Secret of The Cursed Island & The Black Seawolf

Ein Historisches Piraten RPG mit Fantasyelementen, spielt etwa Ende des 17.Jahrhunderts.
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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 13. Jan 2013, 20:35 
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Capitaine Le Renard
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Jacques schaute zu ihr auf und versuchte Cathérines Miene zu lesen, es gelang ihm jedoch nicht. "Es tut mir unendlich leid, Cathérine. Wahrscheinlich bist du mit dem dümmsten Kerl der Karibik verheiratet. Ich möchte dich trotzdem um deine Hilfe ersuchen. Ich brauche dich. Und ich weiss nicht ob es gut oder schlecht für mich ist, dass du ob meiner Worte so unbeeindruckt scheinst. Ich möchte nicht sagen, gleichmütig." Seine Feststellung klang sehr nach Resignation, so als ob er nicht mal zu hoffen wagte, dass sich alles zum besseren wenden könnte. Er fuhr sich müde über die Augen. Dann erhob er sich von der Seekiste und meinte: "Ich würde gerne noch ein wenig schlafen. Erlaubst du mir, dein Bett zu benutzen?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 13. Jan 2013, 20:59 
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Erneut trat ein Schweigen ein, während Catherine ihn stumm anblickte. Dann jedoch fasste sie sich ein Herz und gestand. "Ich bin keineswegs unbeeindruckt. Ich wusste es bereits. Captain O'Riordan war hier und hat mir alles erzählt". Für einen Moment fühlte sie sich schlecht. Fast so, als hätte nun sie Jacques hintergangen. Catherine blickte kurz zu Boden und dann wieder zu Jacques. "Noch viel mehr als die Tatsache wie Du in heute Nacht mit mir umgegangen bist hat mich verletzt, als ich das alles von Acacia gehört habe. Ich war richtig wütend. Ausgerechnet Du, der mir das Versprechen abgenommen hat, dass wir niemals ein Geheimnis voreinander haben werden, hat mir so etwas verschwiegen. Natürlich habe ich gesagt, dass mich die Vergangenheit nicht interessiert. Aber das bezog sich mehr auf Dinge, die auch wirklich in der Vergangenheit liegen. Jedoch begleitet Dich diese Geschichte bis heute. Ich finde, das hättest Du mir sagen müssen". Catherine nahm einen Schluck Wasser, bevor sie fort fuhr. "Ich wollte es aus Deinem Mund hören und bestätigt wissen, dass ich nicht nur eine von vielen bin und Du mich nicht belügst", erklärte sie. Ihre voran gegangene Wut war verebbt und so schlüpfte Catherine aus ihrem Kleid und zog sich eines ihrer Nachthemden über. Bevor sie die Bettdecke zurück schlug, entdeckte sie die Rose auf ihrem Kissen, nahm diese und stellte sie notdürftig in den Wasserkrug. Etwas anderes hatte sie nicht und es wäre zu schade, würde die Blume viel zu schnell verwelken. Dann schlüpfte sie in ihr Bett. Auf Jacques Frage hin, ob er ihr Bett benutzen dürfe, nickte sie mit dem Kopf in Richtung der Hälfte, in der Jacques geschlafen hatte. Bevor er jedoch dieser Einladung folgen konnte, gebot sie ihm mit einer Handbewegung Einhalt. "Aber nur, wenn Du mir versprichst, dass sich das nicht wiederholen wird".

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Zuletzt geändert von Catherine Perrier am 14. Jan 2013, 13:28, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 13. Jan 2013, 21:17 
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Jack trat an das Bett heran, ein grimmiges Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen: "Ich verspreche dir nichts mehr zu verheimlichen. Nichts mehr zu verschweigen. Aber wenn du etwas über mich wissen willst, dann frag mich. Ich kann auf Acacia als Amme verzichten." Er schlüpfte unter die Bettdecke, lag aber starr auf dem Rücken. Eigentlich wollte er Cathérine in die Arme schliessen sehnte sich nach ihrer Nähe, ihrer Wärme. Doch er glaubte seine Rechte für heute verwirkt zu haben. Da musste er wohl noch ein wenig mehr in die Wagschale werfen und Abbitte leisten, dachte er. Vorsichtig drehte er sich auf die Seite, schob den Arm unter seinen Kopf und schickte ihr sehnsüchtige Blicke. "Ich hoffe die Rose trifft deinen Geschmack, Cathérine. Ich weiss nicht mal, welches deine Lieblinsblumen sind. Ich weiss vieles über dich nicht,"stellte er fest.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 14. Jan 2013, 13:33 
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"Die Rose ist wunderschön", erklärte sie Jacques mit einem Lächeln, dann zog sie sich die Decke bis unters Kinn und schloss die Augen. Erst jetzt bemerkte Catherine, wie müde sie war. Der Alkohol und die Anstrengungen des Abends und vor allem der Nacht machten sich bemerkbar. Auf dem Rücken liegend war Catherine rasch eingeschlafen. Kurze Zeit später jedoch drehte sie sich immer noch schlafend zur Seite, rutschte näher an Jacques heran und kuschelte sich an ihn. Trotz aller Müdigkeit schlief sie ganz offensichtlich doch am Besten, wenn sie seine Nähe spüren konnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 14. Jan 2013, 22:03 
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Jacques beantwortete Cathérines Lächeln mit einem glücklichen Grinsen, sagte aber nichts weiter. Und das Grinsen wurde eine Spur breiter als sie sich im Schlaf an ihn kuschelte. Da waren ihm wohl doch noch nicht sämtliche Felle davongeschwommen, stellte er für sich fest. Allerdings wagte er es nicht Cathérine näher an sich zu ziehen oder richtig in die Arme zu schliessen. Jack schloss die Augen und war bald darauf ebenfalls eingeschlafen.

Es war Mittag als Claire mit grossem Getöse das Schlafzimmer betrat. Sie hatte Wäsche gemacht und wollte die Kleidung nun wegräumen. Das ihre Herrschaften noch schliefen hatte sie vergessen. Jack wurde unsanft aus seinem Schlaf gerissen, schreckte hoch und hatte schnell ein Messer zur Hand. Dies wiederum erschreckte Claire, die mit weitaufgerissenen Augen los schrie. Er legte das Messer beiseite, bequemte sich aus dem Bett und versuchte das Hausmädchen zu beruhigen. Claire jedoch wehrte sich heftigst. Während sie noch immer aus Leibeskräften schrie, schlug sie nach ihm und versuchte ihn mit ihren Nägeln zu kratzen. Es war Jacques, der schliesslich ausrief: "Hilfe." Was seine Wirkung auf Frauen betraf, so schien das in letzter Zeit irgendwie schief zu laufen und in chaos zu enden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013, 20:32 
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Auch Catherine wurde unsanft aus dem Schlaf gerissen, als Claire mit der Wäsche eintrat. Gerade noch im letzten Moment hatte sie gesehen, wie Jacques das Messer zur Seite legte, bevor er aufstand, um Claire zu beruhigen. Rasch setzte sie sich auf und beobachtete eine Weile das Schauspiel, bis schließlich merkwürdiger Weise Jacques der Jenige war, die um Hilfe rief, obgleich sie eigentlich damit gerechnet hatte, dass Claire dies gleich tun würde doch ganz offensichtlich hatte das junge Dienstmädchen in dieser Situation die Oberhand. Ein wenig erstaunt blickte Claire ihn an, als er um Hilfe rief, dann drehte sie sich abrupt um und stürmte aus dem Zimmer. Ihre Schritte waren deutlich zu vernehmen, als sie eilig die Treppe hinunter lief. Kurz herrschte Stille im Schlafzimmer der Perriers, bis vom Bett her plötzlich ein lautes Lachen ertönte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013, 20:58 
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Ganz langsam drehte Jacques Perrier sich zum Bett um. Es war ihm völlig unverständlich was an dieser verfluchten Situation dermassen lächerlich sein sollte. Zuerst einmal musste er den Schluss ziehen, dass Claire trotz ihres Vornamens offensichtlich kein Französisch verstand, da seine Worte wohl keinen beruhigenden Einfluss auf sie ausgeübt hatten. Zum anderen tätigte er die Feststellung, dass das Dienstmädchen offensichtlich gut bewaffnet war. Das linke Auge, wo sie ihm einen heftigen Kratzer verpasst hatte, schmerzte und blutete nun. Abgesehen von dem Vorfall fühlte er sich noch immer elend, der Kopf schmerzte, ihm war schlecht und die Muskeln waren auch noch verspannt. Er betrachtete die Wäsche, die vom Hausmädchen fallen gelassen vor seinen Füssen lag. Da Cathérine sowieso schon herzhaft lachte hätte er die Sache gerne einfach so abgetan. "Du hättest vielleicht doch Norrington nehmen sollen. Der ist bestimmt viel disziplinierter," knurrte er in Richtung auf das Bett. Man merkte Jack den verletzten Stolz an. Er bückte sich wahllos nach einem der am Boden verstreuten Teile, wollte damit eigentlich das Blut fortwischen. Doch dazu kam er nicht mehr. Sein Kreislauf versagte, er verlor das Gleichgewicht, taumelte haltsuchen einen Schritt in Richtung des Bettes und ging zu Boden, das Bewusstsein verlierend.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 16. Jan 2013, 08:20 
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Natürlich war sich Catherine bewusst, dass es alles andere als nett gewesen war, in dieser Situation zu lachen. Doch sie konnte nicht anders. Irgendwie hatte das alles doch etwas Belustigendes an sich. Alle Belustigung verschwand jedoch, als Jacques plötzlich nach hinten taumelte und zu Boden fiel. Sofort war Catherine aus dem Bett gesprungen und kniete neben ihm, während sie lautstark nach Rose rief. Diese vernahm die Rufe unten im Haus und eilte sofort vorbei an der noch immer aufgelösten Claire - sobald geklärt war, was Misstress Perry von ihr wollte, würde sie sich bei dem anderen Dienstmädchen unbedingt erkundigen, was da oben vorgefallen war - die Treppe hinauf und auf direktem Weg ins Schlafzimmer. "Rose ... Bring mir einen Krug Wasser. Schnell!", wies die besorgte Hausherrin das Dienstmädchen an und Rose eilte davon, dem Befehl folge zu leisten. Kurze Zeit später kam sie mit dem besagten Krug zurück und füllte einen Becher mit dem kühlen Wasser. Catherine hielt Jacques Kopf unter ihrem Arm gestützt, während Rose ihm das Wasser einflösste. Dann hievten sie ihn hoch und schafften es mit vereinten Kräften, Jacques aufs Bett zu befördern. Die besorgte Catherine wich nicht von seiner Seite und strich ihm sanft durch die Haare, während sie immer wieder seinen Namen rief. Die Belustigung von zuvor war aus ihren Augen gewichen und machte den Tränen Platz, die über ihre Wangen kullerten. "Jack ... bitte komm zu Dir".

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 16. Jan 2013, 13:08 
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Es war als vernähme er wie aus weiter Ferne, dass sein Name gerufen würde. Jack kämpfte gegen die bleierne Schwere an, die von ihm Besitz ergriffen zu haben schien. Der Kopf hämmerte, die Glieder schmerzten und er fühlte sich unheimlich erschöpft. Ganz, ganz langsam kam er wieder zu sich. Jack öffnete die Augen und starrte das Wesen an, das er erblickte. Sehr langsam sickerte es in seinen Verstand, sein Bewusstsein, das es Cathérine, seine Frau war. Er versuchte die Hand zu heben, ihr beruhigend über die Wange zu streichen, fühlte sich aber im gleichen Augenblick zu schwach dazu. Irgendetwas war mit seinem einen Auge nicht in Ordnung, denn Cathérines Bild verschwamm ein wenig. Oder war sie gar nicht wirklich bei ihm, war sie nur ein Trugbild? Er fühlte Übelkeit in sich aufsteigen. Wann und warum hatte er sich nur dermassen betrunken, fragte er sich. Es musste alles Einbildung sein. Sicherlich lag er in einer Hängematte auf dem Schiff, dachte er. Jack versuchte zu sprechen, ein heiseres Flüstern: "Cathé..." Er meinte Tränen auf ihren Wangen bemerkt zu haben, wollte sie trösten, fragen was los sei. Doch all das war ihm völlig unmöglich. Ein starkes Zittern überfiel ihn. Und er war tatsächlich geneigt zu glauben, sein letztes Stündlein habe geschlagen. Nie zuvor hatte er sich so elendig und erbärmlich gefühlt. Dann ging es ganz schnell, er kam schwankend hoch und erbrach sich in ein Gefäss, das helfende Hände eilig bereithielten. Erschöpft und elend sank er dann völlig entkräftet zurück, fühlte sich dem Tod immer noch näher als dem Leben. Er schloss die Augen und zischte zwischen zusammengebissenen Lippen sehr leise: "Diantre!"

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 18. Jan 2013, 13:08 
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Erleichtert darüber, dass Jacques wieder fluchen konnte, legte Catherine seinen Kopf sanft wieder in die Kissen und schenkte Wasser nach, um den gefüllten Becher abermals an seine Lippen zu führen. Rose hingegen versuchte, die Ordnung im Schlafzimmer wieder her zu stellen und sauber zu machen, während sie sich die ganze Zeit über fragte, was hier vor sich ging. Zuerst das Dilemma der letzten Nacht, dann eine gänzlich verstörte Claire, die aus dem Schlafzimmer der Perrys flüchtete und dann dieser bedauernswerte Zustand ihres neues Hausherrn. Gerne hätte sie sich ein Herz gefasst, Misstress Perry zur Seite gebeten und gefragt was los sei. Doch Rose wusste, dass sie das nichts anging. Nichts desto trotz machte sich das Dienstmädchen große Sorgen um Misstress Perry, denn nach der letzten Nacht fühlte sie sich fast an die Ereignisse erinnert, die sich in diesem Hause zutrugen, als Captain Logan noch unter den Lebenden weilte. So blickte sie nachdenklich in Richtung des Bettes und erkundigte sich bei ihrer Hausherrin. "Kann ich sonst noch irgend etwas für Euch tun Misstress?" Catherine verneinte dies jedoch lediglich mit einem stummen Kopfschütteln, die Augen keine Sekunde lang von Jacques abwendend.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 18. Jan 2013, 13:41 
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Einige Stunden hatte er in einem unruhigen Schlaf mit erschreckenden Bildern verbracht. Nun schlug Jacques Perrier die Augen auf und fühlte sich noch immer hundsmieserabel. Diese bleierne Schwere, die auf ihm lastete machte ihm zu schaffen. Und er war noch immer unheimlich müde und erschöpft. Trotzdem versuchte er Cathérine zuliebe aufzustehen. Was sollte sie denn von ihm denken, schoss es ihm durch den Kopf. Doch nur augenblicke später waren alle Gedanken dahin. Er liess sich in die Kissen zurück sinken und starrte vor sich hin. Weder war er fähig einen der durch seinen Kopf rasenden Gedanken zu fassen noch sich irgendwie mitzuteilen. Er fühlte sich kraftlos und elend und ein paar Tränen liefen seine Wangen hinab. Dann blieb sein Blick an einem der Hausmädchen hängen, die immer noch damit zugange war Ordnung zu schaffen. "Kaffee," es klang mehr dahingehaucht weder nach Bitte noch nach Befehl und schon gar nicht als hätte Jack einen Wunsch geäussert, denn seine Stimme war völlig emotionslos eher ein Flüstern. Er versuchte das arbeitenden Mädchen im Blick zu behalten, doch es war zu anstrengend und er schloss die Augen wieder. Eine Bewegung neben ihm, liess ihn zusammenschrecken und die Augen wieder aufreissen. Erneute Tränen und ein ersticktes Flüstern: "Cathérine."

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 18. Jan 2013, 14:02 
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Auch als Jacques versuchte, sich nach Rose umzusehen, die immer noch damit beschäftigt war, die Kleider aufzuraffen, welche Claire hatte fallen lassen, drückte Catherine ihn wieder in die Kissen. "Bleib liegen", wies sie ihn an und strich abermals ein paar Strähnen aus seinem Gesicht. Auch, wenn es nicht nach einem Wunsch klang, so vernahm sie Jacques Bedürfnis nach einem Kaffee doch durchaus. "Rose - bring ihm bitte einen Kaffee", bat sie das Dienstmädchen. "Einen starken", fügte sie noch hinzu, als Rose das Zimmer bereits verließ. Sofort richtete Catherine ihre volle Aufmerksamkeit wieder auf Jacques. Mit einem Taschentuch trocknete sie die Tränen, welche aus seinen Augen rannen. Der weiche Stoff verbreitete den zarten Duft des Öls, in dem Jacques so gerne badete. "Was kann ich für Dich tun? Wie kann ich Dir helfen?", fragte sie ihn besorgt, obwohl sie nicht wusste, ob Jacques überhaupt in der Lage sein würde, ihr eine klare Antwort zu geben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 18. Jan 2013, 14:24 
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Bittere Schuldgefühle nagten an ihm. Was hatte er nur getan, was hatte er vor allem Cathérine angetan, fragte er sich. War sie wirklich noch bei ihm in dieser verfluchten Hölle Oder war sie nur ein Trugbild aus längst vergangenenn glücklicheren Tagen? Er wusste es nicht zu sagen, vermeinte aber den Wohlgeruch des Badeöls zu riechen. Eine Welle von Traurigkeit überschwemmte ihn. Jack drrhte das Gesicht ins Kissen, griff unwillkürlich Cathérines Hand und liess den Tränen freien lauf. Zuviel Schmerz und Pein, zu unerträglich. Alles erschien ihm grau, trist und düster.

Rose brachte alsbald einen starken Kaffee, den sie auf dem Nachtkästchen abstellte. Sie warf ihrer Herrin immer wieder besorgte und fragende Blicke zu. Dann vermeldete sie noch, dass eine Besucherin, eine junge Mulattin, die sich Sofia nenne, wünsche vorgelassen zu werden.
Doch diese hatte bereits selbst die Iniative ergriffen und war dem Hausmädchen die Treppe hinauf gefolgt. Statt eines Grusses drang nur der Aufschrei: "Mon Dieu" über Sofias Lippen. Schnell war sie an Catherines Seite und umarmte diese. Dann schaute sie auf Jacques herab und meinte: "Entweder du gibst ihm von dem verfluchten Gift. Oder wir holen einen Arzt und am besten auch den Priester, Catherine."

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 18. Jan 2013, 16:22 
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Catherine nickte lediglich abwesend ob der Worte Roses, dass irgendwer Einlass begehre. Doch alles Weitere erübrigte sich ohnehin, da bereits in diesem Moment auch schon Sofia in der Tür erschien und unverzüglich Catherine umarmte. Sofias Worte erschreckten sie und nun brach auch Catherine haltlos in Tränen aus. Sie war bereit, alles zu tun, was Jacques helfen würde aber warum sie ihm ausgerechnet dieses Teufelszeug geben sollte, was ja Schuld an alle dem trug, wollte ihr nicht einleuchten. Die andere Möglichkeit gefiel ihr jedoch noch fiel weniger. "Aber ...", schluchzte sie vollkommen aufgelöst. "Wie soll ich ihm das Zeug denn geben? Ich habe nichts davon hier". Es schien alles aussichtslos und Catherine sah sich vor ihrem inneren Auge bereits an Jacques Grab stehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 18. Jan 2013, 17:16 
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Sofia runzelte die Stirn und merkte an: "Ich habe Jacques gestern genug Koka gegeben, dass man eine ganze Crew damit bei Laune halten könnte. Du musst es irgendwo hier im Haus haben, Catherine. Es muss irgendwo sein. Durchsuch halt seine Sachen. - Sein Zustand könnte für Wochen so anhalten. Ich denke nicht, dass das im Augenblick die beste Aussicht ist. Schliesslich wollt Ihr in einigen Tagen nach London. Und Acacia,... ähm, ich meine Captain O'Riordan wird nicht so lange warten können. Und wann die nächste Passage zu bekommen wäre, das mag der Himmel wissen. Es hilft nichts. Um diesen verfluchten Narren wieder auf die Beine zu stellen bedarf es vorerst des vermaledeiten Giftes, meint auch Aca... Captain O'Riordan." Eine feine Röte überzog sofias Wangen, was bei ihrem dunklen Teint jedoch nicht allzu sehr auffiel. Sie hockte sich direkt neben ihren Bruder aufs Bett und bemächtigte sich des starken Kaffees. Ungerührt schaute sie dann auf Jack hinab und fing im Plauderton an: "In London werdet Ihr aus ihm jeden verwünschten Dämon einzeln austreiben müssen. Es wird wohl einige Zeit und viel Kraft kosten. Doch wenn es jemand schafft ihn zu heilen, dann Ihr Catherine. Ich begreife zwar nicht warum, aber ihr scheint ihn von ganzem Herzen zu lieben. Und gegen aufrichtige Liebe sind Dämonen machtlos. - Eigentlich kam ich, Euch um eine Stelle als Hausmädchen zu bitten. Oder ein Empfehlungsschreiben. Den ganzen Vormittag habe ich nach einer Stellung gesucht. Doch ausser Schmähreden, Schimpf und Schande kam dabei nichts herum.- Wisst Ihr überhaupt, nach was Ihr suchen müsst, Catherine? Ein Lederbeutel randvoll mit einem weissen Pulver, dass ein wenig wie Mehl ausschaut. Probiert ruhig davon, vielleicht begreifft ihr dann wieso er davon nicht lassen kann."

Trotz der Taurigkeit und der Tränen war Jack wieder in schlaf gesunken, der nun durch ein konstantes Geräusch gestört wurde. Er knurrte unwirsch , drehte sich herum und öffnete die Augen. Noch immer fühlte er sich elend. Sein Blick erfasste die Gestalt, die da auf der Bettkante hockte und er vernahm ihr Geplapper, konnte den einzelnen Worten jedoch nicht folgen. Einen Moment blinzelte er, um dann zu murmeln: "'fia, was tust du hier?" Er rappelte sich mühsam hoch und suchte nach Cathérine.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 18. Jan 2013, 17:28 
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Augenblicklich sprang Catherine auf und machte sich eilig über Jacks Sachen her, um dieses Teufelszeug zu finden. Auch, wenn es ihr nicht gefiel, behielt Sofia wohl recht. Es war im Augenblick wohl Jacks einzige Hilfe. Mit zittrigen Händen durchwühlte sie seine Kleider, bis sie schließlich fand, was sie suchte. Einen Lederbeutel mit weißem Pulver in den Händen haltend, eilte sie wieder zum Bett zurück, nicht wissend, was sie damit nun anstellen sollte. Sofias Anliegen hörte sie zwar, ging aber nicht weiter darauf ein. Überhaupt hatte es den Anschein, als hätte sie es gar nicht vernommen. Als Jack endlich wieder die Augen öffnete und sich aufrichtete, legte sie den Beutel auf dem Nachttisch ab und setzte sich ebenfalls wieder auf die Bettkante, um seine Hand zu halten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 18. Jan 2013, 17:46 
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"Ich weise Catherine an, dir das Leben zu retten, Bruderherz," antwortete Sofia im spöttischen Ton und verzog ihre Lippen zu einem zynischen Lächeln. Sie erhob sich und strich ihr Kleid glatt. Im herablassenden Tonfall merkte Sofia an: "Gehe wohl besser nach Hause. Muss mich um Vivien kümmern. Sie ist schliesslich noch ein unschuldiges Kind." Kurz umarmte sie Catherine , dann schickte sie sich an zu gehen.

Mit gerunzeltrer Stirn und einem verflucht schlechten Gewissen schaute, nein fast starrte Jack Sofia hinterher. Erst als er mit Cathérine allein im Schlafzimmer war, brachte er wieder ein Wort über die Lippen. "Ich bin kein anständiger Kerl." Sein Blick fiel auf das Koka auf dem Nachtkästchen. Gerade wollte er danach geifen als er abrupt die Hand zurück zog und den Blick in Cathérines Augen suchte: "Du bist das Wichtigste und Wertvollste in meinem Leben, Cathérine. Je t'adore. Ich sollte um deinetwillen versuchen von dem Zeug weg zu kommen." Schuldgefühle nagten an ihm.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 19. Jan 2013, 09:17 
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Catherine nickte Sofia zum Abschied stumm zu und blickte ihr hinterher, als sie das Schlafzimmer verließ. Dann wandte sie sich augenblicklich wieder an Jacques und ergriff beide seiner Hände. Bezüglich seiner Einsicht nickte sie. "Wir schaffen das". Sie wollte zuversichtlich klingen doch ihre zitternde Stimme machte dieses Vorhaben zunichte. Noch immer war sie vollkommen aufgelöst und der Schreck wollte nicht aus ihr weichen. Kurz schloss sie Jacques in die Arme, dann versuchte sie, ihm einen Vorschlag zu unterbreiten, den er mit großer Gewissheit nicht annehmen würde. "Vielleicht solltest Du wirklich versuchen, Dir einen fähigen Arzt anzuheuern, der Dir helfen kann". Catherine fürchtete, dass Jacques auf See verloren wäre und sie nichts weiter tun konnte, als an seinem Bett zu sitzen und seine Hand zu halten - so wie gerade eben - sollte sich ein solcher Vorfall an Bord seines Schiffes wiederholen und sie kein Koka zur Seite haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 19. Jan 2013, 10:56 
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"Ich brauche keinen Arzt. Ich werde schon von ganz allein sterben," erwiederte er in einem frostigen Ton. Und da er versprochen hatte Cathérine nichts mehr zu verschweigen, fuhr er fort: "Nun angeblich hat man damals für Rebecca einen Arzt geholt. Und vergiss nicht, es war ein Arzt, der mir Laudanum gab. Zudem ist da noch die Sache mit Jenny. Mein Onkel war mit ihrem Vater Lord Godwyn befreundet. Sie vereinbarten, dass Jenny und ich irgendwann standesgemäss heiraten sollten. Dummerweise liebte Jenny aber einen anderen und wurde schwanger. Der Kerl verliess sie. Ihre Mutter drängte auf die Heirat. Ich hätte sie auch mit dem Kind genommen. Es war mir reichlich egal und ich mochte Jenny. Irgendjemand sezte ihr aber den Floh ins Ohr, dass das Kind weg müsse und sie ging zu einem Arzt. Einige Tage später teilte uns die Familie mit, dass Jenny verblutet war. Und Alma starb auch durch die Hand eines Arztes. Sie hatte Husten und bekam eine Medizin aus übelriechendem Tee, die nichts half. Ich bin fest davon überzeugt, dass Ärzte und Kinder den Tod bringen. Und deshalb will ich mit den einen und den anderen nichts zu tun haben." Er nahm den Kaffeebecher und stellte ihn enttäuscht zurück als er feststellte, dass er leer war. Stattdessen trank Jack gierig einen Becher Wasser. Abermals glitt sein Blick zu dem Lederbeutel und er strich sich nachdenklich über die Bartstoppeln. Dann schaute er Cathérine direkt in die Augen: "Acacia wird pünktlich ablegen. Und ich werde ihr nicht das Geschäft verderben. Ich bestehe darauf, dass wir mit der "Santiago" nach London auslaufen. Hier sind unsere Tage gezählt, Princesse. Dort haben wir alle Zeit der Welt. Und wenn es dir zuviel oder zu anstrengend wird, dich um mich zu kümmern, wenn es mir schlecht geht, kannst du dich dort besser ablenken. Meine Tante wird sich deiner nur zu gerne annehmen. Ach ja, um dir nicht wieder etwas zu verschweigen. Ich besitze eine kleine Wohnung mitten in London. Zwar nicht in der besten Gegend aber ganz nett und zentral gelegen. Direkt über einer Apotheke. Und ich kann dir versprechen, dass du die erste und einzige Frau bist, die ich dahin mitnehme. Mal abgesehen von Mistress Welch, der Hauswartsfrau, die da putzt. Ich schliesse einen Handel mit dir Cathérine. Sobald wir London betreten haben, werde ich mich wirklich anstrengen. Für dich werde ich mir wirklich Mühe geben, diese schlimmen Momente auszuhalten und von dem Koka weg zu kommen. Mit deiner Hilfe, mon ange, werde ich es schaffen die Ängste und Albträume zu besiegen. Bist du bereit, dich darauf einzulassen, Cathérine? Bist du einverstanden, dass ich das Koka nur noch bis London nehme?" Er versuchte sich an einem kleinen Lächeln, was aber nicht recht gelang.

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BeitragVerfasst: 19. Jan 2013, 11:57 
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Trotz allem was Jacques widerfahren ist, hatte Catherine kein Verständnis für seine Ablehnung gegenüber Medizinkundigen. Also versuchte sie s erneut. "Ich weiß, dass das Schicksal es nicht gut mit Dir gemeint hat. Aber es sind nicht die Ärzte, die die Menschen um Dich herum getötet haben Jack. Auch Ärzte sind keine Wunderheiler und es tut mir leid, das sagen zu müssen. Aber man kann doch nicht allen Ernstes versuchen, ein Kind weg machen zu lassen, das noch nicht einmal geboren wurde. Ich frage mich, welcher Mensch Jenny eine solch wahnsinnige Idee in den Kopf setzen konnte. Es war doch klar, dass sie das nicht überleben würde. Auch Ärzte sind keine Wunderheiler. Und hat das Laudanum Dir nicht gegen die Schmerzen geholfen? Du selbst warst es doch, der es irgendwann durch Koka ersetzt hat". Irgendwie hatte Catherine das Gefühl, dieses Gerede führe zu nichts. Jacques war in seiner Meinung viel zu fest gefahren. Darum versuchte sie eine andere Taktik. "Als Kind hatte ich eine schwere Lungenentzündung und wenn mein Vater damals nicht Dr. Ryan ins Haus geholt hätte, säße ich jetzt nicht hier. Meine Mutter wäre bei der Geburt meines kleinen Bruders fast gestorben. Ja ... ich könnte jetzt noch einen Bruder haben aber er hat es leider nicht geschafft. Doch wenigstens konnte ein Arzt das Leben meiner Mutter retten. Und Lindsey hat es einem Mediziner zu verdanken, dass sie heute noch einen Fuss vor den anderen setzen kann. Sie ist vor Jahren vom Pferd gestürzt und hat sich schwer am Fuss verletzt. Es sind nicht die Ärzte, die unserem Leben ein Ende setzen Jack". Was das Thema London betraf, so schenkte Catherine ihm ein Lächeln. "Es wäre zu schön, wenn Du das schaffen könntest".

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 19. Jan 2013, 12:41 
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"Gut, wenn du dich verletzen oder krank werden solltest, werde ich dir keinen Arzt verwehren, wenn's unbedingt sein muss. Aber weder so ein Quaksalber noch ein Kind kommen mir an Bord! Und ich denke nicht, meine Meinung zu ändern,"schnappte er und betrachtete dieses Thema als erledigt. Es strengte Jack an und er wurde allmählich wieder müde. "Den Tee bei deiner Mutter habe ich bereits abgesagt. Eigentlich wollte ich einen netten Tag mit dir verbringen. Ich wollte für dich kochen, mon ange. Was hälst du von dem Vorschlag, wenn du mich in einer Stunde weckst, wir zusammen ein Bad nehmen und ich dann meine Pläne in die Tat umsetze? - Und glaube mir, mit dir an meiner Seite, schaffe ich alles, Cathérine," schmeichelte Jack, kuschelte sich in die Kissen und strich sanft mit einem Zeigefinger an Cathérines Arm entlang. Dieses Mal schaffte es sogar ein liebevolles Lächeln auf seine Lippen. Doch er war innerlich angespannt, gewarnt, denn es würde verdammt schwer und anstrengend werden mit Cathérine die Vergangenheit zurecht zu rücken. Allerdings vertraute er niemandem, nicht mal Robert Farrel so weit, dass er dieses Wagnis vorher bereitwillig eingegangen wäre. Bei Cathérine war das anders. Und trotz aller Scherereien und Schrecknisse war sie immer noch bei ihm, was ihm Mut machte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 19. Jan 2013, 12:58 
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Catherine beschloss, die Themen Kinder und Ärzte fürs Erste ruhen zu lassen. Jacques hatte dazu seine Meinung und war davon ganz offensichtlich nicht abzubringen. Und sie wollte damit keinen unnötigen Streit vom Zaun brechen. Das war nicht unbedingt das, was für ihre Ehe förderlich wäre, befand sie. Im Moment war es viel wichtiger, sich wieder zusammen zu raufen. So beließ sie es dabei. So nickte sie lediglich und drückte einen Kuss auf seine Lippen. "Das ist eine gute Idee. Ruh Dich aus". Ob sie ihn nach einer Stunde wecken würde, ließ sie offen. Jacques sollte sich ausruhen, so lange er es brauchte. Und sie hatte nicht vor, seine Ruhe zu stören. Aber sie würde bei ihm bleiben, weshalb sie sich wieder neben ihn legte und an ihn kuschelte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 19. Jan 2013, 13:23 
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Jacques zog Cathérine sanft in seine Arme und versenkte seine Nase in ihren Haaren. Das war doch ein guter Plan für den Tag. Und er würde ihr mit einem romantischen Dinner einmal mehr beweisen, dass er sie liebte, meinte er. Doch die Gedanken rasten unentwegt durch seinen Kopf. Trotz der Müdigkeit fand er keinen Schlaf, war aufgedreht und unruhig. Allerdings fühlte er sich im Augenblick nicht von einer Tonnenschweren Last erdrückt. Das liess ihn auf bessere Zeiten hoffen. Eine Weile gelang es ihm noch so zu tun als ob alles in Ordnung wäre und er das Kuscheln mit seiner Frau genösse. Die Unruhe wurde unerträglich. Er befreite sich von Cathérine und griff nach dem Teufelszeug, nahm es, konnte und wollte in diesem Moment nicht wiederstehen.
Es war wundervoll, geradezu phantastisch und er fühlte sich wieder stark und unbezwingbar als das Gift durch seine Adern pulsierte. Mit einem Lachen zog Jack Cathérine nun wieder an sich und began aufreizend ihren Hals zu küssen. Es stimmte wahrlich, die Droge machte Lust auf einen Liebesrausch. Hastig fuhren seine Hände unter ihre Kleider, Pläne und Romantische Stimmung waren sehr schnell vergessen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 19. Jan 2013, 20:06 
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Catherine war eingedöst und hatte nicht bemerkt, dass Jacques sich für eine Weile von ihr löste und merkte ebenfalls nicht, was er in dieser Zeit tat. Erst, als sie seine wilden Küsse an ihrem Hals spürte, wurde sie wieder wach. Sie dachte sich nichts dabei, ließ ihn gewähren, ja erwiderte sogar seine Küsse. Sie war in diesem Moment einfach nur glücklich, dass sie sich wieder verstanden. Rasch hatte sie sich ihrer Kleider entledigt und machte sich sogleich auch an Jacques Hemd zu schaffen. "Lass uns nie wieder streiten", hauchte sie in sein Ohr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 19. Jan 2013, 20:47 
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Jack quittierte ihren Wunsch nur mit einem Auflachen und sah sich überhaupt nicht bemüssigt noch irgendwas dazu zu sagen. Es würde sich finden ob sie sich in Zukunft stritten oder nicht. Doch darüber wollte er gerade überhaupt nicht nachdenken. Morgen kam früh genug. Anstatt zu reden benutzte er seinen Mund nun viel lieber um überall auf Cathérine Küsse und recht unzüchtige Liebkosungen zu verteilen. Gerade war er dabei ihr am Oberschenkel einen Knutschfleck zu verpassen als sich Claire mit hochrotem Kopf in der Türe räusperte, um rasch den Blick abzuwenden und zu verkünden: "Mistress Clarks wartet im Salon. Sie sprach von einer Einladung zum Tee." Jedoch aus dies beantwortet Jack nur mit einem Grinsen und fuhr in seinem Tun fort. Mit Cathérine im Bett das zählte, alles andere und alle anderen warem ihm egal.

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