Secret of The Cursed Island & The Black Seawolf

Ein Historisches Piraten RPG mit Fantasyelementen, spielt etwa Ende des 17.Jahrhunderts.
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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 6. Mai 2013, 13:21 
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Capitaine Le Renard
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Admiral Clarks musterte seine Tochter stumm als sie das Arbeitszimmer betrat, denn sie erklärte ohne umschweife, dass ihre Mutter wegen einer Trauerfeier mit Jack Perry zu sprechen wünschte. Und ihm entging keinesfalls das herzliche Lächeln, welches Catherine ihrem Gattenschenkte und das der erwiederte. Im Stillen musste Cedric Clarks für sich zugeben, dass sein Töchterchen nie zuvor so reizend und glücklich ausgesehen hatte. Diese verfluchte Ehe mit dem Windhund schien ihr tatsächlich sehr gut zu tun. Cedric seufzte ergeben und wandte sich an den Schwiegersohn: "Nun ich denke, dass wir hier soweit fertig sind, nicht wahr Logan?! Ihr solltet Ellinor nicht warten lassen, Captain." Tatsächlich legte sich gar ein wohlwollendes lächeln auf die Lippen des Admirals.

Jack war sehr erfreut, dass es seine Frau war, die diese unerquickliche Veranstaltung unterbrach und ihn holen kam. Er erwiederte ihr herzliches Lächeln und erhob sich prompt: "Admiral. Logan. Ich darf mich dann wohl empfehlen." Allerdings liess sich Jack Perry keiensfalls sein Staunen anmerken, dass des Admirals Worte und sein wohlwollendes Lächeln hervorriefen. Jack glaubte nicht wirklich an das Wunder, dass er und der Schwiegervater irgendwann eine freundschaftliche Beziehung haben könnten. Doch eine leise Hoffnung, von gegeseitiger Akzeptanz und villeicht auch Respekt schlich sich bei ihm ein. Womöglich erkannte auch Admiral Clarks, dass er gar nichtmal die schlechteste Wahl für Cathérine war. Eine kurzer militärischer Gruss und die Türe fiel hinter Jack ins Schloss.
Im Flur grinste er Cathérine breit an: "Danke für die Rettung, mon ange." Ein stück weiter zog er sie in eine Nische und küsste sie ausgiebig und sehr leidenschaftlich. Die Damen konnten nach seiner Meinung rughig einen Moment lang auf ihn und seine süße Frau warten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 6. Mai 2013, 13:49 
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rettender Engel
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Nur zu gerne hatte sich Catherine von Jack in die nächste Nische ziehen lassen. Leidenschaftlich erwiderte sie seinen Kuss, während sie ihre Arme um Jacks Hals schlang. Dann, als ein Räuspern ein paar Schritte von ihnen entfernt sie auf eine der Hausangestellten aufmerksam machte, löste sich Catherine kichernd von ihm. "Was hat der werte Logan für ein Gesicht gemacht, als sich mein Vater auf Deine Seite schlug und ihm offenbahrte, dass er sich da wohl verrannt hatte?" Es war Catherine egal, dass sie damit ihren Lauschangriff verriet. "Zu gerne hätte ich sein dummes Gesicht gesehen".

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 6. Mai 2013, 14:33 
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Capitaine Le Renard
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Bedauerlich, dass sie bei ihrer Knutscherei von einer Hausangestellten unterbrochen wurden. Aber andererseits wohl auch gut, denn vielleicht sollten sie Ellinor Clarks und seine Schwestern nicht wirklich all zu lange warten lassen. Zudem hätte Jack nicht dafür garantieren können, dass es bei ein paar harmloseren Küssen blieb, denn er konnte schwerlich die Finger von Cathérine lassen. Allerdings wirkte die Frage nach Logans Gesichtsausdruck ob der Schützenhilfe des Admirals wie eine kalte Dusche und holte Jack Perry schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. "Nun da es offensichtlich keine Beweise gibt für etwas, das ich nicht getan habe, hat Richard eine verkniffene Miene an den Tag gelegt und sein Blick war hasserfüllt. Wir sollten vor dem Hernn Advokaten auf der Hut sein. Doch ich bin stolz, dass du zu mir stehst, Süße," gab er Asukunft. Ihre Hände ineinader verschränkt betraten sie kurz darauf den Salon. "Ich glaube, ich muss mich für das Gebahren meiner Schwester Sofia entschuldigen, Ellinor," meinte Jack während er auf einem bequemen Sessel Platz nahm und Cathérine kurzerhand auf seinen Schoss zog, wenn auch dies ein wenig unschicklich war. "Nun wir sprachen über eine Trauerfeier für meine Mutter. Allerdings haben wir vier auch unseren... Vater verloren. Ich dachte, man könnte das Gedenken vielleicht in einer kleineren Trauerfeier für beide abhaken," erklärte Jack kurz darauf seiner Schwiegermutter. Sein Tonfall war dabei sehr distanziert und nahezu emotionslos. Doch man merkte ihm deutlich eine gewisse Spannung an. Noch immer haderte Jack Perry mit den Dämonen der Vergangenheit und war nicht in der Lage zu vergeben und vergessen. Allerdings zeigte er nicht, wie sehr er auch jetzt noch unter den Lügen der Mutter und den Torturen des Vaters litt. Seinen Schwestern zuliebe war er überhaupt bereit sich auf diese Gedenkfeier einzulassen. Und er war es Cathérine schuldig etwas anderes zu tun als Kummer und Schmerz durch ein allabendliches Besäufnis bis zur Besinnungslosigkeit betäuben zu wollen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 6. Mai 2013, 15:18 
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Lady
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"Schon gut," winkte Ellinor lächelnd ab als sich Jack für Sofias Benehmen entschuldigte. Ein warmer Blick traf das junge Mädchen, dass angespannt neben Thérèse hockte und noch immer neugierige Blicke im Raum herumschweifen liess. Und ebenfalls mit einem zufriedenen Lächeln nahm sie es hin, dass Catherines Ehemann ihre Tochter auf seinen Schoss zog, was vielleicht auch ein wenig unschicklich anmutete. Sie hegte grosse Sympathien für diesen Schwiegrsohn, dem sie trotzdem zutraute mit allen Wassern gewaschen zu sein. Und Ellinor Clarks neigte dazu nicht vorschnell etwas auf Gerüchte und Gerede zu geben. Sie kannte Captain Perrys schlechten Ruf in den Reihen der Navy ebenso gut wie seinen hervorragenden Leumund in der londoner Gesellschaft. Beide Rollen füllte er nahezu perfekt aus und das bewog Ellinor dazu anzunehmen, dass er es mit ihrer Tochter wirklich ernst meinte, denn hier zeigte er eine gänzlich andere Seite von sich.
Ellinor nippte an ihrem Tee und hörte zu. Allerdings entging ihrer Aufmerksamkeit weder Jacks Anspannung noch der Ton hinter dem er seine wahren Gefühle zu verbergen suchte. Sie nickte wissend, schlug kurz die Augen nieder und merkte dann an: "Nun mir gefällt die Idee eine Gedenkfeier für beide Eltern abzuhalten. Ich bin damit einverstanden und stelle den Salon und mein Personal dafür gerne zur Verfügung. Mary hätte daran sicherlich ihre Freude gehabt, so wie ich sie kenne." Sie wandte sich nun an Sofia und Thérèse und besprach mit ihnen das Arrangement, bezüglich des Ablaufs, der Gäste und der Speisen. Als das Hausmädchen kam und verkündete, das Mittagessen können nun eingenommen werden, war man sich bereits einig. Während man den weg zum Speisezimemr einschlug hielt Ellinor Clarks ihre Tochter kurz am Arm zurück: "Ich würde mich der Mädchen und der beiden kleinen Jungen gerne annehmen, Catherine. Allerdings bezweifele ich, dass Thérèse und Sofia bleiben werden, wenn Ihr geht. Vielleicht kannst du die beiden überzeugen, wenigstens für ein paar Tage unsere Gastfreundschaft anzunehmen."


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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 8. Mai 2013, 13:45 
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rettender Engel
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In dem Moment, in dem Catherine der Aufforderung nach kam, das Mittagessen einzunehmen, hatte sich Catherine erhoben, um den Speiseraum anzustreben. Doch ihre Mutter hielt sie kurz zurück. Catherine überlegte. Sicher würde es sich als schwierig gestalten, Tess und Sofia zum Bleiben zu überreden. Zumal Tess ihre weiteren Zukunftspläne Catherine ja bereits erklärt hatte. Doch vielleicht würde sie sich doch für eine kurze Zeit überreden lassen. Bei Sofia vermutete Catherine, dass diese sich über ein solches Angebot eher freuen würde. "Ich versuche mein Bestes aber versprechen kann ich Dir nichts", antwortete sie ihrer Mutter und lächelte diese an.

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 8. Mai 2013, 15:49 
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Lady
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Ellinor Clarks erwiederte das Lächeln ihrer Tochter und merkte mit einem leichten Seufzen an: "Danke. Deinen Mann wirst du wohl nicht überzeugen können, die Tage bis zu Eurer Abreise nach London unter unserem Dach zu verbringen, nehme ich an? Naja, angesichts der Freundlichkeit deines Vaters, Catherine, kann ich es verstehen. Aber ich muss gestehen, dass es mir ein Rätsel ist, was Cedric gegen deinen Mann hat. Captain Perry ist doch eigentlich ein anständiger Bursche. Und er liebt dich von ganzem Herzen, mein Kind." Da sie inzwischen das Speisezimemr erreicht hatten, verstummte Ellinor Clarks plötzlich. Im Raum warteten bereits der Admiral und Mister Logan auf den Rest der Mittagsgesellschaft. Ellinor Clarks war ein wenig peinlich berührt als sie bemerkte wie schamlos der Advokat sowohl Thérèse anschaute wie auch Sofia regelrecht begaffte. Eilig legte sie ein unverbindliches Lächeln auf und stellte alle einander vor. Und zu ihrem Leidwesen gebot die Tischordnung es, dass Richard Logan zwischen ihr und Thérèse Allen Tyler Platz fand während ihm Catherine, Sofia und Jack gegenüber sassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 8. Mai 2013, 16:14 
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Capitaine Le Renard
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Da Cathérine und Ellinor auf dem Weg zum Speisezimemr ein wenig zurück blieben, nutzte Jack Perry die Gunst des Augenblicks Sofia zu ermahnen sich zu benehmen. Und Tess zu ermutigen, der kleinen Schwester hilfreich zur Seite zu stehen. Er machte sich keine Gedanken darüber, dass Ellinor Clarks sicherlich grossmütig über den einen oder anderen fauxpas hinwegsehen würde. Doch die Meinung des Admirals bereitete ihm Sorgen. Nicht zuletzt auch gerade deshalb, weil Richard Logan sicherlich nicht allzu bald dessen gastfreundschaft wieder aufgeben würde. als man jedoch den Speisraum betreten hatte und der schmierige Anwalt Sofia begaffte, vergass sich Jack beinahe. Nur zu gerne hätte er seine Faust im Gesicht von Logan platziert oder ihm doch noch eine Kugel verpasst. grimmig musterte er den Advokaten und ballte eine Hand zur Faust als Mistress Clarks die Situation rettete und es übernahm alle Anwesenden einander vorzusstellen. Leider fanden sich dank der Tischordnung sowohl Cathérine als auch Sofia und Jack dem Advokaten geegnüber wieder. Er zwang sich zur Ruhe, tief durchatmen und dazu eine hochmütige Miene aufzusetzen. Das Tischgespräch drehte sich um die arme Miss Williams, die nun eines Vormundes bedurfte und die anstehenden Zeremonien. Statt der Verlobung würde man am folgenden Abend die Beisetzung begehen, soviel stand schon fest. Danach käme die Verlesung des Testaments von Captain Thomas Williams duch einen Advokaten der Royal Navy. Mit einem gewissen Gefühl der Genugtuung, bemerkte Jack für sich, dass Richard Logan diesen Posten zum Glück nicht inne hatte, verkniff es sich aber diese Bemerkung laut zu äussern. Stattdessen dankte er seiner schwiegermutter für die Ausrichtung der Gedenkfeier, die am darauffolgenden Tag stattfinden würde. Von Tess wusste er bereits von der Einladung Ellinors und meinte deshalb: "Nun vielleicht könnten Tess und Sofia so lange hier verweilen und bei den Vorbereitungen von Nutzen sein." Er schenkte seiner Gemahlin einen liebevollen Blick und hoffte auf ihre Unterstützung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 8. Mai 2013, 16:40 
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Piratin
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Thérèse Allen Tyler war Sofias Auftritt überhaupt nicht peinlich. Zwar hatte auch sie eine Zeit ihrer Kindheit in London unter der strengen Obhut ihres Onkels verbracht, war aber nicht so sehr gemassregelt worden wie ihr Bruder. Als Erbe von Sir Charles Allen, Earl of Rutland, warteten nicht nut Titel, Ländereien und ein Sitz im House of Lords auf ihn sondern auch eine Menge Verpflichtungen. Und wenn sie ehrlich war, hatte Jack eine schreckliche Kindheit im Hause des Onkels verlebt. Stets waren Ärzte bei der Mutter gewesen und der kleine Junge wurde niemals zu ihr gelassen. Sie bekam das Bild nicht aus dem Kopf, wie er einsam im Flur vor dem Zimmer der Mutter hockte und wartete. Doch sie selbst war auch noch ein kind gewesen und hatte nichts ausrichten können. Neben den vielen einsamen Stunden, mit dem Warten einmal nur zur Mutter vorgelasen zu werden gab es noch die andere Seite, die stenge fast brutale Erziehung, die bereits aus einem kleinen junegn einen Mann machen sollte. Tess schauderte bei der Erinnerung daran. sie war froh gewesen als die Familie London den Rücken kehrte und in die Karibik ging. In den weiteren Jahren hatte sie eine lockere Erziehung mit vielen Freiheiten genossen. Allmählich verstand sie aber, dass es Jack anders ergangen war. Er hatte eigentlich weder einen richtigen Vater noch wirklich eine Mutter gehabt. Denn die beiden Menschen, denen er seine Geburt verdankte und deren Gedenkfeier sie nun planten verdienten in seinen Augen sicherlich nicht so genannt zu werden. Sofia hatte einverfluchtes Glück gehabt ohne gesellschaftliche Zwänge aufzuwachsen. Doch ein wenig gehoberner Ton und Etikette würden ihr wohl nicht schaden, dachte Tess. Sie versuchte ihre Gedanken zu verdrängen und sich auf die Planung des Festes zu konzentrieren was ihr leidlich gelang.

Als eine der Hausangestellten zum Mittagessen rief, war Thérèse geradezu erleichtert. Der Appell ihres Bruders sich der kleinen Schwester anzunehmen und seine einschärfenden Worte an Sofia sich ordentlich zu benehmen, bedachte Tess nur mit einem zustimmenden Kopfnicken und Schmunzeln. Mit Interesse bedachte sie dann den Londoner Advokaten, der schon geradezu dreist ihre kleine Schwester anstarrte. Doch sie lächelte milde als sich heraus stellte, dass sie die Tischdame von Richard Logan war und verwickelte ihn kurzerhand in ein oberflächliches Gespräch über London und seine Geschäfte. Es erweckte ganz den Anschein als sei er in mehr als einer hinsicht ihrer Gesellschaft gar nicht abgeneigt. Tess lächelte unverbindlich. Sie nippte gerade an dem köstlichen Wein als Jack sich an Ellinor Clarks wandte, sich bei ihr bedankte und den vorschlag unterbreitete: "Nun vielleicht könnten Tess und Sofia so lange hier verweilen und bei den Vorbereitungen von Nutzen sein." Beinahe verschluckte sich Thérèse, denn sie hatte ihren Bruder nicht in Ellinors Einladung eingeweiht, damit er ihr eine Anstandsdame zur Seite stellte sondern ihr höflich aus der Sache heraus half. Sie schickte einen hilfesuchenden Blick zu Catherine und hakte nach: "Ist es nicht ein wenig unschicklich, wenn Sofia und ich hier verweilen derweil ein Jungeselle unter diesem Dach weilt?" Im selben Moment fiel ihr auf, dass sie einen Fehler begangen hatte, denn ihre alternative Unterkunft war ja bei Matthew Norrington. Und der war ebenfalls Jungeselle. Tess senkte den blick und verfiel in Schweigen. Jetzt hatte sie sich in ihrem eigenen Netz verfangen, ging Tess auf. Und sie würde Vivien und vor allem Sofia bestimmt nicht allein in Mister Logans Nähe weilen lassen, denn er hatte eine schlechte Ausstrahlung. Sie guckte abermals Catherine an und gab zu: "Nun ich mag mich aber auch irren. In diesen Dingen was die Etikette betrifft bin ich nicht gar so bewandert. Sag' Cate, wäre es nicht nett, wenn du auch ein paar Tage bleiben würdest. Vivie, Sofia und ich sind ja nun auch deine Schwestern. Uns ihr werdet schon so bald nach London gehen. Dann sehen wir uns kaum noch. Ausserdem hat mein Bruder dich noch sein ganzes Leben für sich." Sie lächelte nun ein wenig spöttisch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 9. Mai 2013, 10:44 
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Lady
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War sie bereits vom Haus der Norringtons beeindruckt gewesen obwohl sie nur das Speisezimmer gesehen hatte, so verschlug dieses luxuriöse Anwesen Sofia glatt den atem. Und so starrte sie denn Maulaffenfeilhaltend alles an. Sie schämte sich ein wenig ihre Aufzugen und des lauten Auftritts wegen. Und plötzlich schoss Sofia der gedanke durch den Kopf, das genau dies hier auch Captain Norringtons Welt war und sie da keines falls mithalten konnte. Der GEdanke betrübte Sofia. Ganz schlimm wurde es in ihrem Herzen als Jack sich bei Mistress Clarks ihretwegen entschuldigte. Sie hatte ihn wohl in Verlegenheit gebracht und Sofia schlussfolgerte, dass sich Matthew ihrer wohl schämen müsse, sie SChande über ihn bringe, wenn sie sich mit ihm in der Gesellschaft von Port Royal blicken liesse. Sie schaute zu Tess hinüber, die aber in ihr eeigenenh Gedanken verstrickt war. Auch Catherine war keine grosse Hilfe, denn Jack hatte sie auf seinen Schoss gezogen und Sofia sass in einem dermassen ungünstigen Winkel, dass ihre Blicke die Schwägerin nicht erreichten. Und plötzlich wurde Sofia auch klar, was für ein unverschämt grosses Glück Vivien beschieden war, dass Jack sie mit nach London nehmen wollte. Doch sie suchte das alles zu verdrängen und sich auf die Planung de rGedenkfeier zu konzentrieren, was ihr auch schlisslich gelang. Es erstaunte Sofia, das vor allem Mistress Clarks sie immer wieder nach ihrer Meinung fragte. Und allmählich fragte sie sich auch, was für eine Frau Lady Mary wohl gewesen war. Sie musste anders gewesen sein als Alma, das hatte ihr Vater oft gesagt. Aber war sie auch so eine herzensgute, freundliche Dame wie Ellinor Clarks. Sofia schenkte der Hausherrin ein Lächeln. So wie sie Catherine gleich gemocht hatte, empfand sie auch grosse Sympathien für deren Mutter, denn beide waren sich ähnlich. Dann wurde zum Mittagessen gerufen. Die Ermahnungne ihres Bruders liess Sofia über sich ergehen. Im Grunde hatte er doch recht. Dann allerdings wurde sie im Speisezimmer mit unangenehmen Blicken von diesem Mister Logan angestiert. Sofia kannte diese Blicke von den Männern aus dem Hafenviertel zur Genüge. Solche Kerle feilschten unerbittlich um den Preis und nlegten nur mit Zähneknirschen ein paar Münzen extra obendrauf obwohl sie spezielle Wünsche hegten und nicht gerade zart mit den Frauen umgingen. Es war die Sorte Männer vor der die Mädchen aus Rosies Taverne sie beständig gewarnt hatten. Sofia schluckte und versuchte den Advokaten zu ignorieren. Sie war froh, dass er nicht ihr Tischherr war. Und dann glaubte sie ihren Ohren nicht trauen zu können. "Nun vielleicht könnten Tess und Sofia so lange hier verweilen und bei den Vorbereitungen von Nutzen sein," schlug Jack vor. Auf Sofias Lippen breitete sich ein Lächeln aus. Oh ja, sie bliebe gerne in diesem Haus und lernte sich zu benehmen. Vielleicht käme Matthew mal zum Tee und sie würde sich nicht blamieren, hoffte Sofia. Eben wollte sie ihr ezustimmung geben als Tess meinte: "Ist es nicht ein wenig unschicklich, wenn Sofia und ich hier verweilen..." Sofia hörte gar nicht richtig zu und das Lächeln auf ihren Lippen erstarb. Sie wagte nicht der grossen Schwester zu wiedersprechen und zu äussern, dass sie verdammt gerne hier bleiben würde. Sofia blinzelte die aufsteigenden Tränen weg und zitterte. Wie konnte Tess nur so gemein sein und ihr diese einmalige Gelegenheit kaputt machen, fragte sie sich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 9. Mai 2013, 11:16 
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rettender Engel
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Richtig gegessen hatte Catherine nicht. In Anwesenheit Richard Logans bekam sie kaum einen Bissen herunter und sie vermied es tunlichst, ihren Schwager anzusehen. So war sie ganz froh, als ein Gespräch in Gang kam. Catherine schob ihren Teller beiseit und sah zu Tess hinüber, von der sie wusste, dass sie sich gewiss nicht sehr wohl fühlen würde in diesem Haus. Aber auch Sofias Reaktion entging ihr nicht, die den Eindruck machte, dass sie wohl ganz gerne eine Weile hier wohnen wollte und enttäuscht über die Aussage ihrer großen Schwester wirkte. "Nun ...", hob sie an. "Ich denke nicht, dass es unschicklich wäre. Ihr wärd beide herzlich willkommen. Aber niemand würde es Euch nachtragen, wenn ihr ablehnt". Bei ihrem letzten Satz sah Catherine zu Tess hinüber und fügte dann zu Sofia hinzu. "Aber wie gesagt seid Ihr herzlich eingeladen zu bleiben". Bezüglich des Vorschlages von seiten Tess, dass auch Catherine die letzten Tage und Nächte in ihrem Elternhaus verweilen sollte, schwieg Catherine. Mit Richard Logan unter einem Dach zu wohnen würde gewiss nicht einfach werden. Und dennoch behielt ihre Schwägerin Recht. Sie würden sich eine lange Zeit nicht mehr oder nur selten sehen. Da wäre es in der Tat nett, wenn sie die letzten verbleibenden Tage noch gemeinsam nutzen würden. Etwas unschlüssig suchte Catherine Jacks Blick.

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BeitragVerfasst: 9. Mai 2013, 11:41 
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Capitaine Le Renard
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Alles in ihm sträubte sich irgendwie Cathérine auch nur noch einen Wimpernschlag länger in der Gegenwart von Richard Logan zu wissen. Die Mittagstafel wurde aufgehoben. Ein wenig unschlüssig stand Jacques Perrier in der Halle und wartete auf seine Frau, die sich noch von Vater und Mutter verabschiedete. Es war verabredet worden, dass Tess und Sofia erstmal eine Weile im Hause des Admirals blieben. Jack würde sie am Abend zum Fest abholen. Er hatte lediglich kurz die Einladung zur Geburtstagsfeier einer Freundin erwähnt, ohne näher darauf erinzugehen wann und wo genau das Fest am heutigen Abend stattfinden sollte. Bezüglich des Admirals und Logans vertrat er in diesem Fall die Ansicht, Feind hört mit. Von seiner Familie und dem Ehepaar Clarks hatte Jack sich bereits verabschiedet. Nun trat er an den abseitsstehnden Richard Logan heran und meinte förmlich: "Tja, wirklich bedauerlich mit Eurem Anwesen, Logan. Falls es das einzige Anliegen war, das Euch nach Port Royal führte, so dürfen wir mit Eurer baldigen Abreise rechnen? Oder wollt ihr Euch vielleicht doch ganz hier niederlassen? Ich habe Gerüchte aus London gehört, dass es nicht zum Besten mit Euch steht. Eure Geschäfte laufen nicht gut, der Vater hat Euch enterbt und ihr sollt wegen Schulden mit dem Gesetzt in Konflikt stehen." Jacques schenkte dem Advokaten ein unverbindliches Lächeln und fuhr im selben Plauderton fort: "Ich wäre bereit es mich etwas kosten zu lassen, dass Ihr Euch vielleicht schnell zur Abreise entschliessen könntet. Ihr bringt Unruhe in das Leben meiner Frau. Und lasst Euch gesagt sein, Logan, krümmt Ihr einer meiner Schwestern ein Haar wird meine Kugel Euch sicherlich nicht verfehlen." Jack traute dem Advokaten nicht über den Weg, was wohl auf Gegenseitigkeit beruhte. Er beobachtete, wie Cathérine von ihrer Mutter herzlichst umarmt wurde. Nun im Prinzip würde er ihr gerne noch ein paar Tage im Elternhaus gönnen, doch nicht so lange Richard Logan hier Quartier fand.

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BeitragVerfasst: 12. Mai 2013, 14:56 
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Fast schon war es Richard gelungen, den Admiral auf seine Seite zu ziehen und Jack die Schuld zuzuweisen, da fiel Mister Clarks ein, dass sie keine Beweise gegen Jack hätten und er es sowieso nicht hatte gewesen sein können. Richards Laune war auf dem Nullpunkt. Doch wenigstens hatte dieser Captain Perry zwei reizende Schwestern, die allem Anschein nach auch noch Einladung von Misstress Clarks erhalten hatten, eine Weile in der Villa des Admirals zu verweilen. Wenigstens ein kleiner Trost. Doch dann wagte es Jack Perry, ihn anzusprechen. Heuchelte etwas von wegen es täte ihm leid mit dem Anwesen. Richard Logan interessierte sich herzlich wenig für dieses Gerede und auch nicht dafür, dass Captain Perry bereit wäre, es sich etwas kosten zu lassen, damit er wieder nach London reise. Auch ließ er sich nicht von der Drohung abschrecken, was die beiden hübschen Schwestern anging. "Meine Angelegenheiten dürft Ihr getrost die meinigen sein lassen", erklärte er kurz und knapp, dann wandte er sich um. Es war ihm zuwider mit diesem Kerl auch nur noch ein Wort zu sprechen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 12. Mai 2013, 15:04 
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rettender Engel
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Natürlich hätte sich Catherine denken können, dass Jack es keineswegs zulassen würde, dass sie gemeinsam mit Richard Logan hier nächtigte. Deswegen verabschiedete sie sich lieber von ihren Schwägerinnen und ihrer Mutter, dann folgte sie Jack, der bereits auf sie wartete. Gerade noch hatte sie Richard Logan davon stolzieren sehen. "Was hast Du zu ihm gesagt", wandte sie sich sogleich an Jack. Sie wollte nicht, dass er ihren Schwager unnötig reizte, denn mit den Logans war nicht zu scherzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 12. Mai 2013, 15:39 
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Capitaine Le Renard
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Bis sie das Anwesen des Admirals verlassen hatten und allein im Wagen sassen, schwieg Jack Perry. Erst dann schaute er Cathérine schuldbewusst an und gab zu: "Ich glaube, ich habe eine Dummheit begangen und Logan gereizt. Ich wollte wissen, was er vor hat. Und ich habe ihm gedroht falls er Sofia und Tess ein Haar krümmen sollte. Er hat mich eiskalt abgewiesen. Es tut mir leid, mon ange." Er lehnte sich in den Polstern der Kutsche zurück und betrachtete Cathérine. Allerdings schwieg Jack und weder seiner Miene noch sonst irgendwas war zu entnehmen, was er dachte.


tbc-> Port Royal, Hafen, Schiffsanleger

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 12. Mai 2013, 15:48 
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rettender Engel
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Schweigend nahm Catherine seine Worte entgegen und nickte. So etwas hatte sie ja bereits geahnt. Doch nun war es nicht mehr rückgängig zu machen. Sie rückte näher an Jack heran, ergriff seine Hand und drückte einen Kuss auf seine Wangen. "Dann sollten wir vorsichtig sein". Den Kopf an seine Schulter gelehnt schwieg dann auch sie.

TBC: Port Royal - Hafen - Schiffsanleger

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 12. Mai 2013, 17:21 
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Nachdem ihre Tochter und ihr Schwiegersohn sich verabschiedet hatten, musterte Ellinor Clarks den londoner Anwalt mit einem missbilligenden Blick. Kurzerhand schickte sie Thérèse und Sofia zu den Kleinen in den Garten und bat ihren Gatten in den Salon. Während der Admiral mit einer Tasse Tee auf dem gemütlichen Sofa Platz nahm, blieb Ellinor vor ihm stehen und schaute mit einem Stirnrunzeln auf ihn herab: "Ich denke, Ihr werdet sicherlich einen Grund finden, Logan bald wieder vor die Türe zu setzen, Cedric. Eigentlich möchte ich ihn nicht im Haus haben. Ein übler Zeitgenosse. Was habt Ihr nur dabei gedacht, ihm unsere Gastfreundschaft anzutragen, mein Gemahl? Und da ich fürchte, dass Catherine wohl keine Kinder haben kann- immerhin blieb ihre erste Ehe kinderlos, werdet Ihr mir sicherlich nicht verwehren, mich um die entzückenden Geschöpfe in unserem Garten zu kümmern. So kann ich wenigstens so tun als sei ich eine glückliche Grossmutter, Cedric. Es ist wirklich viel zu ruhig in diesem Haus und Ihr weilt zu oft im Admiralitätsbüro der Royal Navy. Zudem steht Ihr in Marys Schuld. Ich verlange, dass Ihr Euch ihrer Enkel annehmt als seien es unsere eigenen." Dem Blick des Admirals begegnete sie mit einem liebevollen Lächeln. Dann als Cedric Clarks seine Teetasse abgesetzt hatte, schlang sie die Arme um seinen Hals und drückte einen Kuss auf seine Lippen. Er lächelte kaum merklich. Und Ellinor lehnte sich an ihn, sie hatte in all den Jahren ihrer Ehe den Admiral zu nehmen gelernt und liebte und respektierte ihn, wie er war. "Nun gut, wir werden sehen," meinte er während er sie sanft von sich schob und sich vom Sofa erhob. Er war nicht bereit sein Zugeständnis in Worte zu kleiden. Doch sein liebevoller Blick zu Ellinor, bevor er den Salon verliess sprach Bände.


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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 12. Mai 2013, 18:43 
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Tess hatte sich mit einer Umarmung bis zum Abend von Catherine verabschiedet. Dann beobachtete sie, wie ihr Bruder mit Richard Logan sprach. Wie sie Jack kannte, würde er dem windigen Advokaten sicherlich gedroht haben ihn zu erschiessen, wenn er Sofia oder ihr ein Haar krümmte und sich an Catherine heran wagte. Thérèse grinste spöttisch ob des konsternierten Gesichtsausdrucks seitens Mister Logans, der in Richtung der Bibliothek davon ging. Und obwohl er eine arrogante und fast unsympathische Ausstrahlung hatte, reizte der Mann sie. Tess warf eine Blick auf Sofia, die ein breites Grinsen auf den Lippen trug und Catherine nun zum wiedrholten Male um den Hals fiel und ihr dankte. Sie war es auch gewesen, die Jack hatte versprechen lassen sie zum Fest am Abend pünktlich abzuholen. Tess verstand noch nicht warum, doch es hatte ganz den Anschein, dass sich Sofia viel von ihrem Aufenthalt im Hause Clarks versprach. Irgendein Ziel schien die kleine Schwester zu verfolgen. Doch Thérèse hatte auch den fast angstvollen blick gesehne, den Sofia Mister Logan zugeworfen hatte. Zweifellos mochte sie den Mann nicht. Tess wusste, dass Sofia sich nicht wahllos jedem Kerl an den Hals warf obwohl sie durchaus geschickt im Umgang mit den Kerlen war und sich verkaufte. Sie beschloss in einer ruhigen Minute das Gespräch mit Catherines Mutter zu suchen und die Dame aufzuklären. Mit einem freundlichen Lächeln in Richtung des Admirals packte sie ihre kleine Schwester am Arm. Eben wollte sie Sofia in ein Gespräch ziehen als Mistress Clarks zu ihnen kam und sie bat, einen Moment zu den Kindern in den Garten zu gehen. Mit einem freundlichen Lächeln entgegnete Tess: "Sehr wohl, Madame. Wie ihr wünscht." Sie packte Sofia fest und zog sie hinter sich her.
Im Garten spielte Vivien mit den beiden Knaben und einem Hausmädchen fangen. Die Kinder waren ausgelassen und fröhlich. Und auch das Hausmädchen schien ihren Spass zu haben. Tess zog Sofia zur Veranda und liess sie sich setzen. Unverblümt forderte sie: "Was hast du vor, Sofia? Warum so begierig darauf hier zu bleiben? Bisher wolltest du mit einem solchen Leben, Anstand und Etikette nicht viel zu tun haben, ma fille."

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BeitragVerfasst: 12. Mai 2013, 19:07 
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Sofia konnte sich gar nicht oft genug bei Catherine bedanken. Mehrfach umarmte sie die Schwägerin herzlich.
Doch dann kam Thérèse zu ihr und packte hart ihren Arm. Die Hausherrin bat sie dann in den Garten hinaus zu gehen und Tess zerrte sie geradezu mit sich. Sofia nahm auf der Veranda Platz und rieb sich den schmerzenden Arm. "Was hast du vor, Sofia? Warum so begierig darauf hier zu bleiben? Bisher wolltest du mit einem solchen Leben, Anstand und Etikette nicht viel zu tun haben, ma fille," hörte sie die Worte der grossen Schwester. Sofia schluckte und drängte die Tränen zurück, die ihr in die Augen stiegen. Sicherlich würde Thérèse sie auslachen, wenn sie erfuhr, dass Sofia sich Hoffnungen auf Matthew Norrington machte. Sofia senkte den Blick und nagte ein wenig auf ihrer Unterlippe herum. Unwillkürlich schoss ihr Röte ins Gesicht. Und sie musste an ein Jahre zurückliegendes Gespräch mit ihrem Bruder denken, dass überaus peinlich gewesen war. Allerdings war Jack dermassen betrunken gewesen, dass er damals all ihre unschicklichen, dreisten und direkten Fragen ausführlich beantwortet hatte, ohne mit der Wimper zu zucken. Er hatte sie weder belächelt noch ausgeschimpft. Sie schluckte nochmals und heftete dann ihren Blick auf Tess. Ein wenig zitterte ihre Stimme als sie zugab: "Ich war vielleicht ein wenig dumm und starrköpfig das bisher abzulehnen. Aber es war auch nicht nötig. Doch... doch Vivien verdient es, es mal besser zu haben. Vielleicht habe ich Jack wirklich Unrecht getan, wenn er schlecht über Vater sprach. Ich... ich mag Catherine sehr gerne. Sie ist wunderbar. Und ihre Mutter ist herzlich und freundlich. Ich bin gerne hier, Tess." Thérèse schenkte ihr ein Lächeln und ein einen aufmunternden Blick. Unsicher fuhr Sofia fort: "Ich würde gerne von dir hören, wie... wie unser Vater war. Und seit dem Mittagessen frage ich mich die ganze Zeit, wie Eure Mutter wohl gewesen sein mag. Es ist sehr freundlich von Jack und dir die Gedenkfeier zu machen. Ich habe Alma, meine Mutter damals sehr vermisst. Aber Vivien brauchte mich und Rosie und Maude haben sich gut um uns gekümmert." Sie senkte den Blick und verfiel in Schweigen.


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BeitragVerfasst: 13. Mai 2013, 10:50 
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Tess kniff kurz die Lippen zusammen. Eigentlich wollte sie im Moment gar nicht über ihre Eltern sprechen. Doch Sofia verdiente eine Antwort- eine ehrliche Antwort. Ihr war bewusst geworden, dass die verfluchten Lügengeschichten in ihrer Familie viel Leid angerichtet hatten. Und beinahe, wenn Catherine nicht gekommen wäre, hätte das alles ihren Bruder zerstört. Tess schluckte und dann hob sie an zu erzählen: "Ol'Spice, war die meiste Zeit auf See. Und das war gut, denn wenn er Zuhause war, dann stritt er mit meiner Mutter oder liess seine schlechte Laune an Jack aus. Mich beachtete er kaum, wie für Mädchen üblich. Doch Jack hat er wirklich gehasst und es ihn immer spüren lassen. Und meine Mutter war bestimmt keine herzensgute Dame wie es Lady Ellinor zu sein scheint. Sie war verschlagen und hielt hintergründig immer alle Fäden fest in der Hand. Aber sie war auch freundlich. Sie hat uns Kinder zwar allesamt geliebt sich aber kaum um uns gekümmert. Konnte es nicht wegen ihrer verletzten Hüfte. Und ich muss gestehen, dass auch sie Jack am meisten weh getan hat. Mehr kann ich dir nicht sagen, Sofia. Die Gedenkfeier wird einen verdammten Schlussstrich unter alles ziehen. Es gibt von beiden keine Gräber, ihre toten Leiber holte die See und ihre Seelen mögen wohl in der Hölle schmoren. Ich habe meine Eltern geliebt, doch ihr Verlust schmerzt mich nun nicht mehr. Was Jack wirklich empfindet wird wohl nur Catherine wissen, wenn überhaupt." Sie verfiel kurz in Schweigen und betrachtete die spielenden Kinder. Dann schaute sie kurz Sofia an und sprach weiter: "Du und vor allem Vivien haben wirklich das Beste verdient. Es wird nicht einfach werden für dich, hier im Haushalt des Admiral. Ich möchte, dass du dir Mühe gibst, deinen Stolz und den Sturschädel zu überwinden. Sollte dir das nicht gelingen, so stehst du dir nur selbst im Weg- wie du bereits richtig erkannt hast. Und vielleicht ergibt sich ja hier für dich noch die Aussicht auf eine gute Partie mit einem Offizier der Royal Navy. Vielleicht eroberst du ja eines Tages das Herz eines schmucken Lieutenants oder so. Wer weiss, was das Schicksal dir zugedacht hat, Sofia." Thérèse lächelte milde als Sofias Haltung ihr verriet, dass diese bereits selbst ähnliche Gedanken gehegt haben mochte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 13. Mai 2013, 20:02 
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"Er hat mir immer viele Geschichten erzählt, mich auf den Knien gewiegt und Naschwerk mitgebracht, mein Vater. Und Alma war gütig und freundlich zu jedermann. Ich glaube, jetzt fange ich an zu verstehen, warum Jack schlecht über ihn gesprochen hat. Es ist fast so als ob es gar nicht derselbe Mann wäre," bemerkte Sofia. Sie wagte nicht den Blick zu heben, fühlte sich augenblicklich sogar ein wenig schuldig obwohl sie sicherlich nichts für die Probleme ihres Vaters konnte. Sie wagte nicht, Tess zu fragen, warum er Jack so sehr gehasst hatte. Es war einerlei, vergangen. Sie konnte die Zeit sicherlich nicht zurück drehen und irgendetwas ungeschehen machen, doch Sofia nahm sich vor ihrem Bruder gegenüber sanftmütiger und höflicher zu sein. Sie schuldete ihm etwas- ihm und Catherine. Langsam ging auch ihr Blick zu den spielnden Kindern und sie meinte: "Wenn ich zu einer Geburt gerufen werde und das Kind dann da ist, dann ist es immer der schönste Moment, wenn die Mutter das Kleine zum ersten Mal im Arm hält. Ich habe bisher immer geglaubt, dass eine Mutter gar nicht anders kann als ein Kind zu lieben und für das Kleine Sorge zu tragen. Aber anscheinend geht es wohl auch anders." Das Gespräch wurde dadurch unterbrochen, dass ein Hausmädchen frische Limonade servierte. Und alsbald gesellte sich die Hausherrin zu den beiden Frauen auf der Terasse. Sofia wandte sich sofort an sie: "Lady Ellinor, ich möchte Euch nochmals danken, dass ich hier sein darf und Vivien. Ich kann Lesen und Schreiben, möchte aber dennoch an den Stunden teilnehmen, die Vivien erhält. Ich will mich bessern."


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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 27. Mai 2013, 23:44 
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Ellinor Clarks schenkte Sofia ein mildes Lächeln. Das junge Mädchen gefiel ihr sehr gut, war sie doch ganz anders als Catherine und Lindsey. Beim Gedanken an den rothaarigen Wirbelwind, den ihre Tochter zur Freundin auserkoren hatte, musste Ellinor unwillkürlich aufseufzen. Sie machte sich ihrerseits Sorgen um sie. Sie dachte daran, dass Catherine ebenso gut hätte auf die Idee kommen können von Daheim fort zu laufen. Was sie schnell zu dem gedanken führte, dass es Cedric sehr recht geschehehn war, das er sich in seinen eigenen Fallstricken verheddert hatte. Ihr war sehr bewusst, dass ihr Gatte noch immer damit haderte ausgerechnet Jack Perry zum Schwiegersohn zu haben. Sie wusste recht gut, wie es in Cedric Clarks aussah. Er hatte sich immer einen Sohn gewünscht, der erfolgreich in seine Fussstapfen treten würde auch wenn er seine Tochter liebte. Er hatte sich erhofft einen Schwiegersohn zu bekommen, den er nach seinem Gutdünken formen und protegieren konnte. Mit Edward Logan hatte er völlig aufs falsche Pferd gesetzt. sie lächelte spöttisch als sie nun darüber nachsann, dass Jack für Catherine eine sehr gute Wahl war und für Cedric der blanke Horror. Denn Jack war genau das was Cedric überhaupt nicht ausstehen konnte. Der Junge war vermögend, hatte einen schlechten Ruf und viel Erfolg. Und er bedurfte gar keiner Protektion sondern kam wunderbar alleine klar. Er war eben kein hübscher hohlkopf, wie viele glauben wollten sondern ein gerissener Stratege. Jack hatte vieles von dem was Cedric einst an Mary Dorothy Allen geschätzt hatte und was ihm nun unangenehme auffiel, ihm Magengrimmen und Kopfschmerzen bereitete. Ellinor gönnte es ihrem Mann.

Misstress Clarks wandte sich nun wieder Sofia zu: "Ich denke, wir werden einen geeigneten Lehrer finden, der sowohl Euch als auch Vivien unterichten kann. Ihr werdet Euch langweilen mit Eurer Schwester zusammen lernen zu müssen. Ich halte separaten Unterricht für angemessener, Sofia. Ich hörte, Ihr habt bisher im Hafenviertel gelebt. Ich möchte Euch bitten, Euch vorerst von dort fern zu halten. Morgen sollten wir ein paar Dinge aus Eurem Haus holen, die Euch wichtig sind. Doch dann wünsche ich, das ihr nicht mehr dort hin geht- jedenfalls nicht allein. Ihr solltet Euch nicht mit irgendwelchen Kerlen herumtreiben. Und wenn Ihr wirklich hier leben wollt, müssen wir auf den Admiral und seinen Ruf Rücksicht nehmen, Sofia." Sie schenkte dem Mädchen, dass resigniert aufseufzte ein aufmunterndes Lächeln. Gerne wollte sie aus diesem Strassenkind, dieser kleinen wilden Blume eine Dame machen. In Gedaqnken ging sie die ledigen Offiziere durch. Da würde sich doch sicherlich einer finden lassen, für den Sofia eine angemessene Partie war. Ellinor freute sich schon jetzt darauf, die Herren unter die Lupe zu nehmen, die sich um Sofia bemühen würden. Sie schwelgte ein wenig in der Erinnerung an Catherines Debütantinnenball in London. Leider hatte sie nicht mal die ganze Saison dableiben können, denn wichtige Geschäfte führten den Admiral damals bald wieder nach Port Royal zurück. Und dann war leider der Blender Logan aufgetaucht.
Nachdenklich betrachtete Ellinor Clarks das Äffchen, das an einem Baum angebunden war. Sie fand den kleinen Kerl recht possierlich. Ob so ein Tier aber in einem Haushalt wie diesem ein geeignetes Haustier war, wagte sie doch zu bezweifeln. Doch sie würde vorerst abwarten und Teetrinken, sehen wie sich das alles entwickelte. "Thérèse , ich habe nochmal über die Gedenkfeier nachgedacht. Ihr erwähntet einen Cousin. Vielleicht wäre es ganz gut, das ganze doch ein paar Tage zu verschieben. Schreibt doch eine Gästeliste. Und ich werde noch mal in aller Ruhe mit Eurem Bruder darüber sprechen," regte sie an und lenkte sich damit gleichzeitig von dem Problem ab.


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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 28. Mai 2013, 15:46 
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"Oh bitte, Madame Clarks, nenent mich Tess. Thérèse klingt so steif und wurde von meiner Mutter meist nur benutzt, wenn sie mich tadeln wollte.- Ja, ich werde gerne eine Gästeliste anfertigen. Und ich wäre Euch dankbar, Madame, wenn Ihr mit Jack redet." Tess lächelte freundlich. Während Ellinor Clarks Sofia ein paar Richtilinien an die Hand gegeben hatte, hatte sie selbst noch ein wenig nachsinniert, welches Bild ihres Vaters Sofia abgegegben hatte. Man hätte wirklich denken können, es handelte sich um zwei verschiedene Männer, obwohl dem offenkundig nicht so war. Ol' Spice hatte sich überhaupt keine Mühe gemacht, seine Geliebte und die gemeinsamen Töchter vor seiner Familie zu verbergen. Doch es führte zu nichts jetzt noch weiter über diese Angelegenheit nachzudenken. Was geschehen war, war geschehen und man konnte die Zeit nicht zurück drehen. Abermals wandte sich Tess an ellinor Clarks: "Madame, viellicht wäre es sinnvoll, wenn Sofia nicht mehr allein nin sHafenviertel geht. Wir durften die Bekanntschaft von Captain Matthew Norrington machen. Wenn es die Umstände erlauben, könnte er doch zum Schutz meine Schwesrter und mich begleiten." Ein amüsiertes lächeln legte sich auf Tess lippen als sie Sofia scharf die Luft einsaugen hörte. offenbahr hatte die Jüngere niemals mit einem derartigen Vorschlag gerechnet. Doch Tess fing langsam an eigene Ideen zu spinnen. Und sie fürchtete, dass sich Mister Logan anbieten könnte, was sie Sofia ersparen wollte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 28. Mai 2013, 19:52 
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Mit einigem erstaunen hörte Sofia, dass für den unterricht von Vivien und ihr ein Privatlehrer engagiert werden sollte. Sie war davon ausgegangen, dass Ellinor Clarks ein wenig Zeit erübrigen und Vivien das lesen, Schreiben und Rechnen beibringen würde. Allmählich gewann Sofia den Eindruck, dass sie sich von der Erziehung in einem vermögenden Haushalt gar kein Bild zu machen vermochte. und langsam schwante ihr, dass es da noch weitaus mehr zu lernen gab als Lesen und Schreiben. Sie seufzte resigniert auf als Mistress Clarks ansprach, das sie das Hafenvielrtel verlassen musste und nicht mehr allein würde durch die Gegend streifen können, da man auf den Ruf des Admiral achten müsse. Sich irgendwelchen Männern anzubieten würde sie nicht vermissen. Sie wollte sich ja sowieso nur noch Captain Norrington hingeben. Und auf einmal bekam sie eine Heidenangst, dass Mistress Clarks ihr auch den Umgang mit ihm verbieten würde, weil es dem ansehen des Admirals schadete. Am liebsten wäre sie in diesem Moment aufgesprungen und heulend davon gerannt. Doch Sofia riss sich zusammen. Sie unterdrückte ihre aufkommende Panik. Matthew wollte zu dem Fest in der Bucht kommen und die Nacht mit ihr verbringen, so war es verabredet. Sie würde noch an diesem Abend erfahren, was er von diesem plötzlichen Arrangement hielt. allerdings war sie im Haushalt des Admirals weitraus sicherer aufgehonben bis Matthew sein Haus fertig hatte als im hafenviertel, wurde ihr bewusst. Mit grosssen Augen hing sie an den Lippen von Catherines Mutter, die inzwischen mit Tess sprach. Unwillkürlich hielt Sofia die Luft an als Tess Captain Norrington erwähnte. Sofia musste scharf Atem holen während Thérèse vorschlug, dass Matthew ihnen ja behilflich sein könne, ihre Sachen aus dem Hafenviertel zu holen, da sie ihn bereits kannten. Röte schoss ihr ins Gesicht als sie sich daran erinnerte, wie gut sie Matthew inzwischen kannte. Ihr Herz klopfte heftigst. Und bevor sie sich wieder im Griff hatte, äusserte sie mit glänzenden Augen und strahlendem Lächeln: "Oh ja, dass wäre wunderbar, wenn Matthew das tun könnte."


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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 29. Mai 2013, 15:40 
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Ellinor Clarks schmunzelte. "Der Anstand gebietet es Euch bei Eurem vollen Namen anzusprechen, Thérèse. ich fürchte, Ihr werdet Euch daran gewöhnen müssen, meine Liebe," tadelte sie ein wenig. Sie mochte den Namen der blondhaarigen Frau und schon allein deshalb würde sie ihn oft und gerne benutzten. Ellinors Miene erhellte sich als man Matthew Norrington erwähnte. Keineswegs entging ihr Sofias geradezu begeisterte Reaktion auf den Vorschlag ihrer Schwester. Allerdings liess sie sich nicht zu einem Kommentar hinreissen sondern merkte nur kurz an: "Captain Norrington ist ein Freund der Familie, jedenfalls was Catherine betrifft. An ihm ist nichts auszusetzen. Ich werde mich mit dem Admiral beraten, ob er den guten Mann wohl ein paar Stunden für solch niederen Zwecke entbehren kann. - Oh, wie die Zeit verrinnt. Ich denke, die Damen sollten sich für das Fest umkleiden. Die Kinder werden wohl nicht mitgehen, nicht wahr?" Geschickt hatte sie Tess und Sofia abgelenkt. Es war soweit alles besprochen, was zur Zeit zu klären gewesen war von ihrer Seite. Ellinor freute sich auf ihre neuen und zugleich alten Aufgaben. Gewiss hatte sie schon eine Tochter erzogen und ihre Sache gut gemacht, befand sie. Doch es hiess im Allgemeinen es sei schwieriger einen Jungen zu erziehen. Allerdings schreckte dies Mistress Clarks keineswegs ab, eher im Gegenteil war sie nur zu bereit diese Herausforderung anzunehmen und ihr bestes zu geben. Sie beobachtete die Kinder noch eine Weile beim Spielen und seufzte. Zu gerne hätte sie schon längst Enkelkinder gehabt aber es schien wohl nicht möglich. Kurz sann sie darüber nach, dass es angesichts der loganschen Sippe wohl besser so war. Sofia und Thérèse hatten die Terrasse bereits verlassen. Trotzdem kehrten Ellinors Gedanken zu den beiden jungen Frauen zurück- und zu Matthew Norrington. Nun Thérèse war wohl keine geeignete Partie für ihn, obwohl sie vielelicht seinen Geschmack traf, mutmasste Ellinor. Selbstverständlich war ihr nicht entgangen, dass Matthew sich um Catherine bemüht hatte. Leider war ihm dabei ja kein Erfolg beschieden. Ellinor mochte den jungen Mann und konnte sich durchaus sehr gut Vorstellen, seinem Glück nun ein wenig nachzuhelfen. Und offenbahr hatte er Sofia sehr beeindruckt, denn sie war ja recht angetan von dem Captain. Ellinor erhob sich und machte sich zielstrebig auf den Weg zum Arbeitszimmer ihres Gatten. Kurz klopfte sie gegen die Türe und trat ein ohne eine entsprechende Aufforderung abzuwarten. Sie wusste, dass Cedric allein war. Als er von seinem Unterlagen aufschaute schenkte sie ihm ein liebevolles Lächeln. Sorgfältig schloss sie die Türe hinter sich und nahm auf einem der ledernene Stühle Platz, wo sie ohne Umschweife zum Thema kam: "Ihr müsst Captain Norrington für ein paar Tage freistellen, Cedric. Ich bedarf seiner Hilfe. Und ich wüsste mir im Augenblick keinen Offizier, der loyaler und integerer wäre als er. Bitte Cedric, leiht mir den guten Matthew eine Weile aus. Es muss sich ja nicht ganz Port Royal das Maul über uns zerreissen. Ihr wisst, das letzte Mal als ihr mir diesen unsäglichen Second Lieutenant geschickt habt, der sich als wahres Waschweib erwies." Ellinor lächelte herzlich und liebevoll und hatte einen Blick aufgelegt, von dem sie wusste, das Ihr Gatte dem nicht wiederstehen konnte. Einem Moment lang betrachtete der Admiral sein Weib schweigend. Warum ihm just in diesen Augenblick das herzliche Lächeln in den Sinn kam, dass Catherine vor einigen Stunden an diesem Ort ihrem Gatten zugeworfen hatte, wusste er selbst nicht. Doch unwillkürlich hoben sich seine Mundwinkel und er bestätigte: "Ja, Norrington ist loyal und integer. Er wird sicherlich nicht über die Rüschen der Nachtwäsche oder die Farbe der Tischtücher plaudern. Nun gut, wofür auch immer Ihr seine Dienste in Anspruch nehmen wollt, Ellinor, Ihr sollt ihn haben. Ich werde ihn die ganze Woche zu Eurer Verfügung freistellen. Mich wundert aber doch ein wenig, das Ihr unseren Schwiegersohn nicht bemühen wollt. Ihr haltet doch sonst so grosse Stücke auf ihn." Der Admiral wandte sich wieder seinen Papieren zu. "Och, die Vorbereitungen für London beanspruch Jack viel zu sehr und Ihr habt bei der Navy nicht all zu viel zu tun," entgegenete Ellinor schlagfertig. Noch immer lächelnd erhob sie sich von dem Stuhl, trat dicht an den Tisch heran und schenkte ihrem Gatten eien Kuss. "Habt Dank, mein Liebster," flötete sie und war auch schon aus dem Arbeitszimmer entschwunden. Gerade wollte sie sich der Küche zuwenden als ein Hausmädchen ihr Captain Perry ankündigte, der im Salon warte. "Danke, Beth." Ellinor Clarks begab sich in den Salon: "Jack, die Damen sind noch nicht ganz fertig. Nehmet Platz. Brandy?" Sie wartet bis ihr Besucher sich in einem Sessel ihr gegenüber niedergelassen hatte. "Wir müssen nochmal über die Gedenkfeier sprechen. Der Termin ist zu kurzfristig. Thérèse erwähnte einen Cousin, der von weiter her kommt."


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 Betreff des Beitrags: Re: Villa des Admiral
BeitragVerfasst: 29. Mai 2013, 20:22 
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Capitaine Le Renard
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cf-> "Santiago", Unter Deck-Gästekajüte

Jacques Perrier hatte keine Zeit verloren und am Hafen Glück gehabt, gleich eine Mietkutsche zu erwischen. Der Kutscher wartete nun vor dem Anwesen des Admiral, so wie Jack darinnen auf seine Schwestern. Im Moment war er wieder mal fast geneigt, die Piraterie sein zu lassen und mit Cathérine ein geruhsames Leben in Port Royal zu fristen. Aber er wusste, das ihn das auf Dauer nicht wirklich zufriedenstellen würde. Es gab aber einfach keinen golden Mittelweg, keine perfekte Lösung für alles. Jack seufzte. Es kam ihm sehr gelegen, dass Ellinor Clarks ihm im Salon eröffnete, dass sie nochmals über die Gedenkfeier sprechen mussten. sich damit zu befassen lenkte Jacques Perrier vorerst von den anderen Problemen ab. "Danke. Keinen Brandy." Er lächelte Ellinor an und erklärte: "Ja, wir haben da einen Cousin, der eine etwas weitere Anreise hat. Allerdings ist der Gute ein wenig kränklich, weshalb es fraglich ist, ob er überhaupt kommen kann. Ich werde diesbezüglich Erkundigungen einholen. Aber auch aus einem anderen Grund kommt es mir zupass, dass wir die kleine Feier verschieben müssen. Dringende Geschäfte erfordern meine Anwesenheit in Haiti. Eine Passage für Morgen habe ich schon. Es wäre mir recht lieb, wenn Cathérine hier verweilen würde, so lange ich nicht in Port Royal bin. Hätte es sich besser einrichten lassen, würde sie mich selbstverständlich begleiten. Aber sicherlich würde sie sich in den Handelskontors und bei den Besprechungen nur langweilen." Jack schaute seine Schwiegermutter offen an. Er sah keinen Grund ihr nicht wenigstens einen Teil der Wahrheit zu sagen. Auf ihr wohlwollendes Gebahren hin nickte er ihr dankbar und verständig zu. Dann richtete sich seine Aufmerksamkeit auf Sofia und Tess, die eben den Raum betraten. Jack grinste breit, denn Tess trug tatsächlich ein leichtes Sommerkleid, dass ihrer Figur sehr schmeichelte. Ja, aus seiner grossen Schwester würde noch eine richtige Frau, eine wirkliche Lady werden, wenn sie länger hier verweilte. Doch wohlweisslich äusserte er diesen Gedanken nicht laut. "Habt Dank, Ellinor. Die Feier wird sich wohl bis weit nach Mitternach hinziehen.Tess und Sofia werden auf der "Santiago" nächtigen und Euch Morgen wieder aufsuchen," beruhigte er die Hausherrin und verabschiedete sich mit einer angemessenen Verbeugung und einem Handkuss von ihr.

tbc-> Port Royal, Versteckte Bucht

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Wir können den Wind nicht bestimmen aber die Segel richtig setzen (SENECA)


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A little bit of HONEY a whole lot of JACK (Jack Daniels)


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