Secret of The Cursed Island & The Black Seawolf

Ein Historisches Piraten RPG mit Fantasyelementen, spielt etwa Ende des 17.Jahrhunderts.
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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 19. Nov 2012, 14:42 
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Capitaine Le Renard
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Noch während Cathérine die Temperatur prüfte hatte sich Jacques seiner Kleidung entledigt und stieg nun in die Wanne. "Wir müssen wirklich reden, mon ange. Doch erst mal was Angenehmes," betonte er während er ins etwas abgekühlte Nass glitt. Doch nach wie vor verbreitete sich das Aroma des Öls im Raum. Mit einem breiten Grinsen griff er nach dem Arm seiner Frau und zog sie samt Kleid in die Wanne. Er lachte ob ihres Schreckens, erkundigte sich dann aber zerknirscht: "Alles in Ordnung? Habe ich dir weh getan?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 19. Nov 2012, 17:32 
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rettender Engel
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Immer noch etwas missgelaunt ob der geheuchelten Sorge ihres Vaters beobachtete sie Jacques, der trotz des nicht mehr ganz so heißen Wassers in die Wanne stieg. Soeben wollte sie sich umdrehen und auf einer der Truhen Platz nehmen, als sie auch schon am Arm gepackt wurde. Mit einem erschreckten Aufschrei und lautem Platschen fand sie sich schließlich bei Jacques in der Wanne wieder und schnappte nach Luft. Da dieser Schreck Catherines Laune keineswegs verbessert hatte, beförderte sie mit ihren Händen kurzerhand einen recht großen Schwall Wasser mitten in Jacques Gesicht, was dazu führte, dass auf dem Boden rund um die Wanne sich kleine Wasserpfützen bildeten. Doch sein Auflachen und die kurz darauf folgende, besorgte Frage verscheuchten Catherines schlechte Laune und so musste auch sie schließlich ebenfalls lachen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 19. Nov 2012, 17:59 
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"Bist du heil geblieben, Cathérine," fragte er liebevoll besorgt noch ein mal nach. Und stimmte dann wieder in ihr Lachen mit ein. Schnell machte Jacques, dass er mit dem Bad fertig wurde, wobei er sich von seiner Frau beim Rasieren helfen liess. Ein Vertrauensbeweis. Er verweilte danach auch nur kurz im Schlafzimmer, um sich in neue schwarze Hosen und ein einfaches Leinenhemd zu kleiden. Kurz behelligte er die Hausmädchen mit der Bitte seine Kleidung vom Vortag zu waschen und die Jacke aufzubügeln. Allerdings mit dem Einwand, dass sie dafür Zeit hätten, denn er benötige die Sachen in den nächsten Tagen nicht. Mit einem Grinsen quittierte er im Hinausgehen das Getuschel, in dem er mit Logan verglichen wurde.

Dann betrat er den Salon, der den Abdecktüchern auf den Sitzmöbeln zufolge nicht häufig benutzt wurde. Auf einem kleinen Beistelltisch fand sich eine Karaffe. Neugierig schnupperte Jacques an der bernsteinfarbigen Flüssigkeit und identifizierte sie als spanischen Brandy. Er goss sich ein wenig davon ein und nippte daran, bis Cathérine in den Raum herein kam. Jack überliess es ihr eine passende Sitzgelegenheit zu wählen und bot von dem Brandy an. Dann trat er ans Fenster und schaute hinaus. Ein hübscher Anblick auf das Grundstück hinter dem Haus bot sich ihm. Ein blühender Garten. Er wandte seiner Gemahlin den Rücken zu, denn es fiel ihm so leichter zu sprechen: "Der Besuch bei Sofia hat sicherlich noch weitere Fragen aufgeworfen, ma belle. Und wahrscheinlich wenig Antworten geliefert. Du sagtst immer, dass die Vergangenheit nicht wichtig ist. Und du nimmst sehr viele Dinge einfach als gegeben hin, Cathérine. Das ist einer deiner Vorzüge. Wir lieben und vertrauen uns, haben einen Bund geschlossen, der bis in den Tod halten soll, obwohl wir uns wirklich kaum kennen. Genau das möchte ich ändern. Wir sollten mehr miteinander sprechen und das vor allem aus dem Bett raus halten." Er machte eine Pause, drehte sich herum und schaute seine Frau aufmerksam an.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 20. Nov 2012, 09:55 
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rettender Engel
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Während Jacques wieder im Schlafzimmer verschwunden war, brauchte Catherine ein Weilchen, sich aus dem triefend nassen Stoff ihres Kleides zu schälen. Als sie dies jedoch endlich geschafft hatte, hängte sie es über einen Stuhl vor der Feuerstelle des Badezimmers, band sich ein Handtuch um und huschte ebenfalls aus dem Badezimmer hinaus, die Treppe hoch und geradewegs in den Ankleideraum. Es dauerte ein Weilchen, bis Catherine sich ein Kleid heraus gesucht und angezogen hatte, dann trat sie nach nebenan. Jacques war nicht mehr da. So machte auch sie selbst sich wieder auf den Weg nach unten und fand ihren Gemahl im Salon. Den Brandy lehnte sie ab und nahm sodann auf einem Sessel in der Nähe des Fensters Platz, vor das Jacques sich gestellt hatte, um hinaus zu blicken. "Nun es würde mich nicht wundern, wenn ein Kerl wie Ol'Spice noch sonstwo in der Welt verteilt ein paar Kinder hinterlassen hätte", erklang ihre Antwort mit etwas abfälligem Ton. Das war also weniger, worüber sie sich wunderte. "Und Vivien?", fragte sie schließlich. "Ist sie auch Deine Halbschwester?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 20. Nov 2012, 13:20 
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Sein Tonfall klang fast schon zynisch als er antwortete: "Meist war Ol' Spice viel zu besoffen überhaupt einen hoch zu kriegen, daher nehme ich an, dass Sofia und das... ähm, Vivien die einzigen sind. Soviel mir Alma erzählt hat war er ihr wohl weitestgehend treu. Und falls du dich wegen dem... der Kleinen fragst, ich kann Kinder nicht ausstehen. Frag mich nicht nach irgendwelchen Gründen. Aber es ist so, dass ich Kinder nicht mag. Ich lege auch nicht unbedingt wert darauf, dass wir welche bekommen müssen. Ich würde dich aber auch niemals zwingen irgendwelche Mittelchen zu schlucken, die das verhindern würden." Jacques nippte an dem Brandy obwohl ihm eigentlich mehr danach war das Glas in einem Zug zu leeren und sich noch ordentlich einzuschenken. Er war es einfach gewohnt sonst viel mehr zu trinken. Nervös fuhr er sich durch die Haare und machte ein paar Schritte vom Fenster weg auf Cathérine zu. "Es tut mir leid, Cathérine. Ich bin unruhig. Du hast deinem Vater gesagt, dass ich dir keine Gewalt antun, dich nicht verprügeln würde, wie Logan es tat. Ich versuche mich für dich zu ändern, meine schlechten Gewohnheiten abzulegen. Doch ich weiss nicht, ob mir das gelingt. Ich kann dir wirklich versprechen dich nicht zu schlagen. Und ich kann versprechen dir wirklich treu zu sein, denn es gibt keine andere, die ich so sehr lieben und begehren könnte. Aber was du sonst von unserer Ehe zu erwarten hast, dass kann ich dir nicht sagen. - Die Depeschen aus London, die der Admiral vorhin mitbrachte, dass sind alle Papiere, die ich für meine Entlassung aus der Royal Navy brauche. Sie lassen mir die Wahl hier im Rang eines Commodore die "Superiority Prime" zu übernehmen oder nach London zu kommen und die Entlassungsurkunde abzuholen. Dein Vater weiss davon nichts, denn die Mitteilung an ihn ist bei meinen Unterlagen. Ich habe die Entscheidung für mich getroffen. Zwanzig Jahre mehr oder weniger im Dienste der Navy sind genug. Und der Admiral hat deutlich gemacht, dass deine Familie dich nicht wirklich wird hier halten können, mon ange. Ich frage mich nur, ob deine Mutter ebenso denkt, wie dein Vater. Und ich bin mir bewusst, was ich von dir verlange, mir auf See zu folgen. Ich kann aber nur hoffen, dass du diese Entscheidung niemals bereuen wirst. Und noch könntest du deine Meinung ändern, selbst in London könntest du noch einen Rückzieher machen. Obwohl du mir das Herz brechen würdest. Aber ich würde es überstehen und Mittel und Wege finden."

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 21. Nov 2012, 09:17 
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Stumm hörte sie dem zu, was Jacques zu sagen hatte. Die Tatsache, was Jacques' Abneigung gegen Kinder anging, war Catherine kaum noch neu. So etwas hatte sie schon vermutet, waren ihm doch auch seine Neffen reichlich egal. Allerdings hätte sie niemals gedacht, dass es eine derartige Abneigung war. Vielmehr war sie bis zu diesem Zeitpunkt der Überzeugung, dass er mit Kindern einfach nur nicht umgehen und nichts mit ihnen anfangen könne. Doch das brauchte sie erst einmal nicht zu interessieren, denn über das Kinder kriegen hatte sich Catherine ohnehin bisher noch kaum Gedanken gemacht. Und wenn sie ehrlich war, wunderte es sie, dass sie nicht längst mindestens Eines hatte, so oft wie Logan über sie her gefallen war. Von daher war sich Catherine sicher, dass dieses Thema hier kaum von Belang war. So blieb sie auch still, während Jacques in einer Redepause an seinem Brandy nippte. Doch was er dann sagte, was ihre Erwartungen an diese Ehe anging, ließ Catherine ein wenig stutzen. "Was meinst Du damit", warf sie unsicher dazwischen. Zwar rechnete sie ihm sein Versprechen, sie nicht zu verprügeln und ihr treu zu bleiben hoch an, doch was war da noch? Ein wenig verunsicherten sie auch seine letzten Worte und Catherine blickte Jacques ein wenig irritiert an.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 21. Nov 2012, 09:50 
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"Gegen das hier," er machte eine weitschweifge Geste, die sowohl den Salon als auch das gesamte Haus umfasste: "Gegen das hier, ist es auf einem Schiff die Hölle- feucht, kalt und eng. Und die Fahrt mit der "Glorious Victory" wird dir wie ein Spaziergang anmuten, wenn wir in unruhige See oder ein Unwetter geraten. Zudem hast du gesehen, dass ich keine Skrupel habe, die Waffen, die ich beherrsche auch einzusetzen. - Ich möchte übrigens noch immer, dass du es lernst- Und das muss ich auch, wenn ich kapern will. Und das will und werde ich. Sollte ich übrigens verletzt werden, kannst du nur hoffen und beten. Ein Arzt kommt mir unter gar keinen Umständen aufs Schiff. Ich verabscheue diese Quaksalber, die mehr Schaden anrichten als sie Gutes tun." Nun leerte Jacques doch den Rest in seinem Glas und nahm sich einen neuen Brandy. Dann trat er wieder ans Fensater und blickte hinaus: "Unter Seemännern ist es üblich viel zu trinken, denn an Bord gibt es ausser harter Arbeit nicht viel. Und auf langen Fahrten wird Wasser im Gegensatz zu Brandy oder Rum schnell faulig." Er verzog allein beim Aussprechen des Wortes Rum angewiedert das Gesicht. Dann fuhr er fort: "Ich mag übrigens keinen Rum und vertragen tu' ich ihn auch nicht. Allein der Geruch bereitet mir Erbrechen. Ich bevorzuge Brandy. Dieser spanische Tropfen ist übrigens von ausgezeichneter Qualität. Ansonsten hält mich das Rauchen bei Laune. Und da sind wir dann bei den wirklichen Schwierigkeiten, denn Koka gibt es nicht überall. Letzte Nacht war nur ein Hauch dessen, was passiert, wenn ich zu lange darauf verzichten muss. Es war bislang die einzige Medizin, die gegen die Albträume half, denn es vertreibt den Schlaf." Wohlweisslich verschwieg Jacques seiner Frau erstmal, dass man Koka nicht nur mit Tabak vermischt rauchte. Und er erzählte auch nichts über die Rauschzustände oder darüber, dass sie im schlimmsten Fall losgehen und in den übelsten Gegenden sowas aufzutreiben hätte. Er lächelte schwach als er sich nun Cathérine zuwandte, doch sein Blick sprach von den Befürchtungen, die er hegte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 21. Nov 2012, 15:54 
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So rechten Glauben konnte Catherine seinen Worten kaum schenken. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass es auf einem Schiff tatsächlich derart die Hölle sein sollte. Irgendwie verstand sie nicht ganz, worauf Jacques überhaupt hinaus wollte. Auf der einen Seite sprach er davon, dass es ihm das Herz brechen würde, sollte sie ihn nicht begleiten wollen und auf der anderen Seite machte es den Anschein, als wolle er es ihr schmackhaft machen, lieber doch zu Hause zu bleiben. Abermals musste Catherine an Lindsey denken. "Ich glaube, Du übertreibst", gestand sie ehrlich ihre Meinung. "Wenn das alles tatsächlich so schlimm wäre wie Du es mir erzählst, wäre Lindsey mit Sicherheit in Port Royal geblieben und hätte sich nicht ein zweites Mal darauf eingelassen". Dabei ließ Catherine allerdings vollkommen außer acht, dass Lindsey von ganz anderem Schlag war, als sie selbst. "Und warum willst Du keinen Arzt an Bord? Sie können helfen".

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 21. Nov 2012, 16:09 
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Jacques konnte sich ein breites, spöttisches Grinsen nicht verkneifen: "Ich habe Lindsey zwar nicht wirklich näher kennen gelernt aber du scheinst mir nicht halb so abendteuerlustig, wie der Rotschopf zu sein, ma chére. Und du bist sicherlich keinesfalls so aufbrausend und scharfzüngig wie sie sondern gesitteter. Und genau deshalb habe ich mich in dich verliebt, Cathérine." Er kam zu ihr herüber, ging vor dem Sessel in die Hocke und griff ihre Hand. Zärtlich strich sein Daumen über ihren Ehering und dann weiter über ihren Finger. Das Grinsen wich als er nun bekannte: "Ich habe verflucht schlechte Erfahrungen gemacht, was Ärzte angeht. Sie behaupten helfen zu können und bringen Leute um. So einer kommt nicht auf mein Schiff. Überhaupt kein Arzt, kein Kind und keine langohrigen Biester an Bord."

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 21. Nov 2012, 21:28 
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Nun war es an Catherine, spöttisch zu grinsen. "Ich hoffe, Du unterschätzt mich nicht", merkte sie zwischendurch an. Doch auch ihr Blick wurde sogleich wieder ernst. "Fast habe ich das Gefühl, es wäre Dir lieber, ich würde hier bleiben", gestand sie ihre Vermutung. Und dennoch wollte ihr das nicht so recht ins Bild passen. "Und dennoch betonst Du immer wieder, wie schwer Dir das fiele". Ein leises Seufzen trat über ihre Lippen, während sie ihn fragend anblickte. Zu sehr wünschte sich Catherine in diesem Moment, Jacques Gedankengänge durchschauen zu können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 21. Nov 2012, 22:06 
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"Ja, du hast recht. Ich widerspreche mir selbst, ich weiss, " gab er zu. Jacques nahm ihre Hand und hielt sie in der Seinen während er weiter sprach: "Ich will dich bei mir haben an Bord, weil ich dich so sehr liebe und brauche. Und gleichzeitig habe ich die grösste Furcht dich zu verlieren, Cathérine. Ich habe schon einmal... Ich weiss nicht, was ich tun würde, wenn dir auf See etwas passieren sollte. Aber mir ist klar, dass ich verflucht nochmal nicht die gesamte Zeit neben dir stehen und dich beschützen kann." Er drückte einen Kuss auf ihre Hand. Dann schaute er ihr direkt in die Augen: "Und du weisst, dass meine Eltern ein verdammt schlechtes Beispiel abgegeben haben. Irgendwann haben sie sich mal sehr geliebt, wenn man meiner Mutter Glauben schenken darf. Und am Ende haben sie sich gehasst, sich und uns verletzt. Ich kann nur hoffen, dass es uns nicht ebenso ergehen wird. Aber ich kann leider nicht in die Zukunft blicken und muss sehen, wie ich mit meinen Befürchtungen zurecht komme." Noch immer hielt er Cathérines Hand und guckte ihr tief in die Augen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 22. Nov 2012, 09:52 
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Auch Catherine war es durchaus lieber, an Jacques' Seite zu sein. Doch seine Worte schürten Zweifel. War sie vielleicht doch nicht für ein Leben auf offener See gemacht? Und was war, wenn er tatsächlich krank wurde oder ihm irgend etwas passierte? Was würde im Ernstfall aus ihr werden? Langsam sah auch Catherine ein, dass sie gewiss nicht darum herum kommen würde, den Umgang mit mindestens einer Waffe zu erlernen und ihre Grundeinstellung zu ändern. Doch was Jacques ständigen Vergleich mit seinen Eltern anging, beeindruckte das Catherine kaum. "Wir sind aber nicht wie Deine Eltern", betonte sie, wie sie es bereits auf Tortuga getan hatte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 22. Nov 2012, 10:17 
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"Ja, das sind wir nicht," Jacques lächelte schwach. Er setzte sich nun im Schneidersitz auf den Boden und lehnte sich leicht gegen Cathérines Beine. "Bisher habe ich nur alle verloren, die ich wirklich geliebt habe. Und die, von denen ich glaubte, dass ich ihnen etwas bedeute, haben mir den grössten Schmerz zugefügt. Ich habe mit der Zeit gelernt, niemanden an mich heran zu lassen. Und dann standest du da und ich konnte gar nicht anders als mich auf den ersten Blick in dich zu verlieben und dich zu wollen. So sehr, dass es auch jetzt noch verdammt weh tut, mon ange. Und wenn ich in deine wundervollen sanften Augen schaue, dann kann ich dir einfach nichts vormachen. Ich habe immer das Gefühl, dass wenn ich versuchte dich zu belügen, du sowieso die Wahrheit wüstest. Es würde also gar keinen Sinn machen es erst zu probieren. Bei dir habe ich immer den Drang mit offenen Karten zu spielen und ehrlich zu sagen, was ich denke und fühle. Bei niemandem sonst geht es mir so. Und bei keiner anderen würde ich mich dermassen verhalten, mon amour. Ich liebe dich über alles, je t'adore, Cathérine."

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 22. Nov 2012, 13:37 
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Nachdenklich betrachtete Catherine ihren Ehemann, der am Boden saß und über ihre gemeinsame Zukunft grübelte. Dann rutschte sie von ihrem Sessel hinab und setzte sich vor Jacques auf den Boden, während sie seine Hände griff. Ob seiner Liebesbekundung lächelte sie ihn sanft an. "Ich liebe Dich auch. Und genau deswegen bin ich mir sicher, dass wir gemeinsam alles erreichen können, was wir nur wollen. Und was Deine Vergangenheit betrifft ... Das ist vorbei und wird sich gewiss nicht wiederholen". Eine Pause trat ein, in der Catherine ihren Ehemann einfach nur stumm betrachtete, dann richtete sie sich wieder ein wenig auf. "Aber vielleicht sollten wir keine Zeit mehr verlieren", schlug sie vor, denn das Gespräch hatte sich schon recht lange hin gezogen. "Wie wäre es mit ein wenig Waffenkunde, bevor wir los müssen?" Catherine war nicht sehr erbaut von der Vorstellung, eine Waffe nutzen zu müssen doch wenn es Jacques beruhigte, so wollte sie ihm diesen Gefallen gerne tun, auch wenn sie nicht sicher war, ob sie tatsächlich in der Lage wäre, jemanden zu verletzen oder gar umzubringen. Doch das musste sie ihm ja nicht gleich auf die Nase binden. Vor allem war es erst einmal wichtig, dass sie sich überhaupt in der Lage sah, sich im Notfall auch ohne Hilfe verteidigen zu können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 22. Nov 2012, 16:24 
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"Nein, das mit den Waffen machen wir morgen. Ich brauche eine ruhige Hand, wenn ich dir zeige, wie man Kugeln giesst. Und jetzt geht mir einfach zuviel im Kopf herum. Lass uns einen Spaziergang auf deinem Grundstück machen. Der Garten draussen gefällt mir, macht einen sehr gepflegten Eindruck, entgegenete Jacques ihr. Er lehnte sich ein wenig vor und zog Cathérine in seine Arme. Zärtlich verschloss er ihren Mund mit einem Kuss. Einen Moment herrschte Schweigen zwischen ihnen. Dann gab er ihre Lippen wieder frei, grinste schief und murmelte: "Ich weiss immer noch nicht, womit ich dich und deine Liebe verdient habe, Cathérine."
Dann wechselte er abrupt das Thema und stellte ein paar Fragen: "Ist es eigentlich weit von hier bis zum Haus deiner Eltern? Und wer wohnt eigentlich nebenan? Früher haben mich die vornehmen Häuser Port Royals und ihre Bewohner nicht interessiert. Doch jetzt ist es wohl von Belang. Ich kann nicht ständig verlangen, dass du dich in meine Welt einfügst, wenn ich nicht bereit bin, mich mit der deinigen zu befassen. Und hattest du nicht etwas von Pferden gesagt? Mehr Tiere gibt es hier nicht, oder?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 25. Nov 2012, 18:19 
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Langsam stand sie wieder auf und nickte. Dann reichte sie ihm lächelnd eine Hand, damit sie gemeinsam nach draußen gehen konnten. Dort angekommen, zeigte Catherine mit dem Finger auf ein Haus, welches in einiger Entfernung zwischen ein paar Bäumen hervor schaute. "Dort drüben wohnen die Evans", erklärte sie Jacques. "Und bis zu meinen Eltern ist es noch ein Stückchen zu Fuß. Wir könnten aber auch die Pferde nehmen", schlug sie vor und auf seinen Hinweis, dass er sich früher nie für die Häuser Port Royals und deren Bewohner interessiert hatte, fügte sie an. "Wer weiß, hättest Du das früher mal getan, wären wir sicher schon längst verheiratet". Natürlich wusste Catherine nicht, ob dies tatsächlich der Wahrheit entsprach, denn vor ein paar Jahren hätte sie sich vielleicht überhaupt noch nicht für jemanden wie Jacques interessiert. Aber es hätte durchaus auch anders kommen können. Doch dies war nun schwer fest zu stellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 26. Nov 2012, 00:49 
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Die Luft draussen war angenehm, da Port Royal eine Hafenstadt war, gab es immer auch ein wenig Meeresgeruch. Aufmerksam lauschte Jacques Perrier den Ausführungen seiner Frau. In der Vergangenheit hatte ihn nicht nur die Gesellschaft Port Royals nicht interessiert sondern andere Menschen allgemein kümmerten ihn recht wenig. Sein Blick war liebevoll auf Cathérine gerichtet, doch er antwortete ihr ernst: "Im Gegenteil, vielleicht wären wir überhaupt nicht verheiratet, wenn wir uns eher kennen gelernt hätten. Bis zu diesem Coup de foudre* habe ich nicht mal gewusst, dass ich jemanden wie dich so sehr brauche, mon ange. Ich musste erst richtig tief fallen und alles verlieren. Du hast mir in dem Moment das Leben gerettet. Aber lassen wir das. Das wir jetzt wirklich verheiratet sind zählt für mich mehr. Und ich hoffe, du magst jeden Tag hören, dass ich dich liebe, denn ich werde es dir täglich sagen, so lange es wahr ist." Mit einem Lächeln zog er ihre Hand an die Lippen. Nur um sich dann ihren Arm entlang zu küssen. Inzwischen waren sie mitten auf dem Grundstück stehen geblieben. Und es störte Jacques nicht im geringsten, dass jeder, der unvermittelt den Garten betrat sie sehr gut dabei beobachten konnte, wie sie Zärtlichkeiten austauschten. Er grinste frech und zog Cathérine an sich: "Hier könnte man gut ein paar Hunde halten. Zeig mir die Pferde, ma belle. Ich denke, es ist eine gute Idee zum Haus des Admiral zu reiten." Eiligen Schrittes kam eines der Hausmädchen mit einem Picknickkorb heran und teilte mit, dass es höchste Zeit für den Tee sei, den sie gerne im Garten serviere. Jacques verzog angewiedert das Gesicht: "Bah Tee. Ich trinke kein gefärbtes Wasser. Ich möchte einen anständigen Kaffee." Rose, das Hausmädchen, liess den Korb an Ort und Stelle stehen und machte sich sofort auf in die Küche, den gewünschten Kaffee zu holen. "Tee ist eine der englischen Unsitten, die sich mir wahrlich nicht erschliesst," fügte Jacques an. Dann wurde seine Aufmerksamkeit jedoch von einer hübschen violetten Blüte abgelenkt, die er kurzerhand pflückte und Cathérine ins Haar steckte.


*coup de foudre= Liebe auf den ersten Blick; Blitz- bzw. Donnerschlag

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 26. Nov 2012, 12:38 
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"Ich liebe Dich auch", erklärte sie Jacques und störte sich nicht weiter daran, dass möglicherweise ein paar Zuschauer heimlich ihren Liebesbekundungen beiwohnen könnten. Auf die Idee mit den Hunden war Catherine bisher noch überhaupt nicht gekommen. Und so dachte sie unwillkürlich an Jacques Wolfshündin. "Ich glaube, Faye würde sich hier wohl fühlen und gewiss einen guten Wachhund abgeben", überlegte sie, dann wollte sie sich bereits auf den Weg zum Pferdestall machen, als Rose mit einem Picknickkorb um die Ecke kam. "Vielen Dank Rose". Kurze Zeit später kam das Dienstmädchen auch schon wieder zurück und brachte den von Jacques gewünschten Kaffee. Catherine selbst hatte sich in der Zwischenzeit am Picknickkorb zu schaffen gemacht, um diesen zu einem kleinen Tisch vor der Terasse des Hauses zu tragen. Sie entnahm die darin enthaltene Teekanne und goss sich das 'gefärbte Wasser' aus. Als beide schließlich ihre Tasse geleert hatten, erhob sie sich wieder, um einen weiteren Versuch zu unternehmen, den Pferdestall anzustreben, was ihr dieses Mal gelang.

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BeitragVerfasst: 26. Nov 2012, 13:38 
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"Eigentlich bedauerlich, dass wir Faye nicht auf der "Glorious Victory" mitführen konnten. Dann hätten sich die Schwierigkeiten mit Farrell gar nicht erst ergeben," sinnierte Jack mit einem recht fiesen Grinsen. "Ah, Danke, Rose," das Grinsen wurde zu einem Lächeln als er der errötenden Bediensteten den Kaffee abnahm. Schweigend leerte er seinen Becher, wobei Jacques allerdings mal wieder ungeniert seine Blicke über Cathérine schweifen liess. Und dass ihm sehr gefiel, was er sah verriet sein Lächeln und das Glitzern in seinen Augen. Geschirr und Picknickkorb blieben auf der Veranda zurück als man nun schlussendlich dem Pferdestall zustrebte. "Bedauerlich, dass wir das Abendessen beim Admiral nicht einfach ausfallen lassen können, Cathérine. Aber ich hege die Befürchtung, er würde sich wohl glatt erdreisten mich abermals in Ketten vorführen zu lassen, wenn wir seinem Wunsch nicht Folge leisten. Und wenn das jemand mitbekommt, dann wärst du bald das Gespött Port Royals. Ich muss mal mehr darauf achten, was ich tue und sage, damit es deinen Ruf nicht zu sehr schädigt. So ganz unbeschadet wird dein Leumund die Ehe mit mir wohl nicht überstehen." Sein Tonfall war bar jeden Spotts, doch um seine Mundwinkel zeigte sich der Anflug eines Grinsens, was dafür sprach, dass Jacques Perrier sch im grunde wenig um derlei Dinge wie einen guten Ruf scherte. Sich dazu überhaupt Gedanken zu machen, war eindeutig allein Cathérines Stand geschuldet. Überhaupt liess er sehr oft durchblicken, dass seine Frau die Motivationsquelle vieler Gedanken und Taten war und er sich nur ihr zuliebe darauf einliess. Offensichtlich bemühte er sich wirklich darum sich zu ändern , um Cathérine und ihrer Liebe und letztlich auch der Ehe gerecht zu werden. Jack fütterte die Pferde tätschelte und liebkoste sie. Es war nicht zu übersehen, dass er die Tiere mochte. Er fing Cathérines Blick ein und lachte. "Keine Sorge, ich werde es nicht darauf anlegen mit dir im Heu zu landen. Das hat Zeit bis heute Nacht," konnte er sich nicht verkneifen sie zu necken.

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BeitragVerfasst: 27. Nov 2012, 15:11 
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Auch Catherine grinste bei dem Gedanken, wie Faye wohl auf Captain Farrell reagiert hätte. Doch dann wurde sie ernst. Jacques hatte die Wolfshündin auf Tortuga zurück gelassen und sie war sich nicht sicher, was aus dem Tier werden würde. "Ich hoffe, Faye ist in guten Händen", seufzte sie. Catherine hatte nicht mit bekommen, dass Faye ebenfalls an Bord von Black Shades Schiff unter gekommen war. Doch das Auftauchen von Rose unterbrach ihre Gedanken und so wandte sie sich wieder Jacques und den Pferden zu. Aus einem Sack neben dem Stall des Hengstes, dessen sich Jacques soeben annahm, fischte sie eine Rübe und reichte sie dem Tier, das sie ohne zu zögern aus ihrer Hand frass. "Wen kümmert schon mein Ruf?" Es war doch nun ohnehin egal, was andere von ihr dachten. "In Port Royal zerreißt man sich ohnehin das Maul über micht, weil ich mich jahrelang nicht mehr auf eine Ehe einließ und allein in diesem Haus lebte", ekrlärte sie Jacques.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 27. Nov 2012, 22:40 
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"Die Leute brauchen immer etwas zum Klatschen und Tratschen. Mir wird man ankreiden zu umtriebig gewesen zu sein und du warst ihnen nicht umtriebig genug. Man wird sich sicher das Maul zerreissen, warum du dir einen Herumtreiber und Weiberheld wie mich geangelt hast. Aber letztendlich ist es wohl wirklich egal. Denn unser Weg führt nach London und unsere Zukunft liegt auf dem Meer," resümierte Jacques und betrachtete Cathérine mit liebevollen aber auch aufreizenden Blicken. Er liess von dem Pferd ab und machte ein paar Schritte auf das Haus zu: "Ich nehme an, es ist an der Zeit uns in Schale zu werfen. Ich habe übrigens in meiner Kleiderkiste noch ein Geschenk für dich. Wenn ich mich recht erinnere war unsere Hochzeitsnacht so kurz und vom Aufbruch geprägt, dass ich dir eine Morgengabe schuldig geblieben bin." Er lächelte sie an und hielt ihr seine Hand hin. während sie nun zurück gingen wechselte er das Thema: Wir müssen für Morgen unbedingt noch Zeit einplanen, deine Schätze zu sichten. Captain O'Riordan hält ihr Wort und wird in zehn Tagen auslaufen. Trotzdem ist das recht knapp bemessen unsere Angelegenheiten zu regeln. Kennst du einen guten Anwalt oder Notar? Ich will unsere Besitzverhältnisse geklärt wissen. Und es gibt Ettliches, dass wir zu Geld machen müssen, denn es kostet ein Schiff auszurüsten und eine Mannschaft anzuheuern. Aber allein vom finanziellen Aspekt her sollte sich diese Investition für dich lohnen. Ein wenig verstehe ich von der Geschäftemacherei. Und in ein Schiff zu investieren zahlt sich aus, auch wenn das Risiko hoch ist. Wir werden deinen Reichtum noch ein wenig mehren, ma chére Cathérine. Und meinen auch."

Im Haus stieg Jacques Perrier sofort die Treppe hinauf und machte sich unverzüglich auf den Weg zum Schlafzimmer. Dort löste er den Griff um Cathérines Hand und machte sich an seiner Seekiste zu schaffen. Er entnahm ihr eine saubere und unversehrte Uniform der Royal Navy und ein kleines Holzkästchen. DIe Kleidung legte er vorsichtig auf dem Bett ab. Mit dem Holzkästchen trat er auf seine Frau zu. Mit leuchtenden Augen öffnete er es und präsentierte ihr den Inhalt. Es war eine schlichte Perlenkette mit einem kleinen Smaragdanhänger samt passender Ohrhänger, ebenfalls aus Perlen mit Smaragd gefertigt. Trotz seiner Schlichtheit strahlte der Schmuck eine gewisse Eleganz aus und wirkte kostbar. Neben den Schmuckstücken lagen noch zwei Haarkämme aus Perlmutt in dem Kästchen. "Ich hoffe, es trifft deinen Geschmack," merkte Jack ein wenig unsicher an als er seiner Gemahlin diese Kleinodien offerierte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 30. Nov 2012, 09:16 
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rettender Engel
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Etwas unwillig ging sie mit Jacques zurück ins Haus. Es war Catherine anzumerken, wie wenig Lust sie darauf hatte, sich in Schale zu werfen und ihre Eltern zu besuchen. Als er das Thema wechselte, überlegte Catherine. "Ich kenne höchstens den Notar meiner Eltern", erklärte sie Jacques. Doch sie war nicht sicher, ob es eine gute Idee war, sich mit ihrem Anliegen ausgerechent an ihn zu wenden. Aber Jacques hatte Recht. Ihre Besitzverhältnisse sollten in der Tat unbedingt geklärt werden.

Im Haus angekommen, folgte sie ihm die Treppe hinauf ins Schlafzimmer. Und soeben, als sie sich ins Nebenzimmer aufmachen wollte, um sich ein passendes Kleid heraus zu suchen, hielt Jacques ihr ein Kästchen entgegen und öffnete dieses. Auch Catherines Augen leuchteten, als sie den Inhalt des Kästchens erblickten. Sogleich entnahm sie die Ohrhänger und trat damit zum Spiegel, um sie anzulegen und genauer zu betrachten. "Sie sind wunderschön. Vielen Dank". Catherine lächelte entzückt und spielte mit dem Finger an den einzelnen Perlen, was die Smaragde im Licht der herein fallenden Sonnenstrahlen zum Funkeln brachte. An Jacques gewandt drückte sie diesem einen sanften Kuss auf die Lippen und verschwand sodann im Nebenzimmer, um sich umzukleiden. Einige Zeit später kam sie wieder in einem Kleid zurück, dessen grüner Stoff hervorragend zu ihrem neuen Schmuck passte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 30. Nov 2012, 09:57 
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Jacques Perrier hatte die Zeit, die Cathérine im Nebenzimmer weilte gut genutzt, um sich heraus zu putzen. Die Uniform war aus dem besten Stoff und im tadellosen Zustand, dazu trug er teure Hosen, ein rüschenhemd aus bester Spitze und glänzend polierte Rindslederstiefel mit Verzierungen, kleine Goldringe in den Ohren. Auf einer Abstellfläche neben dem Spiegel fand sich eine Perücke, Puder und der für Kapitäne obligatorische Dreispitz. Er war eben damit beschäftigt mit Kamm, Bürste und Samtband seine Haare bändigen zu wollen als Cathérine den Raum betrat. Ein Reflex, dass er sich mit einem Lächeln zu ihr umdrehte. Doch dann verschlug ihr Anblick ihm schier den Atem und er starrte sie einfach nur noch an, Bürste und Band entglitten seinen Händen. Jacques schwieg mit Worten, doch seine Mimik und seine Blicke verrieten seine Gedanken und sagten alles. Cathérine Perrier, seine Gattin, war für ihn in diesem Augenblick die schönste und begehrenswerteste Frau der Welt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 2. Dez 2012, 11:08 
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Stumm trat Catherine auf ihren Ehemann zu und ergriff Bürste und Band, um sich seinen Haaren zu widmen. Kurze Zeit später war auch Jacques fertig heraus geputzt. "Ihr seht hervorragend aus Captain Perry", neckte sie ihn mit einem Grinsen und wandte sich sogleich zur Tür, um abermals das Haus zu verlassen und den Pferdestall aufzusuchen. "Will? Sattelst Du uns bitte die Pferde?", wies sie den jungen Stallburschen freundlich an, der sich auch sogleich an die Arbeit machte und Catherines Stute, welche Jack zuvor noch gestreichelt hatte und ein weiteres Pferd für den Ausritt bereit zu machen. Etwas nachdenklich blickte sie dem jungen Mann von gerade einmal zwanzig Jahren hinterher und beobachtete, wie er seine Arbeit verrichtete. Er war sehr tüchtig und beherrschte sein Handwerk perfekt. Ebenso verfügte Will über mehr Wissen, als man dem jungen Mann zutrauen würde und Catherine kam auf eine Idee, welche ihr ein Grinsen entlockte. Doch darüber würde sie Jack vorerst nicht unterrichten, auch wenn dieser ihr sicher längst angesehen hatte, dass ihr soeben irgendetwas in den Sinn gekommen war.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anwesen von Catherine Perrier
BeitragVerfasst: 2. Dez 2012, 11:49 
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"Das will ich hoffen," murmelte er leise auf Cathérines Kompliment hin. Dann folgte er ihr, die Blicke nicht von ihr lassen könnend bis zum Pferdestall. Nur am Rande nahm er Notiz von dem jungen Burschen, der sich um die Tiere kümmerte und es entging ihm auch, dass sie irgendeinen Plan ausheckte, denn er reagierte nur flüchtig auf ihr Grinsen. Seine Gedanken beschäftigten sich mit dem Abend, der einladung und Jack fragte sich zum wiederholten Male, was sie wohl erwarten würde. Auch stieg er nicht ganz dahinter, warum der Admiral auch noch Norrington hatte dazu bitten müssen. Wollte Clarks demonstrieren, dass er einen anständigeren Schwiegersohn hätte haben können oder bezog sich die Anwesenheit des Captains eher auf die Navy, Jack zu demonstrieren wen der Admiral protegieren würde. Auf jeden Fall ärgerte sich Jack darüber, dass Clarks einen anderen in die Sache mit hinein zog. Aber man würde sehen. Jack glaubte nicht daran, dass es ein nettes Abendesssen im kleinen familiären Rahmen werden würde. Er wusste, dass er sich seinem schlechten Ruf zum trotz in Gesellschaft zu benehmen wusste, sogar untadelig, denn dafür hatte sein Onkel mit harter Hand gesorgt. Auch war er schon mal zu den Banketten bei Hofe geladen, denn die Allans waren entfernt um einige Ecken mit dem Königshaus verwandt und nicht von niederem Adel. Doch vielen war dies nicht geläufig. Unwillkürlich fragte sich Jack, ob es nicht ein guter Zeitpunkt sein würde direkt nach dem Besuch bei Admiral Clarks das Schiff zu stehlen. Niemand würde vermuten, dasse rvom Haus des Schwiegervaters direkt zum Hafen ritt und sich der "Prime" bemächtigte. Gerade wollte er Cathérine in diese Pläne einweihen als der Bursche, der sich um die Pferde kümemrte ihm die Zügel in die Hand drückte. Besser nichts sagen, dachte Jack und murmelte stattdessen einen Dank. Er schwsang sich in den Sattel und wartete auf ein Zeichen seiner Frau, denn nach wie vor fehlte ihm die Orientierung obwohl er sich die Mühe gemacht hatte einen Blick auf eine Karte zu werfen. Doch er war nicht konzentriert genug gewesen sich viel einzuprägen. Selbst wenn sie nur im Nebenraum weilte, vermisste er Cathérine schon und sie schlich sich unwillkürlich in seine Gedanken. Schon war er abgelenkt und dachte mehr darüber nach was ihr gefallen und wie er sie erfreuen könnte anstatt seinem Tun nachzugehen. Liebe war verrückt, eine Krankheit. Und er fühlte sich als wäre er sehr viel süchtiger nach dieser einen Frau, denn nach Koka, Tabak und Alkohol. Es war nicht so, dass er ohne sie nicht mehr leben wollte, er konnte es schlichtweg nicht. Er suchte den direkten Blick in ihre Augen und gab zu: "Ich gehöre dir mit Leib und Leben, Herz und Verstand, mon ange.- Ich denke wir sollten aufbrechen." Sein ausdruck blieb ernst, denn jegliches Lächeln oder Grinsen hätte seine Worte abgemildert.

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