cédric kamen ihnen auf dem Gang entgegen. Das Mädchen zupfte an ihrem Kleid und den Haaren herum und zog ein recht unglückliches Gesicht:"Diantre! Maman, ich sehe aus wie Georgettes Puppe. Ich will Hosen und ein Hemd wie Cédric!"
Jack verkniff sich den spöttischen Kommentar, der ihm auf der Zunge lag. Er räusperte sich und setzte einen strengen Ton auf:"Es wird heute nicht mehr geflucht, petite. Und du siehst sehr hübsch aus, womit du uns sehr große Ehre machst. Also sei lieb und lächele, petite. Mein Sohn, ich bin stolz auf dich. Und nun gehen wir hinunter und bringen diese ver... diese Taufe hinter uns."


"Nun eine Beichte verlangt echte Reue, um von den Sünden reingewachsen zu werden, Mylady. Das lässt sich hier und heute nicht so einfach bewerkstelligen. Ich hätte die Kinder auch lieber in der Kirche getauft aber man bot mir eine gute Summe echten Goldes für diese... Dieses Spektakel hier. Am Sonntag nach der Messe, da will ich Euch gern im Beichtstuhl empfangen." Father Macintosh nahm einen großen Schluck seines Tees. Seit er auf dieser Insel unter den Piraten leben musste, hatte er so manches Mal seinen Schöpfer gefragt, womit er diese Prüfung verdient habe. Eine befriedigende Antwort hatte er noch nicht erhalten. Aber immerhin mangelte es ihm hier an wenig.
Mit einem klirren stellte er die Teetasse zurück als sein Blick zur Türe glitt, durch die das Ehepaar Perry mit den beiden ältesten Kinden voran herein kam. Die Kinderfräulein folgten mit den beiden kleinen Töchtern. Und Georgette Evans trug eine in einem hübschen hellblauen Kleid steckende Jeanne, deren Gesichtchen davon zeugte, dass sie heftig geweint hatte. Ängstlich klammerte sie sich an das ältere Mädchen. Waren die Kinder hübsch anzusehen, so war deren Mutter eine wahre Augenweide, befand Macintosh. Allerdings drückte Catherine Perrys gesamte Haltung aus, dass sie zu dem Mann an ihrer Seite gehörte. Unwillkürlich entglitt Macintosh ein Seufzer.

Jack hob fragend eine Augenbraue, sagte aber nichts weiter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 8. Nov 2015, 14:14 
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Cf: Black Shades Haus

Mit einem Stirnrunzeln dachte Julien Lapierre darüber nach, was der aufmüpfige, arrogante Kater Alessio, der sich selbst als Berater von Black Shade bezeichnete nun schon wieder ausheckte. Der Mond stand günstig- doch günstig wofür? Doch Julien wollte sich nicht mitteilen. Stattdessen stellte er Lindsey auf dem Weg eine andere Frage: "Was werden wir tun, wenn Euer Sohn auch eine Taufe haben will, Lindsey?" Er warf Aidan einen Blick zu, der vor ihnen her trottete und dabei ein irisches Lied auf den Lippen hatte.

Doch dann hatten sie das festlich geschmückte Haus erreicht. Beim Eintreten in den Salon, wo die Zeremonie stattfinden sollte, sah sich Julien Lapierre einem Father Mackintosh gegenüber, der eine bezaubernd aussehnde Cathérine beinahe mit den Augen verschlang. Juliens Miene verfinsterte sich. Doch er kam nicht weiter dazu, sich mit der Sache zu befassen, denn etwas zupfte an seinem Hemd und eine kleine Hand schlich sich in seine. Aufgelöst wisperte Jeanne Perrier:"Könnt Ihr mich nicht verstecken, Onkel. Ich will nicht getauft werden. Capitaine Farrell liest immer so gruselige Dinge aus der Bibel vor. Ich will nicht in die Hölle." Julien ging in die Hocke und verkniff sich jedwedes Grinsen. "Bien. Keine Sorge, ma fille. Es tut nicht weh. Und ich verspreche dir, das du ganz sicher nicht in die Hölle kommst." Er strich der Kleinen behutsam übers Haar. Doch sie schniefte ein wenig und unterdrückte das Weinen, das in ihr aufsteigen wollte. Ihre kleine Kinderhand krampfte sich um seinen Finger. "Ich will nicht!" Sie schüttelte heftig den Kopf. Julien sah zu ihren Elern hinüber. Unglücklicherweise war Jacques nun mit Aliénor befasst, deren Blick schien als ob sie gleich ein Entermesser ziehen und es jemandem irgendwo hin rammen wollte. Sie war auf ihre WEise ebenso angetan von der Taufe wie ihre jüngere Schwester. Lapierre seufzte und hob Jeanne auf seinen Arm.
Der Pfaffe blickte in die Runde:"Sind alle hier? Können wir mit der Taufe beginnen?" Sein Blick blieb abermals an der Mutter der Täuflinge hängen, die ihm ein paar unkeusche Gedanken bescherte, doch er fing sich wieder und fasste die spärliche Gemeinde ins Auge. "Wir haben uns heute hier..." Julien unterbrach den Mann:"Father. Wir sollten noch einen Auegnblick warten." Mackintosh starrte den Seemann an, der eines der Mädchen auf dem Arm ihm so brüsk ins Wort gefallen war. "Wie Ihr meint, Lapierre. Ich habe Euch schon im Gottesdienst aber noch nicht bei der Beichte gesehen... aber nun gut, dass ist ja keine hinreichende Bedingung für diese... Taufe." Und dann erhellte sich die Miene des Gottsmannes. Und mit einem Lächeln fragte er in die Runde:"Gottes Wege sind unergründlich. Und damit alle etwas von dem Segen haben, taufe ich hiermit alle Anwesenden im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes." Er versprengte das mitgebrachte Weihwasser über die Köpfe der Amwesenden und verkündete:"Wir sind fertig! Und nicht für das doppelte Gold oder noch mehr gute Worte, werde ich auf dieser Insel weitere solcher Zeremonien abhalten. Ich erwarte jeden rechtschaffenen Mann und jedes ehrbare Weib, wie es sich gehört in meiner Kirche!" Julien wisperte Jeanne ins Ohr: "Na siehst du, ma fille. War überhaupt nicht schlimm." Er reichte ihr ein spitzenes Taschentuch, denn die Tränen liefen bereits wieder.


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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 9. Nov 2015, 14:01 
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rettender Engel
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Catherine hatte sich bei ihrem Gatten eingehakt und das Zimmer verlassen, als sie kurz darauf auch schon ihre beiden Ältesten entgegen kamen. Sie verdrehte die Augen. Diese Reaktion war zu erwarten gewesen. Gerne hätte sie ihre Tochter zurechtgewiesen aber Jack war ihr bereits zuvor gekommen. Als sie unten angekommen waren, bemerkte Catherine die Blicke des Fathers und vernahm sein Seufzen. Fast hatte sie das Gefühl, dass er sie fast mit ihren Augen ausziehen wollte. Sie wusste nicht recht, was sie davon halten sollte, ignorierte dieses Verhalten jedoch so gut es ging.

Endlich waren auch Lindsey und Julien angekommen und alle waren versammelt, was den Father sehr zu freuen schien denn er zögerte nicht lange und taufte kurzerhand alle Anwesenden. "Ich bezweifle, dass alle Anwesenden ihn zur Beichte aufsuchen werden", flüsterte sie in Jacks Ohr und grinste.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 12. Nov 2015, 06:33 
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"Die wenigsten werden zur Beichte gehen. Und er sollte vielleicht selbst erstmal davon Gebrauch machen. Gut, dass du mir gehörst," flüsterte Jack zurück, hielt Cates Hand und drückte sehr demonstrativ einen Kuss auf ihre Wange. Mit einem Grinsen fuhr er fort:"Was Shade wohldazu dagen wird, dass Aidan nun so unverhofft gleich mitgetauft wurde?!" Dann blickte er, Cates Hand noch immer in der Seinen, in die Runde und rief laut:"Esst, trinkt und feiert, mes amis." Wie auf ein Stichwort begannen nun einige Musik zumachen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 12. Nov 2015, 15:11 
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Oh ja. Genau das vermutete Catherine ebenfalls. Ein Grinsen zeigte sich auf ihren Lippen als sie versuchte sich vorzustellen, wie Julien, Jack oder gar Lindsey fromm zur Beichte gehen würden. Diese Vorstellung misslang jedoch kläglich denn Catherine wusste, dass dies niemals geschehen würde. Sie selbst würde der Beichte lieber ebenfalls fernbleiben. "Ja ... es ist gut, dass ich Dir gehöre. Wer weiß, was er im Beichtstuhl mit vor hat, so wie er mich die ganze Zeit ansieht", grinste sie ihren Gatten an. Und dann, als endlich die Musik einsetzte und alle zu feiern begannen, schlang sie ihre Arme um Jacks Hals und schenkte ihm demonstrativ vor aller Augen einen leidenschaftlichen Kuss, der den Pfaffen sehr entgeistert drein blicken ließ.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 12. Nov 2015, 21:43 
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Jack genoss den Kuss, vertiefte ihn und zog sein Weib sehr unschicklich nahe an sich heran. Doch dann blickte er mit einem diabolischen Grinsen in den Augen zu seiner Gattin und meinte frech:"Vielleicht sollte ich doch mal zur Beichte gehen. Es würde dem guten Mackintosh wohl heiße Ohren und schlaflose Nächte bereiten. - Lust auf einen kleinen Spaziergang, mein Weib? Allerdings möchte ich bei deinem Kuss eher vermuten, du kannst es kaum erwarten wieder die Stiege hinauf zu kommen, Liebste." Er deutete mit dem Finger zur Decke hinauf in Richtung des Schlafzimmers. Ungeniert lag Jacks andere Hand noch immer auf Cates Hüfte und presste sie an ihn. "Ein Jahr ist verflucht lang." Und schon senkten sich seine Lippen wieder auf die Ihren zu einem erneuten leidenschaftlichen Kuss. Sollten der Pfaffe und alle anderen nur gucken. Jack war verrückt nach seinem Weib und sich in diesem Moment sehr sicher, dass er das Kommando über die "Dianne" wirklich abgeben und hier bei seiner Familie an Land bleiben wollte. Vor allem bei seiner Liebsten. Und er hatte sein Versprechen gehalten, das die Kinder nun getauft waren und er die Kirche noch immer nicht betreten hatte. Aliénor zupfte an seinem Ärmel und murrte:"Sind wir fertig, Capitaine? Darf ich spielen gehen?" Als sie merkte, dass ihre Eltern mehr mit sich beschäftigt waren u d ihr. Nicht wirklich Gehör schenkten setzte sie hinzu:"Komm Ceddy, gehen wir zum Strand. Das wird sicher die nächste kleine Schwester. Und wenn Papa das Kommando über die "Dianne" abgibt sollten wir uns nach einer Heuer in einer anderen Crew umsehen."
Jack grinste, hatte er seine Tochter sehr wohl gehört. Aber er unterbrach das Küssen nicht, um ihr auf diese Frechheiten zu antworten. Das Hühnchen würde er anders mit Aliénor rupfen. Jetzt war er mit seinem Tun ausschliesslich bei Cathérine.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 15. Nov 2015, 19:12 
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Lapierre setzte Jeanne auf den Boden. Eben wollte er sich bei Lindsey erkundigen, was Black Shade wohl zu der Taufe sagen würde, die nun auch Aiden getroffen hatte. Sollte man das dem Captain überhaupt sagen, fragte er sich. Da vernahm er die Worte Aliénors. Julien schüttelte den Kopf. Das Mädchen war wirklich ein aufmüpfiges Ding. Er gesellte sich zu Gregory Evans und sprach ihn an:"Ist nicht ohne, Eure Patentochter. Sie ist ein wildes Ding und dickköpfig. Ich kann für Euch nur hoffen, dass Jacques und Cathérine wirklich ein langes Leben vor sich haben. Etwas anderes, Evans. Ein paar von uns treffen uns am morgigen Abend in der Taverne. Ihr und Eure Crew seid herzlich eingeladen."


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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 6. Dez 2015, 11:29 
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Jacks Vorschlag mit dem Spaziergang klang gut. Catherine grinste bei seinen weiteren Worten, blieb jedoch innerlich dabei, lieber spazieren gehen zu wollen, als er sie abermals küsste. Erst, als sie Aliénor's Worte vernahm, ließ sie von Jack ab. "Lass uns spazieren gehen und aufpassen, dass Deine Tochter nicht abheuert", grinste sie ihren Gatten an. Ja ... Jack hatte recht. Ein Jahr war wirklich verflucht lang. Aber Catherine wollte ihre gemeinsame Zeit nun lieber nicht im Schlafzimmer verbringen. "Da oben sind wir doch sowieso jede Nacht", lachte sie und nahm Jack an der Hand, um mit ihm gemeinsam das Haus zu verlassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 6. Dez 2015, 11:35 
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Bezüglich der seltsamen Methoden in diesem Haus zog Gregory eine Augenbraue nach oben. Nicht nur, dass die eigentlich sehr gut erzogene Tochter des verstorbenen Admirals hier ungeniert ihren Gatten küsste. Nein. Auch der Father schien nicht ganz bei Trost zu sein. Und dann auch noch dieses kleine, aufmüpfige Ding, das nun seine Patentochter war. So konnte Gregory nicht anders, als auf die Worte des Franzosen hin zu nicken. "Wenn nicht, werde ich ihr eben Anstand beibringen müssen", überlegte er. Dann nickte er auf die weiteren Worte des Franzosen. "Ich werde zusehen, dass alle Crewmitglieder morgen in der Taverne erscheinen".


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 Betreff des Beitrags: Re: Haus von Le Renard
BeitragVerfasst: 6. Dez 2015, 21:58 
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Mit einem teuflischen Grinsen bemerkte Jack die Blicke Father MacIntoshs wie auch die vorwurfsvoll nach oben gezogene Braue Commodore Evans. Er nickte zufrieden, in dem Bewusstsein eine gute Schau abgeliefert zu haben, genau der verwerfliche Pirat zu sein, den andere in ihm sehen wollten. Er ließ sich von Cate hinaus führen. Sicherlich würde so mancher sich denken, dass sie nichts Besseres zu tun wüssten als sich miteinander zu vergnügen. Doch Jack war es einerlei. Sein Weib hatte recht, sie hätten jede Nacht im Schlafzimmer für sich. Und es war wirklich wichtiger sich nun um Aliénor zu kümmern, die eben dabei war Cédric zu der schmalen Stiege zu bringen, die vom Garten zum Meer führte. "Wohin des Wegs, Petite? Wenn Du in einer anderen Crew anheuern wolltest, ma fille, dann wäre es besser bei dem Fest zu bleiben, deine Trinkfestigkeit, dein Glück im Spiel, deinen Charme und dein Geschick im Faustkampf zur Schau zu stellen, um den anderen Männern zu imponieren. Oder gute Manieren an den Tag zu legen, um deinen Paten zu beeindrucken, Petite." Jack ließ die Hand seiner Liebsten los und machte noch ein paar Schritte auf die Kinder zu, dann sprach er weiter: "Hättest du dein Tun gut überlegt, Aliénor Perrier, so wäre dir in den Sinn gekommen, dich noch mindestens eine Stunde tadellos zu benehmen und deine Mutter und mich dann zu bitten, die heutige Nacht auf der "Dianne" zu verbringen. Dass wir nicht in See stechen, heißt ja nicht, dass wir nicht auf dem Schiff leben könnten. Aber so, ma fille, wirst du mich überzeugen müssen, warum du für deinen Ungehorsam und die Aufmüpfigkeit, die jeder Capitaine mit Stockschlägen Strafen würde, noch belohnt werden solltest. Vielleicht möchten deine Mutter und dein Bruder ein gutes Wort für dich einlegen."
Beim Klang der Stimme ihres Vaters war das Mädchen stehen geblieben. Sie wandte sich zu ihm um und blickte betreten auf ihr verschmutztes, am Saum eingerissenes Kleid und die vom Naschwerk verklebten Finger. Nein, eine wohlerzogene kleine Dame war sie mit Sicherheit nicht. Cédric löste sich geschwind von der Schwester und lief zur Mutter hinüber. Er war doch gänzlich anderen Gemüts als die Schwester. Aliénor seufzte und hob nun trotzig den Kopf:"Ich brauche die Männer nicht beeindrucken. Ich werde Capitaine der "Dianne", da müssen sie mir folgen. Oder sie bekommen weder Rum noch Prise!" Sie stampfte nun trotzig mit dem Fuß auf. Jack musste sich das Lachen verbeißen. Kurz schaute er zu Cathérine und seinem Sohn hinüber, um sich zu sammeln. "Capitaine, ist kein Titel, den man einfach so erbt, Petite. Man muss es sich verdienen, eine Mannschaft führen zu dürfen. Aber all diese Lektionen wirst du später noch lernen. Für heute ist es genug. Wir wollen von den verdienten Schlägen absehen. Cédric, bring sie in euer Zimmer hinauf. Morgen früh, bei Sonnenaufgang erwarte ich euch beide an Deck der "Dianne". Jack ging zu seinem Sohn und strich him liebevoll durchs Haar. "Soll eure Mutter euch zu Bett bringen?" Die Frage war im liebevollen Tonfall gestellt, ein krasser Gegesatz zu der Strenge gegenüber seiner Tochter. Cédric verneinte und verabschiedete sich gleich hier in Garten von seiner Maman. Aliénor trabte missmutig hinter ihm her.
Als die beiden weg waren, seufzte Jack. Er hielt Cathérine seine Hand hin und meinte:"Ich bewundere dich, mon ange. Unsere Älteste treibt selbst mich zur Verzweiflung, wie muss es dir erst ergehen mit ihrem hitzigen Gemüt und ihrem Dickkopf, frage ich mich. Komm mit mir zu unserem Schiff. Ich will ein paar Pläne mit dir besprechen. Zudem habe ich in Nassau ein kleines Fass eines sehr exquisiten Rotweins ergattern können. Ein spanischer Wein, weich und süß. Ich denke, der ist das richtige für uns beide, um auf die mehr oder weniger gelungene Taufe anzustoßen. Und auf dem Schiff habe ich etwas mehr Zeit, bis Black Shade erfährt, dass Aidan nun mitgetauft wurde. Er hielt sowieso nichts von der ganzen Veranstaltung, wird mir aber wohl die Hölle bereiten, wenn er mitbekommt, dass sein Spross da hinein gezogen wurde. Hast du Lindsey eigentlich mal gefragt, warum sie nur den einen Sohn haben? Ach,eigentlich ist es auch egal." Er nahm die Hand seiner Gattin in die seine, hauchte einen flüchtigen Kuss darauf und setzte mit ihr seinen Weg fort.

tbc: "Dianne", An Deck

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