Secret of The Cursed Island & The Black Seawolf

Ein Historisches Piraten RPG mit Fantasyelementen, spielt etwa Ende des 17.Jahrhunderts.
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 Betreff des Beitrags: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 3. Okt 2012, 10:32 
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Gemütlich sass Nicholas Wilson an einem geschützten Plätzchen in der versteckten Bucht und liess sich Brot und Wurst schmecken. Er bedauerte ein wenig nur einen Wasserschlauch und kein Bier zum Trinken zu haben. Aber letztlich war es doch einerlei. Er hatte seine am vorherigen Tag all seine Aufträge ausgefüllt und seinen Lohn erhalten. Nicholas sann über seinen älteren Bruder nach, der Lieutenant der Royal Navy gewesen war. Stephen war unter merkwürdigen Umständen plötzlich verschwunden. Nicholas war mit Leib und Seele Seemann, nur für die Navy hatte es nicht gereicht. Der 15jährige war ein wenig einfachen Gemüts. Und es hatte sich niemand so recht für ihn verwenden wollen, um ihn in die Navy zu bringen. Auf die Idee, von sich aus dort als Schiffjunge anzuheuern war er bisher noch nie gekommen. Der Nachbar im heimatlichen Liverpool war zur See gefahren. Er hatte den Jungen in seinem 10ten Sommer einfach mitgenommen. Der Muttrer war es egal gewesen, einen Vater gab es nicht. Hatte es auch niemals. Nicholas hatte Stephen gehabt und das hatte genügt. Allerdings im Gegensatz zu Nicholas hatte Stephen einen Vater. Er war allerdings nicht der Mann ihrer Mutter. Er hatte Frau und zwei Söhne an einem anderen Ort gehabt. Allerdings hatte sich dieser Vater auch um seinen unehelichen Sohn bemüht und seine Kontakte genutzt ihm eine Anstellung in der Royal Navy zu verschaffen. Nicholas hielt dies im Nachhinein für ein Unglück seitdem der Bruder nicht mehr zurück gekehrt war. Alsbald hatte er sein Mahl beendet. Er ging noch einmal die Aufträge durch, da waren verschiedene Briefe gewesen, die er hatte irgendwo abgeben müssen. Er hatte es gewissenhaft erledigt und ein paar kleine Münzen an Trinkgeld eingestrichen. Wenn Sofia ihn mit Briefen herum schickte, dann lohnte sich das immer. Und er machte es gut, weil er das gerne tat. Dann hatte Sofia ihn zum Hafen geschickt sich auf dieses neue Schiff der Navy zu schleichen. Es war ihm gelungen und er hatte mit Stolz viel berichten können, was er gesehen und gehört hatte. Sofia hatte ihn mit gutem Essen belohnt. Allerdings fragte sich Nicholas nun doch, warum Sofia all das hatte wissen wollen, denn die dunkelhaarige Schönheit verdiente ihr Geld unten am Hafen. Obwohl sie einen Liebhaber hatte. Zunmindest nahm Nicholas an, dass er ihr Liebhaber wäre. Der Mann mit den hellen Haaren und den grünen Augen kam sehr oft zu Sofia und Nicholas musste jedes Mal das Haus verlassen und ihre kleine Schwester Vivien mitnehmen. Seit dem Tod der Mutter sorgte Sofia für die Siebenjährige. Nicholas mochte das kleine Ding, das unablässig plappern konnte und zu jeder Menge Streichen aufgelegt war. Über Viviens Vater wusste er nur, dass Sofia ihn mal einen Piratencaptain genannt hatte. Er war schon sehr lange nicht mehr da gewesen, hatte sie gesagt. Er kramte sein Messer heraus und began aus einem Holzstück ein kleines Tier zu schnitzen. Vivien mochte die Holztiere. Er würde noch eine lange Zeit hier in der Bucht sitzen müssen bis zur Mittagsstunde. Sofia hatte ihm aufgetragen hier zu sein bis ein Schiff einlief. Er wechselte sich bei dieser tristen Aufgabe mit Davy ab. Und Davy würde erst zur Mittagsstunde kommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 14. Dez 2012, 21:18 
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Capitaine Le Renard
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Eine ganze Weile führte der Pfad durch Dickicht und Gestrüpp weg von Port Royal und die Dunkelheit nahm beständig zu, so dass man kaum die hand vor Augen sehen konnte. Dann machte der Weg einen Knick und das Rauschen der brandung war zu hören ansonsten herrschte Stille. Der Pfad endete in der Versteckten Bucht auf einem malerischen Sandstrand, der direkt zur See führte, breit genug war Proviant und Ausrüstung zu lagern um sie aufs Schiff zu bringen. Auch wenn die Bucht gross und breit genug war, um hier mit einem Schiff zu ankern so war sie zu dieser Stunde leer. Beständig schlugen die Wellen an den Strand. Jacques Perrier band den Zügel seines Pferdes locker an ein nahes Gestrüpp, welches denStrand säumte. Dann ging er ein paar Schritte entledigte sich zuerst der Stiefel, dann Jacke, Weste und des Hemdes. Nur noch schemenhafte Umrisse waren in der Dunkelheit zu erkennen, weshalb er laut sprach während er sich völlig entkleidete: "Ich gehe schwimmen. Du kannst ein wenig ins seichte Wasser gehen, Cathérine. Etwa 100 Schritte bis du nicht mehr stehen kannst, aber leg den Rock ab oder zieh dich ganz aus. Es zieht dich hinab, wenn deine Kleidung sich mit Wasser vollsaugt. Ich würde mir wünschen, dass du ein Gefühl für das Meer bekommst." Er wartete ihre Antwort ab. Plötzlich brach Mondlicht durch die Dunkelheit und tauchte alles in ein romantisches Licht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 24. Dez 2012, 12:25 
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rettender Engel
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Endlich hatten sie die versteckte Bucht erreicht. Catherine kannte diese Bucht und wunderte sich darüber, dass auch Jacques davon wusste, weilte dieser doch eher selten in Port Royal. Allerdings, bei genauerer Betrachtung, fiel auf, dass dies ein geeigneter Ort dazu war, mit einem Schiff anzulegen, ohne dabei entdeckt zu werden. Perfekt für Piraten. In der Dunkelheit erkannte sie Jacques Silhouette und sah ihm dabei zu, wie er sich entkleidete. Auch sie band ihr Pferd an das Gestrüpp, an welches auch Jacques seinen Hengst mit den Zügeln befestigt hatte. Ein wenig zögerte sie ob seiner Worte. Doch er hatte Recht. Sie musste sich schnellstmöglich an das Meer gewöhnen. So begann auch sie damit, sich zu entkleiden und trat langsam auf ihn zu. Was konnte schon passieren, so lange sie noch stehen konnte? Und Jacques war nicht weit, falls etwas passierte. So trat sie zögerlich Schritt für Schritt auf die Wellen zu, welche den weichen Sandstrand nässten und blieb dort stehen. Langsam versanken ihre Füße im Sand und waren schließlich bis zu den Knöcheln damit bedeckt. Es fühlte sich gut an. Die Wellen rauschten leise, während sie sich zu Jacques umwandte. Eine Antwort bekam er allerdings nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 24. Dez 2012, 14:06 
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Capitaine Le Renard
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Dass sie seiner Aufforderung Folge leistete war Jacques Perrier Antwort genug und er quittierte es mit einem Grinsen. Einen Moment starrte er Cathérine nur an, sicherlich wusste sie gar nicht, wie hinreissend sie im sanften Mondlicht aussah. Doch dann siegte die See und mit einem Sprung stürzte er sich in die Fluten. Er schwamm eine ganze Weile im Meer herum, die Anstrengung half ihm die Unruhe und anspannung los zu werden und alle Sorgen und Ängste zu vergessen. Hätte ihn jemand in diesem Augenblick gezwungen sich zwischen der Liebe zur See und der Liebe zu Cathérine entscheiden zu müssen, er hätte sich wohl unglücklich für die See entschieden. Doch zum Glück forderte niemand eine solche Entscheidung.
Letzlich kehrte er zu der Stelle zurück an der seine Frau noch immer damit zugange war sich mit dem Wasser anzufreunden. bis zu den 'hüften im Wasser blieb er stehen und schaute ihr zu, dann brach er die Stille und forderte sie leise auf: "Komm her zu mir, Cathérine." Er würde jetzt und hier anfangen ihr das Schwimmen beizubringen. Diese Nacht war ebenso gut oder schlecht geeignet wie jeder andere Moment.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 27. Dez 2012, 13:51 
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rettender Engel
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Ein wenig unsicher blickte sie Jacques hinterher, der sich von ihr entfernte, um weiter draußen im Meer schwimmen zu können. Gerne wäre sie ihm gefolgt doch sie konnte nicht. Nicht nur die Tatsache, dass sie selbst der Fähigkeit zu schwimmen nicht mächtig war sondern auch Catherines Unsicherheit dem offenen Ozean gegenüber hinderten sie daran. Allerdings konnte sich die Britin dazu überwinden, sich wenigstens noch ein paar Schritte weiter zu wagen, so dass sie schließlich knietief im Wasser stand, dessen leichte Wellen ihre Beine umspielten. Für einen Moment schob sich eine Wolke vor den Mond und es wurde dunkel. Es fiel ihr schwer, überhaupt noch etwas zu erkennen und nur ein leises, plätschern weiter draußen ließ erahnen, dass Jacques noch immer in der Nähe weilte. Nervös entschied sie sich dafür, lieber wieder in Richtung Strand zurück zu waten, als sich die Wolke wieder entfernte und das Mondlicht nach wie vor die Bucht erhellte. Danach dauerte es nicht mehr lange, als Jacques seinen kleinen Schwimmausflug beendet hatte und zu ihr zurück kehrte. Catherine erkannte seine schemenhafte Gestalt, wie er im etwa hüfthohen Wasser stehen blieb. Unsicher folgte sie seiner Aufforderung und trat langsam durch das Wasser auf ihn zu, bis sie schließlich vor ihm stand. Das Wasser reichte ihr an dieser Stelle fast bis zum Bauchnabel und Catherine erahnte, was in Jacques Gedanken vor sich ging. "Ich hoffe, Du hast Geduld mit mir".

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 27. Dez 2012, 16:54 
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"Natürlich," entgegenete er in einem aufmunternden Ton. Sachlich und nüchtern erklärte er cathérine wie sie sich an seinem Hals festhalten un die nötigen Beinbewegungen üb en konnte. Er wies darauf hin, wie man beim Schwimmen richtig atmete und erklärte ihr auch sonst die wichtigen Fakten. Ganz langsam machte er einen Schritt zurück und behielt seine Frau so gut es ging im Auge. "Keine Sorge. Das Wasser trägt dich und ich werde nicht zulassen, dass dir etwas geschieht, " sprach er ihr Mut zu. Ganz behutsam setzte er seine Schritte rückwärts bis er bis zu den Schultern im Wasser stand. Für den anfang ging alles doch recht gut.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 29. Dez 2012, 18:49 
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rettender Engel
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Catherine entpuppte sich als aufmerksame Schülerin und befolgte die Anweisungen. Eigentlich lief alles recht gut. Aber nur, so lange sie sich noch im flachen Gewässer wusste. Gewiss hatte sie bemerkt, dass Jacques immer weiter zurück ging und sie wurde ein wenig nervös, als sie erkannte, dass er nur noch mit Schultern, Hals und Kopf aus dem Wasser ragte. Am liebsten wäre sie wieder zurück zum Strand geschwommen oder besser gesagt gegangen. Was würde geschehen, wenn eine Strömung sie beide erfasste? Andererseits hatte Jacques ihr versprochen, auf sie aufzupassen und gewiss kannte er sich mit dem Ozean besser aus als sie selbst. Dennoch hatte sie für einen Moment mit den Übungen aufgehört und warf einen prüfenden Blick zurück zum Strand.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 29. Dez 2012, 21:44 
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Capitaine Le Renard
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"Schau nicht zurück. Konzentriere dich nur aufs Atmen und die Bewegungen von Armen und Beinen. Du brauchst keine Angst zu haben, Cathérine. Ich lasse gewiss nicht zu, dass dir etwas passiert, mon ange," beruhigte Jacques sie als er ihre Unsicherheit bemerkte. Bei jedem anderen hätte er sicherlich einen spöttischen Kommentar abgegeben, den er sich hier ganz gut verkneifen konnte. Es war ihm selbst zu wichtig, dass Cathérine ihm vertraute und das Schwimmen erlernte. Vielleicht war es ein wenig waghalsig im Mondschein die Lektionen zu erteilen, hatte aber den Vorteil, dass Cathérine sich der Weite des Ozeans nicht wirklich bewusst wurde und nicht so einfach in Panik geraten konnte. Hier in der Bucht war der Wasserspiegel verhältnismässig gleichmässig. Sie hätten noch ein gutes Stück weiter hinaus gemusst, dass auch Jacques den Kontakt zum Grund verlor und im Wasser nicht mehr stehen konnte. Doch soweit wollte er heute gar nicht gehen. Kurz hob er den Blick von seiner Liebsten und blickte ebenfalls zum strand zurück. Er bemerkte ein kurzes Aufglimmen einer Zigarette. aber für den Moment konzentrierte er sich auf sein Tun und seine Frau und ignorierte den heimlichen Beobachter. Es würde sich später klären was es damit auf sich hatte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 2. Jan 2013, 10:28 
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rettender Engel
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Noch eine ganze Weile befolgte sie Jacques Ratschläge und übte eifrig. Und widerum eine ganze Weile später gelang es ihr sogar, ein paar Züge zu schwimmen. Und das, ohne das Jacques sie dabei in irgendeiner Weise fest halten musste. Die Abstände zwischen ihr und Jacques wurden immer größer und Catherine bemerkte überhaupt nicht, dass sie sich längst in tieferem Gewässer befand und sie keinen Boden unter ihren Füßen mehr spüren würde, täte sie versuchen, sich hin zu stellen. Bei ihrem letzten Zug stieß sie sich mit den Beinen kräftig im Wasser ab und landete schließlich mit breitem Grinsen in Jacques Armen. Catherine fühlte sich immer wohler im Meer und das war ihr auch anzusehen. Und dennoch war sie langsam außer Atem. "Bist Du nun zufrieden?", erkundigte sie sich immer noch grinsend bei Jacques und legte ihre Arme um seine Schultern. "Aber ich glaube, nun brauche ich wirklich eine Pause". In der Tat wirkte sie leicht erschöpft. Es würde wohl auch noch ein wenig dauern, bis ihre eigene Kondition an die von Jacques heran reichte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 3. Jan 2013, 19:19 
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Mit einem breiten Grinsen hob er sie auf seine Arme. Jacques drückte einen Kuss auf ihre Nase. Während er sie zum Strand zurück trug, gab er zu: "Ich bin sehr stolz auf dich, mon ange. Mit der Zeit und mit mehr Übung wirst du noch ausdauernder. Aber du wirst sehen, irgendwann schwimmst du wie ein Fisch im Wasser." Er plazierte noch einen flüchtigen Kuss auf ihrer Wange. "Erschrick nicht, Cathérine. Wir sind nicht mehr allein hier in der Bucht," warnte er sie dann vor. Jacques Perrier richtete seinen Blick zum Strand hin, dort wo die Zigarette aufglühte. Er liess sich aber nicht anmerken, ob es ihn irrietierte oder beunruhigte, dass sich der heimliche Beobachter ihnen rasch näherte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 3. Jan 2013, 20:44 
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Genüsslich zog Acacia O'Riordan an ihrer Zigarette und beobachtete das Treiben im Wasser. Sie hatte erlebt, dass sich Jacques Perrier zu allerlei Verrücktheiten herabliess. Egal wann oder wo, meistens tat der Mann einfach das, was ihm gerade in den Sinn kam. Doch diese Situation war etwas völlig neues. Es hatte tatsächlich den Anschein als nutze er die Gunst der nächtlichen Stunde ernsthaft dazu seinem angetrauten Weib ein paar Lektionen des Schwimmens zu erteilen. So sehr es Acacia einerseits amüsierte, so besorgt war sie andererseits ob seiner Ernsthaftigkeit und Fürsorge. Sie fragte sich zum wiederholten Male, was die Tochter des Admirals hatte, dass sie Jacques Perrier dermassen bezirzen konnte. Niemals zuvor hatte sie den Freund so sehr an Jemandem Anteil nehmen sehen, denn er war sich selbst immer zuerst der Nächste gewesen und auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Als sie das Paar zum Strand zurück kehren sah, schnappte sich Captain O'Riordan kurzerhand den Umhang und das Hemd zu ihren Füssen. Schnellen Schrittes ging sie zum Wasser hinab. Dort lächelte sie dem Paar breit entgegen und hielt Lady Catherine den Umhang hin. Was das Mondlicht ihr von der Figur der jungen Frau enthüllte war durchaus ansprechend. "Nett, nett. Ich hatte nicht damit gerechnet zu so später Stunde noch Zeugin Eures Unterrichts zu werden, Jacques. Überhaupt hätte ich nicht vermutet, dass Ihr freiwillig den Lehrmeister gebt. Sehr eindrucksvoll, wie Euer Weib es vermag Eure Qualitäten zum Vorschein zu bringen," stellte sie fest. Ihr anerkennder Blick als auch ihr Lächeln deuteten an, dass ihre Worte mehr als Lob denn als Spott gemeint waren auch wenn sie einen leicht sarkastischen Tonfall hatte. Schnell legte sie den Umhang um Catherines Schultern und reichte Jacques sein Hemd. "Während ihr Euch ankleidet, mes amis, werde ich mal ein Feuer machen. Habe auch einen guten spanischen Brandy dabei," stellte Acacia in Aussicht und trat ein paar Schritte zurück. Es lag genug Treibholz herum, welches schnell gesammelt, geschichtet und entflammt war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 4. Jan 2013, 13:14 
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rettender Engel
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Auf Jacques Bemerkung hin, dass sie nicht alleine waren, richtete auch Catherine ihren Blick zum Strand und sogleich entdeckte auch sie das Aufglimmen einer Zigarette. Ihre Stirn in Falten gelegt, fixierte auch sie die Gestalt, die dort am Strand weilte und Catherine und Jacques zu beobachten schien. Beim Näherkommen kam ihr die Person jedoch bekannt vor und Catherine wirkte erleichtert, als sich die Fremde als Captain O'Riordan heraus stellte, welche sie noch zuvor im Haus von Jacques Schwestern kennen gelernt hatte. "Danke sehr". Freundlich lächelnd nahm sie den ihr dar gebotenen Umhang entgegen und hüllte sich darin ein, nachdem Jacques sie wieder auf ihre eigenen Füße gestellt hatte. Dann schritt sie ein wenig weiter weg, um sich ihrer eigenen Kleidung anzunehmen und sich wieder anzuziehen, während Captain O'Riordan ein Feuer entzündete. Nur wenig später saßen die drei zu weit vor gerückter Stunde um ein herrlich warmes Feuer herum, welches Catherines Haare rasch trocknete. Zum Glück hatte sie ihre zusammen gesteckte Frisur beibehalten als sie ins Wasser ging, so dass lediglich ein paar wenige Strähnen durchnässt worden waren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 4. Jan 2013, 14:13 
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Capitaine Le Renard
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Er wusste, dass er nichts half sich vor Captain O'Riordan verstellen zu wollen und liess deshalb seinen Blick nun ein wenig misstrauisch werden als er sie im fahlen Mondlicht erkannte. Sein tonfall war bissig als er Acacia antwortete: "Und ich wusste bislang nicht, dass Ihr neuerdings Vergnügen daran findet unbescholtene Paare zu beobachten. Was treibt Euch zu dieser Stunde hier her? Habt Ihr nichts besseres zu tun?" Im selben Moment wie er es aussprach wurde Jacques Perrier bewusst, dass die Frage ungehörig war und ihm nicht zustand. Acacia O'Riordan hatte er einiges zu verdanken, so dass sie seinen Respekt verdiente. Ihm lag bereits eine Entschuldigung auf den Lippen als er ihr Lachen und ihre beschwichtigenden Worte vernahm. Er fragte sich zum mindestens hundersten Male, wie diese Frau es immer wieder machte, dass sie die leiseste Gefühlsregung erfasste und darauf reagierte. Sie schien alle zu durchschauen und Gedanken lesen zu können. Beizeiten musste er Cathérine unbedingt auf die Gefährlichkeit von Captain O'Riordan hinweisen und sie bitten sich mit ihr gut zu stellen. Er wuste aus Erfahrung, das Acacia eine nicht zu unterschätzende Verbündete sein konnte und wollte lieber nicht heraus finden, wie es wohl sein könnte ihre Feindschaft zu spüren. Jacques erinnerte sich an eine Nacht in den Hinterräumen einer Hafenkaschemme, wo sie Karten gespielt hatten. Acaia hatte selbst ihn ziemlich ausgenommen, ganz zu schweigen von den anderen Männern am Spieltisch, die schiffbruch erlitten hatten. Er beeilte sich in Hosen und Stiefel zu kommen und verstaute die restliche Bekleidung am Sattel seines Pferdes. Als er an das inzwischen entfachte Feuer heran trat, sassen die beiden Frauen bereits dort. Und wie so oft konnte er seine Blicke nicht von Cathérine abwenden, die mit leicht geröteten Wangen im Schein des Feuers einen hinreissenden Anblick bot. Jacques grinste breit, liess sich neben seiner Gemahlin im Sand nieder und griff nach dem Brandy. Es war ein verdammt guter Brandy, weich samtig und mild. "Wahrhaft köstlich. Ich muss gestehn, Captain O'Riordan, zu gunsten eines erquickenden Ausrittes sind Cathérine und ich von unserem eigenen Hochzeitsbankett im Hause des Admiral getürmt. Eigentlich wollte ich Euch auf der "Santiago" aufsuchen aber dann hatte ich Lust zum Schwimmen," gab er im Plauderton eine kurze Zusammenfassung des Abends wieder. Er nahm noch einen Schluck des Brandys und reichte die Flasche dann an Cathérine weiter: "Das musst du probieren, mon ange."

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 4. Jan 2013, 14:28 
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Piratin
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Ob seines ungehörigen Benehmens lachte Acacia O'Riordan auf. Und im Prinzip musstr sie Jacques sogar ein wenig recht geben, denn sie hatte in der Tat nichts besseres zu tun gehabt als dem Paar zu folgen. Doch das behielt sie wohlweisslich für sich. "Schon gut, Monsieur Perrier. Ich kam nicht in der Absicht ein Liebespaar zu begaffen sondern weil wir wirklich ein paar Angelegenheiten zu klären haben.
Nachdem sie um das herrlich warme Feuer herum sassen, lauschte sie Jacques Worten. Ein amüsiertes Schmunzeln trat auf ihr Gesicht: "So, so, von einem Hochzeitsbankett führte Euch Euer Weg also zu mir. Also schön, billige ich Euch das Recht der Jugend zu und Ihr enthüllt mir zuerst Euer Anliegen. Weshalb wolltet Ihr mich auf der "Santiago" aufsuchen, Jacques?" Auch wenn ihre worte neckisch und amüsiert klangen und zum Belächeln reizten, Captain O'Riordans Blick war durchdringend und aufmerksam auf ihr Gegenüber gerichtet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 4. Jan 2013, 17:22 
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Capitaine Le Renard
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"Mein eigentlicher Plan für diese Nacht war es, mich der "Superiority Prime" zu bemächtigen und sie nach Hispaniola zu segeln. Und sobald sie hergerichtet wäre, würde ich mit ihr auf Kaperfahrt gehen," gab Jacques Perrier ohne Umschweife zu, was er hatte tun wollen. Er senkte den Blick auf die Flammen und fuhr fort: "In den letzten Tagen, eigentlich Wochen lief nichts mehr, wie ich es eigentlich geplant hatte. Und so kam auch heute etwas dazwischen. Auch mit dem Bankett hatte ich nicht rechnen können, denn meine Ehe kam ebenso unverhofft zustande, wie die heutige Feier hinter unserem Rücken geplant war. Vor einigen Tagen verliess ich die "Black Death", kundschaftete ein wenig die Lage aus und heuerte auf dem "Black Seawolf" an, der mich nach Tortuga brachte, wo ich mich Black Shade als Captain der Royal Navy zu erkennen gab. Und dort fand ich Cathérine im Hause meiner Mutter vor und verfiel ihr vom ersten Augenblick an. Genau in dem Moment als mein Leben vorbei schien und ich keinen Ausweg wusste, stand sie da wie ein rettender Engel. Durch sie fasste ich den Entschluss, dass ich es wirklich leid bin mich in den Dienst anderer zu stellen und mein Leben dafür zu geben. Ich will endlich frei sein. Ich will ein eigenes Schiff und kapern. Denn nichts anderes als ein Pirat bin ich. Meine grosse Liebe ist die See und der Rest von mir gehört bis ans Ende meiner Tage Cathérine." Er unterbrach sich kurz und nahm noch einen kräftigen Zug des Brandys. Dann erklärte er: "Ich brauche Eure Hilfe, Captain, um die "Prime" zu stehlen. Ich bitte Euch, um Eure Unterstützung, Acacia"

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 5. Jan 2013, 16:50 
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Piratin
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"als ihr diesen Plan ersonnen habt, habt Ihr ihn nicht recht bedacht oder war die zeit zu kurz den ursprüglichen plan anzupassen, Jacques? wie dem auch sei, es wäre verdammt schlecht gewesen, wenn Ihr das wirklich getan hättet. Für ein Schiff wie die "Superiority Prime" bedarf es doch wohl mehr als eines fähigen Mannes, sie sicher nach Hispaniola zu segeln. Und wenn Ihr in dieser Nacht verschwunden wärt, mein Lieber, was hätte Euer Weib am Morgen erzählen sollen, wo ihr seid? Der Verdacht des Admiral wäre doch sofort auf Euch gefallen. und selbst wenn ihr unschuldig gewesen wäret, so hätte er Euch verdächtigt und angeprangert. Nein, ich weiss, wie Ihr des Schiffes habhaft werdet und gar ncht erst in Verdacht geratet. Ihr solltet Euch bei dem Mädel bedanken, die durch ihr Verschwinden Eure Pläne vereitelt hat. In den vergangenen Tagen war der Admiral oft auf dem neuen Schiff. Und immer wenn er Begleitung dabei hatte, konnte er die Vorzüge des Schiffes nicht genug hervorheben und rühmen. Andererseits habe ich ihn heute mit einem anderen Offizier dort gesehen. Und er sprach über Euch, Jacques. Wenn Ihr geglaubt habt, dass er Euch nicht mag so irrt ihr gewaltig. Der Admiral scheint einen regelrechten Hass auf Euch und Eure Familie zu pflegen. Ihr solltet vorsichtig sein, Jacques. Ich glaube, Eure Mutter hat den ollen Clarks ganz schön übers Ohr gehauen. Ich gebe zu, ich war in die Hochzeitspläne eingeweiht und habe der alten Mary gerne geholfen. Habe ihr den ollen Prediger gebracht. Entschuldigt, Lady Catherine, wenn der olle Sam White Euch nicht verschleppt hätte, so hätten meine Leute und ich das erledigt. Allein deshalb liegen wir seit einem Monat mit der "Santiago" hier vor Anker, Euch und Eure Gewohnheiten auszuspionieren. Aber Ihr habt wirklich ein allzu zurückgezogenes und stilles Leben geführt, seid kaum ausgegangen. Und um ganz ehrlich zu sein, laufen unter meinen Leuten die Wetten, wie lange diese Verbindung standhalten wird. Wir haben lange kein Paar gesehen, dass so voller Gegensätze ist und so überhaupt nicht zueinander zu passen scheint. Doch ich persönlich würde Euch Euer Glück von Herzen gönnen, wenn wir uns alle so sehr irren sollten, mes amis. Und seid gewiss, dass Ihr auf meine Hilfe zählen könnt. Auch Ihr Lady Catherine, zögert niemals zu mir zu kommen, sollte Euer Gatte Euch Probleme bereiten. Manchmal scheint er die Schwierigkeiten förmlich anzuziehen, nicht wahr Jacques?" Captain O'Riordan lächelte spöttisch. Sie holte eine zweite Flasche des exquisiten Brandys hervor und nahm einen Schluck.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 5. Jan 2013, 19:51 
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Mit skeptischen Blicken bedachte Catherine die Flasche Brandy, welche ihr Jacques anbot. Noch nie zuvor hatte sie was Alkohol anging etwas anderes getrunken als Wein oder Champagner. Doch sie wollte ihm den Gefallen tun, wenigstens davon zu kosten. Und auch um Captain O'Riordan gegenüber nicht unhöflich zu erscheinen, nahm sie einen vorsichtigen Schluck aus der Flasche. Es war für sie immer noch recht ungewöhnlich, nicht aus einem für das Getränk geeigneten Becher zu trinken. Doch auch daran würde sie sich gewöhnen müssen. Während ihre Blicke immer im Wechsel Jacques und Captain O'Riordan bedachten, folgte sie stumm dem Gespräch zwischen den beiden und staunte nicht schlecht, als Acacia gestand, dass auch sie in die Hochzeitspläne eingeweiht gewesen war. Kurz überlegte sie, dass es vielleicht um einiges angenehmer gewesen wäre, wäre sie und ihre Crew Sam White mit der Entführung zuvor gekommen. Auf Acacias Angebot hin, dass Catherine jederzeit zu ihr kommen dürfe, sollte Jacques ihr Probleme bereiten, lächelte sie lediglich. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jacques mir jemals Probleme bereiten wird".

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BeitragVerfasst: 5. Jan 2013, 20:29 
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"Dann wollen wir das Beste hoffen," erwiederte Captain O'Riordan sarkastisch. Sie kannte Jacques Perrier lange und gut genug, um zu wissen, dass er einen Haufen Probleme am Hals hatte und es seines Lasters mit dem elendigen Koka gar nicht bedurft hätte. Doch bislang konnte er die Finger nicht von dem Teufelszeug lassen. Entweder wusste Catherine nichts davon oder ignorierte das Problem. Acacia seufzte. Ihr Blick heftete sich auf Jacques: "Nun denn. Hört Euch an, wie wir Euch das Navy-Schiff besorgen werden. Ich teile meine Crew und heuere ein paar zusätzliche Männer an. Wenn die Patrouillen wegen des Mädchens wieder eingestellt werden, schlagen wir zu. Wir bringen die "Prime" nach Hispaniola. Und wenn Ihr beiden als Passagiere an Bord der "Santiago" geht, dann können wir auch den kleinen Umweg machen, wenn wir ausser Sicht sind. Ich hole mir in Haiti ein anderes kleines Schiff und komme zurück. In der Zwischenzeit kommt Ihr beiden Hübschen Euren gesellschaftlichen Verpflichtungen nach und lasst Euch auf allen Einladungen sehen, die Ihr bekommt. Niemand wird dann behaupten können, dass Jacques Perrier etwas mit dem Verschwinden der "Superiority Prime" zu schaffen hat. Irgendwelche Einwände?" Sie nahm einen ordentlichen Zug des Brandy. Dann schaute sie Catherine an: "Ihr seid das Trinken nicht gewohnt, Lady. Dies ist ein exquisiter spanischer Brandy de Jerez, sehr weich und angenehm im Geschmack. Ein wirklich edler Tropfen. Ich lasse Euch ein Fass davon bringen, Catherine. Ich denke er ist dermassen angenehm im Geschmack, dass er für Euch zum Üben gerade gut genug ist, denn er brennt nicht so in der Kehle. Ihr müsst Euch an einige Dinge gewöhnen. Die Überfahrt nach London wird lange dauern und hart werden. Ich bin gut auf der Route. Doch auch wenn wir von Stürmen, Unwettern und anderen Malässen verschont bleiben, brauchen wir im glücklichsten Fall fast ein Jahr für die Fahrt. Und ich werde kein Leben unnötig riskieren oder mein Schiff in Gefahr bringen. Ich habe einen verteufelt guten Ruf zu verlieren." Stolz schwang in Acacias Stimme mit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 5. Jan 2013, 21:03 
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Capitaine Le Renard
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Ein wenig schuldbewusst senkte Jacques Perrier den Blick, blieb aber eine Antwort schuldig. Er wollte nicht zugeben, dass Acacia ihn lange genug kannte, um so manche seiner Verfehlungen miterlebt zu haben. Einen Augenblick gestattete er sich die Überlegung, was wohl gewesen wäre, wenn er ihre Crew niemals verlassen hätte. Und er musste zugeben, dass ihm eine Menge Übel erspart geblieben wäre. Er griff wie schon so oft Cathérines Hand und hielt sie in der Seinen. Ausserdem rutschte er noch ein wenig näher an seine Frau heran: "Ich verspreche, ich werde mir Mühe geben ein untadeliger Ehemann zu sein. Und ich schwöre, dass ich Cathérine niemals Gewalt antun oder die Treue brechen werde." Ein leichter Kuss auf den Hals seiner Frau. Dann lauschte er Acacias Plänen bezüglich der Entwendung der "Superiority Prime", die er abnickte. Captain O'Riordan hatte Recht, es war angesichts des Admiral besser er geriet gar nicht erst in Verdacht. Doch einen Einwand hatte Jacques dann doch: "Ich habe ein paar Verabredungen getroffen. Black Shade soll meine Familie hier her nach Port Royal bringen. Sie müssten eigentlich bald ankommen. Meine Mutter fand sich endlich bereit Tortuga zu verlassen. Ich begreife noch immer nicht, warum sie dort geblieben ist und sich wie eine Gefangene hat behandeln lassen. Ihr wisst, dass Ol' Spice und die Crew der "Black Death" tot sind? Auch das Schiff ist dahin. Aber zurück zu der anderen Geschichte. In einem Gasthaus in Haiti wartet Captaint Patrick McFarlane darauf mich zu treffen. Er hatte Order die "Amalia" dorthin zu bringen. Die Navy weiss noch nichts vom Kapitänspatent und dem Desertieren ihres Lieutenant McFarlane. Aber sagen wir es mal so, ich hatte die besseren Argumente auf meiner Seite, um ihn zu überzeugen. Was ich allerdings nicht weiss, ob die abgängige Miss Evans bei ihm ist oder nicht. Mein Plan sah jedenfalls keine weibliche Begleitung vor. Undich kenne Miss Evans nicht persönlich. Wenn ich allerdings ihren Verlobten Gregory mit McFarlane vergleiche, so schlecht ich beide Männer kenne, ich glaube ich hätte an ihrer Stelle wohl auch Patrick erwählt, obwohl er ein biederer Prinzipienreiter ist. Doch ausser Miss Evans selbst, weiss im Augenblick wohl niemand zu sagen, wo sie sich derzeit aufhält und was geschehen ist. Admiral Clarks nimmt die Sache aber ein wenig auf die leichte Schulter und will erst eine grössere Suche anleiern, wenn Lieutenant McFarlane zurück ist. Er kann ja nicht wissen, dass er nicht zurückkehren wird. Cathérine, was denkst du, wieviel Wert Gregory Evans auf seine Verlobte legt? Ist er verrückt genug einen Alleingang zu wagen?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 02:07 
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"Das heisst, wenn Ihr mir eine Nachricht an McFarlane mitgebt und ich den abtrünnigen Offizier finde, erspare ich mir den Raub eines Schiffes, da ich die "Amalia" nehmen könnte. War es Absicht, Jacques? Ihr wisst, dass die "Amalia" mal das Schiff Eures Vaters war? Damals bevor er sich mit Lazare und Eurer Mutter einliess, war er ein französischer Kauffahrer. Mögen er und die verdammte Crew in der Hölle schmoren. Und warum Mary sich das alles so klaglos gefallen liess, dass wollt Ihr nicht wirklich wissen, glaubt mir. Es gibt Dinge, die bleiben besser verschwiegen. Und vor Lady Catherines zarten Ohren werde ich ganz gewiss nicht über Marys dunkle Geheimnisse herumtratschen. Tut mit leid, Jacques," klärte Captain O'Riordan einige Fakten. Dann schaute sie abwartend zu Catherine herüber: "Nun, wie gut kennt Ihr diesen Evans und das abgängige Weib? Was vermutet Ihr, wo die Kleine jetzt ist, Catherine? Und was denkt Ihr über den Verlobten des Mädchens?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 14:55 
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rettender Engel
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Mit hoch gezogenen Augenbrauen lauschte sie den Worten von Captain O'Riordan. Eigentlich hatte sie Lady Mary gemocht. Wenn man einmal von der Tatsache absah, dass diese sich mit ihren Hochzeitsplänen nur all zu sehr in das Leben von Jacques und ihr gemischt hatte. Und nun war Catherine durchaus neugierig darauf, was es über Jacques Mutter wohl noch zu wissen galt. Leider schien es, als würde diese Geschichte ihren Ohren verborgen bleiben. Doch dann wurde das Thema von Jacques und auch Captain O'Riordan auf Gregory Evans und das Verschwinden Mackenzies gelenkt. "Das Einzige, worauf Gregrory Evans Wert legt, ist der gute Ruf seiner Familie und natürlich sein eigener", antwortete sie sarkastisch auf Jacques Frage hin. "Es würde mich nicht wundern, wenn er sich in diesem Moment köstlich mit Caroline auf unserem Hochzeitsbankett amüsierte". Catherine hatte ja keine Ahnung, wie recht sie mit dieser Vermutung hatte. Dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Acacia und antwortete auch ihr. "Wie ich bereits sagte, sind die Evans einzig und allein auf ihren guten Ruf bedacht. Mackenzie tut mir leid. Wir waren befreundet. Und ich hoffe inständig, dass es ihr gut geht, wo auch immer sie sich befindet. Eigentlich würde ich es ihr kaum zutrauen aber so wie die Evans sie behandelt haben, würde es mich nicht wundern, wenn sie reisaus genommen hat".

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 16:00 
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"Dann wäre die verfluchte Hure meines Bruders ja doch mal zu etwas nütze, wenn sie Gregory Evans über den Verlust seiner Braut hinweg trösten und beschäftigt halten könnte. Nun gut, wie es aussieht haben wir nicht allzu viel Wirbel wegen Miss Evans zu befürchten," merkte Jacques im zynischen Tonfall an. Er schob den Gedanken, dass er doch gerne um die Geheimnisse seiner Mutter gewusst hätte erstmal beisete. Darum konnte sich später noch gekümmert werden. Er würde einiges brauchen, um Acacia zum Reden zu bringen. Das war auf die Schnelle nicht zu bewerkstelligen. Wenn jemand sowohl loyal als auch verschwiegen war, dann Captain O'Riordan. Nicht mal im Suff oder im Bett plauderte sie Geheimnisse aus, wie Jacques aus Erfahrung wusste. Dann milderte Jacques Perrier seinen Tonfall und merkte an: "Es ist spät. Ich denke, Cathérine wird müde sein. Wir sollten uns wohl auf den Heimweg machen. Wir sind bei Misstress Clarks zum Tee geladen. Ich denke, danach werden wir Euch auf der "Santiago" aufsuchen, Acacia." Er erhob sich und reichte seiner Frau die Hand, um ihr aufzuhelfen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 16:23 
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Piratin
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"Gut, gut. Dann kommt auf die "Santiago" ist eh unverfänglicher, da wir die Passage nach London besprechen könnten. Nehmt den Brandy mit, mes amis. Ich werde das Feuer löschen und unsere spuren beseitigen, wenn Ihr fort seid. viel Vergnügen beim Tee, Misstress Clarks scheint eine nette Dame zu sein. Im Gegensatz zu diesem bärbeissigen Admiral. Verzeiht, Lady Catherine." Captain O'Riordan erhob sich und verneigte sich vor Catherine. Dann liess sie ihre Blicke suchen über den Strand schweifen und rief laut: "Iago! Morgaine!" sie liess einen Pfiff ertönen und zwei grosse dunkle Hunde, die eine entfernte Ähnlichkeit zu Faye aufwiesen kamen herangestürmt. "Pfui, Iago! Aus," lautete der harsche Befehl seiner Herrin an den Hund als dieser sich anschickte Catherine beinahe umzuwerfen und sich in ihre Röcke hinein zu wühlen, bei dem Versuch sie zum Beschmusen zu animieren. "Entschuldigt den kleinen Wildfang, Lady Catherine. Er ist bei Frauen gar zu zutraulich. Schöner Wachposten bist du, Iago. Schäm dich," mit einem Lächeln und nur mildem Tadel sprach Acacia die Worte. Es war offensichtlich, dass sie die beiden Tiere innig liebte. Morgaine hatte sich inzwischen neben Jacques niedergelassen, der in die Knie ging und sie kraulte und wuschelte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 17:37 
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Ob Jacques harter Worte bezüglich seiner Schwägerin bedachte Catherine ihn mit vorwurfsvollen Blicken. Auch sie mochte Caroline nicht besonders. Und dennoch würde sie niemals so über sie reden. Allerdings verlor sie diesbezüglich kein weiteres Wort. So ergriff sie stumm die ihr von Jacques angebotene Hand und erhob sich ebenfalls. Doch kaum stand sie wieder auf ihren Füßen, wurde sie auch schon fast wieder zu Boden gerissen, als plötzlich ein Hund, den Captain O'Riordan lago nannte, auf sie zusprang und dabei fast umwarf. Erschreckt wich Catherine vorsichtshalber einen Schritt zurück doch es stellte sich heraus, dass lago, genau so wie die ebenfalls anwesende Morgaine keine bösen Absichten hatten. So strich auch Catherine dem Hund über den Kopf, wenn auch etwas zögerlich. Irgendwie schien es üblich zu sein, dass Piraten gerne große Hunde bei sich hatten. Noch etwas, woran sie sich gewöhnen musste. Catherine seufzte leise.

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 Betreff des Beitrags: Re: Versteckte Bucht
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 18:14 
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Capitaine Le Renard
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Mit einem breiten Grinsen wandte sich Jacques zu seiner Frau um, unterbrach das Kraulen und Streicheln beim Hund jedoch nicht: "Morgaine und Iago sind Abkömmlinge von meiner Faye. Captain O'Riordan war so nett sich der beiden anzunehmen. Allerdings sind sie umgänglicher als ihr Muttertier- ist wohl mehr Hund drin als Wolf. Wenn du magst, bekommst du auch einen Hund, Cathérine. Ansonsten bevorzugt Acacia Katzen; die "Santiago" ist voll von den Mäusefängern. Schade, dass es unmöglich ist ein Pferd auf einem Schiff zu halten. Aber es wäre wohl eine Quälerei fürs edle Ross. Andererseits sind Hunde und Katzen mehr von Nutzen, da sie sich um die Ratten kümmern. Vielleicht sollten wir am Vormittag mal zum Viehmarkt gehen und sehen, ob wir nicht was passendes finden. Dein Haus und Garten kann gut ein paar kläffende und maunzende Bewohner gebrauchen, findest du nicht, Cathérine?" Jacques war höchst entschlossen in diesem besonderen Fall auch über ein Nein hinweg zu gehen. Er wollte wenigstens wieder einen Hund um sich haben. Doch zuerst versuchte er es mal mit bittendem Tonfall und Blick und einem netten Lächeln. Vielleicht liess sich das Herz seiner Gemahlin ja für irgendein Fellbündel erweichen.
Langsam erhob er sich und ging in Richtung der Pferde, die zum Glück nicht vor den beiden Hunden scheuten. Kurz wandte er sich noch einmal an Captain O'Riordan: "Wir sehen uns dann Morgen und habt Dank für den Brandy, Acacia." So sehr es ihn selbst auch erstaunte, seit langer Zeit fühlte er sich auch erschöpft und müde und sehnte sich nach dem ruhigen Haus. Er wartete ab bis Cathérine bei ihm war, dann schritt er den schmalen Pfad voran zurück zum Anleger.

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